Presseinformation: Hurlacher lassen ihre Häuser checken

Vor-Ort-Beratung schärft den Blick für die energetische Situation der Eigenheime

Die Gemeinde Hurlach hat gemeinsam mit der KLIMA3 Energieagentur und der Energieberatung der Verbraucherzentrale Bayern zur „Check dein Haus“-Beratungsaktion eingeladen. Angesprochen waren alle privaten Haus- und Wohnungseigentümer im Gemeindegebiet.

Nach einem Auftakt-Vortrag haben sich knapp zwei Dutzend Hurlacher für das anbieter- und produktneutrale Energieberatungsangebot bei sich zuhause angemeldet. Der Energieberater nahm dabei nicht nur die Heizungsanlage unter die Lupe, sondern auch den Zustand der Gebäudehülle und die Option des Einbaus einer Wärmepumpe. Abschließend haben die Eigentümer einen schriftlichen Bericht mit Ergebnissen und Sanierungsempfehlungen erhalten, so dass sie nun an die Planung und Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen gehen können.

Hurlachs Bürgermeister Andreas Glatz empfiehlt seinen Bürgerinnen und Bürgern einen Plan für Sanierung und Heizungstausch ihrer Eigenheime: „Wir möchten Hauseigentümer dabei unterstützen, sich neutral beraten zu lassen und ihr Gebäude für die Zukunft energetisch fit zu machen, und sich so gegen unberechenbare Kostensteigerungen bei Öl und Gas zu wappnen“ sagt er zum offiziellen Abschluss der Kampagne.

Einer der Teilnehmer betrachtet sein Haus nach der Vor-Ort-Beratung nun mit einem anderen Blick: „Der Gebäudecheck hat mir die Augen geöffnet und mich darin bestätigt, dass ich meine Ölheizung zeitnah durch eine Wärmepumpe ersetzten werde. Die Beratung hat mir außerdem aufgezeigt, welche weiteren Maßnahmen über den Heizungstausch hinaus sinnvoll sind.“

Die Gemeinde Hurlach hat im Rahmen der Kampagne die Eigenanteile in Höhe von 30 € für die Eigenheimbesitzer übernommen, ein kleiner Zuschuss kam vom Landratsamt dazu.

Auch nach Ende der Hurlacher Beratungsaktion sind weiterhin Vor-Ort-Beratungen möglich. Ab dem 1. Januar 2025 erhöht sich der Eigenanteil auf 40 Euro. Interessierte können sich bei der KLIMA³ Energieagentur unter der Telefonnummer 08193-31 23 911 oder per E-Mail an buero@klimahochdrei.bayern über die verschiedenen Beratungsangebote der Verbraucherzentrale Energieberatung informieren.

 

Rückblick: Info-Abende „Rund um die Wärmepumpe“ in Maisach, Utting und Seefeld

Im Rahmen der Woche der Wärmepumpe vom 4. bis 10. November hat KLIMA³ in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale zu drei Info-Abenden „Rund um die Wärmepumpe“ eingeladen.

An den Abenden, die sich insbesondere an Eigenheimbesitzer richteten, ging es um die Voraussetzungen und den Einsatz der Wärmepumpe, Pflichten und Fristen zum Heizungstausch sowie Sanierung Außerdem wurden Förderprogramme und Beratungsangebote vorgestellt. Im Anschluss an den Vortragsteil konnten sich die Teilnehmenden an verschiedenen Beratertischen produkt- und anbieterneutral beraten lassen.

Die Präsentation der Info-Abende können Sie sich hier als pdf herunterladen.

Großer Info-Tag mit Wärmepumpen zum Anfassen

Gut 400 Besucherinnen und Besucher nutzten den großen Info-Tag rund um die Wärmepumpe am 9. November in der Germeringer Stadthalle, um sich über die klimafreundliche Heiztechnologie zu informieren. Germerings Oberbürgermeister Andreas Haas hat den Info-Tag eröffnet und die Veranstaltung begrüßt. „Bei vielen steht eine Entscheidung in Sachen Heizung an, das merkt man heute“, sagte Haas. „Deshalb bin ich dankbar, dass die Agentur gemeinsam mit der Verbraucherzentrale und den Ausstellern hier diesen Info-Tag anbieten.“

Den ganzen Tag über konnten die Besucher Vorträge über Wärmepumpen, Sanierung, Heizungstausch und Fördermöglichkeiten hören. Parallel haben 15 Aussteller, allen voran Wärmepumpenhersteller, im Forum ihre Produkte und Dienstleistungen vorgestellt und Fragen der Besucherinnen und Besucher beantwortet.

 

   

 

 

 

 

Presseinformation: Sektorenkopplung als Dreh- und Angelpunkt der Energiewende

Rund 60 Gäste beim Fachdialog „PV, Speicher, E-Mobilität, Wärmepumpe und Energiemanagement im Gebäude“ im Groundlift Stegen

KLIMA³ hat im Rahmen der Woche der Wärmepumpe Heizungsbauer, Solarteure, Elektriker, Planer, Energieversorgungsunternehmen und andere Interessierte zum Fachdialog nach Stegen eingeladen. Die Aspekte Netzausbau, Steuerbare Lasten, bidirektionales Laden, Effizienz bei Wärmepumpen und Energiemanagement sollten von verschiedenen Seiten beleuchtet werden.

Martin Törpe von LENA e.V. betonte in seinem einleitenden Vortrag die Notwendigkeit einer „intelligenten Steuerung, die alle Komponenten einbindet und Ausfälle durchdacht ausgleichen kann.“

Im Vortrag von Bernhard Ulbrich von AIC Control und Energieberater Jürgen Honold vom Ingenieurbüro Honold ging es um „Optimale Effizienz von Wärmepumpen“. Ulbrich erklärte, dass zu hohe Vorlauftemperaturen in Mehrfamilienhäusern ein häufiges Problem seien. Er berichtete von einem Praxisbeispiel, in dem eine Absenkung im Vorlauf um rund 20 Grad erreicht werden konnte, ohne Komfort-Einbußen für die Bewohner. Jürgen Honold ergänzte, dass durch einen hydraulischen Abgleich Einsparpotenziale von 10 bis 30 Prozent möglich seien, obwohl an der Heizung selbst nichts verändert werde.

Über die digitale Schnittstelle zum Gebäude referierte Max Dorsch von den Stadtwerken München. Das Smart Meter Gateway (SMGW) ist die zentrale Kommunikationseinheit eines intelligenten Messsystems, das den Stromverbrauch elektronisch erfasst, speichert und mittels SMGW überträgt. Hauptaufgabe ist die sichere Datenübertragung. Über die Steuereinheit in Verbindung mit dem SMGW können Verbrauche gesteuert werden.

Xaver Pfab betonte als ehemaliger Projektleiter „E-Mobilität und Bidirektionales Laden“ bei der BMW Group den großen Stellhebel von E-Autos in der Energiewende. „Die Welt retten E-Autos allein nicht, aber ohne sie wird es auch nicht gehen.“

Zum Abschluss des Fachdialogs gab Konrad Rogg von den Stadtwerken München einen Einblick in das Forschungsprojekt unIT-e2. Das Ziel des Projekts ist die kundenorientierte und wirtschaftliche Integration von Elektromobilität in das Energiesystem. Dadurch soll das Potenzial von erneuerbaren Energien und bestehender Netzinfrastruktur bestmöglich ausgeschöpft werden.

Nach dem offiziellen Vortragsteil nutzten die Gäste den Abend zum Austausch und zur Vernetzung.

 

„Gewinnen mit Erneuerbaren Energien – Chancen für ländliche Räume“

Konferenz des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz
in Berlin

„Gewinnen mit Erneuerbaren Energien – Chancen für ländliche Räume“ war das Motto der diesjährigen Regionenkonferenz am 14. Oktober in Berlin. Neben Vertretern der Länder, Landkreise, Kommunen und kommunaler Spitzenverbände beteiligten sich dieses Mal Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir an der Podiumsdiskussion.

Schon heute wird in ländlichen Räumen ein Großteil der Energie erzeugt, und auch der zukünftige Ausbau und die Energieerzeugung werden überwiegend ‚auf dem Land‘ und damit auch in unserer Region stattfinden. Mit den vollzogenen gesetzlichen Änderungen zur Beschleunigung dieses Ausbaus wird die Bedeutung ländlicher Räume weiter zunehmen. Die Erneuerbaren bieten auch neue Chancen für Wertschöpfung und finanzielle Teilhabe – wichtige Voraussetzungen für die Stärkung ländlicher Räume und den gesellschaftlichen Rückhalt, wenn es um den weiteren Ausbau und die nötige Infrastruktur geht.

Die rund 200 Teilnehmenden konnten im Anschluss an die Podiumsdiskussion an Thementischen mit Vertretern des Ministeriums in den Austausch kommen. Themen waren unter anderem der Ausbau der Erneuerbaren Energien, Beteiligungsprozesse, Flächenausweisungen, Bürgerenergiegesellschaften und regionale Wertschöpfung. Im Anschluss fanden Workshops rund um die Themen Transformation des Energiesystems, die künftige Rolle von Biogasanlagen sowie Beteiligung von Kommunen und Bürgern statt.

Die Regionenkonferenz zeige eindrucksvoll, wie weit die Energiewende fortgeschritten sei, sagt KLIMA³-Geschäftsführer Andreas Weigand, der als Teilnehmer bei der Konferenz war.

„Hier kamen Menschen zusammen, die Erfolgsgeschichten erzählen konnten. Da viele Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Planungsverbände und auch Vertreter von anderen Energieagenturen vor Ort waren, konnte man sich ein gutes Bild machen, wie sich die Situation in anderen Teilen Deutschlands darstellt“, berichtet Weigand.

„Für uns hier in Südbayern nehme ich mit, dass wir viel lernen können von Kommunen in Norddeutschland, insbesondere was kommunikative und finanzielle Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bei Windkraftprojekten angeht“, ist Weigand überzeugt.

Presseinformation: Utting hat jetzt ein „Klimaschutzmanagement to go“

Gemeinden, die überlegen, eine Klimaschutzstelle zu schaffen, können bei KLIMA³ einen sogenannten „Klimaschutzmanager to go“ für konkrete Aufgaben und einen begrenzten Zeitraum beauftragen, bevor sie sich entscheiden, eine eigene Klimaschutzstelle zu etablieren. Die Gemeinde Utting ist die erste Kommune in den drei KLIMA³-Landkreisen, die dieses Angebot nutzt.  

Bürgermeister Florian Hoffmann freut sich über die Unterstützung. „Wir wollen Utting auf die Zukunft vorbereiten. Die Anforderungen an die Verwaltung sind enorm und KLIMA³ hilft uns dabei, unsere Ressourcen zielgerichtet einzusetzen.“

Das Projekt ist auf ein Jahr angelegt. Grundlage ist eine erste strukturierte Analyse des Themenfeldes Klimaschutz in der Gemeinde. Hier wird zum einen auf bereits bestehende Konzepte zurückgegriffen, zum anderen führt KLIMA³-Projektleiterin Doris Kömmling Gespräche beispielsweise mit Gemeindeverwaltung und Gemeinderat, um einzugrenzen, welche Maßnahmen in Utting zur Diskussion stehen und wie diese effizient umgesetzt werden können.  „Durch die Gespräche merke ich schnell, wo der Schuh drückt und wo das Klimaschutzmanagement anpacken kann.“

Denn Ziel ist es, die kleine Gemeinde am Ammersee in der Energie- und Wärmewende voranzubringen und konkrete Maßnahmen umzusetzen. Zunächst werden dabei die gemeindlichen Liegenschaften, der Fuhr- und Maschinenpark sowie der Verwaltungsbetrieb unter die Lupe genommen. Machbarkeit, Kosten und Nutzen, Finanzierung und Fördermöglichkeiten werden bei konkreten Ideen bewertet. Der Blick der Projektleiterin richtet sich aber nicht nur auf die Punkte, die die Gemeindeverwaltung selbst in der Hand hat. „Die Uttinger Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Gewerbe können noch viel mehr bewegen“, ist Doris Kömmling überzeugt.

Eine erste Informations-Veranstaltung für die Uttinger Bürgerinnen und Bürger ist im Rahmen der bundesweiten „Woche der Wärmepumpe“ am Dienstag, 5. November 2024, ab 19:30 Uhr im Bürgertreff, Bahnhofstraße 31 in Utting, geplant.

Presseinformation: Eine Woche rund um die Wärmepumpe

KLIMA³ lädt zu zahlreichen Veranstaltungen in drei Landkreisen ein

Die Woche der Wärmepumpe ist eine deutschlandweite Veranstaltungswoche der Deutschen Energie-Agentur (dena), die vom 4. bis 10. November 2024 in allen Bundesländern und mehr als 75 Landkreisen stattfindet. KLIMA³ ist als regionaler Veranstaltungspartner dabei und organisiert die ganze Woche über Veranstaltungen rund um die Wärmepumpe:

4. November 2024, 19:30 Uhr
Info-Abend „Rund um die Wärmepumpe“
Maisach, Bürgerzentrum Gernlinden

5. November 2024, 19:30 Uhr
Info-Abend „Rund um die Wärmepumpe“
Utting, Bürgertreff

6. November 2024, 19:30 Uhr
Info-Abend „Rund um die Wärmepumpe“
Seefeld, Bürgerstadl

7. November 2024, 18 Uhr
Fachdialog „PV, Speicher, E-Mobilität, Wärmepumpe und Energiemanagement im Gebäude“
Inning a. Ammersee, Groundlift Stegen

8. November 2024, 16 Uhr
Expertendialog und Netzwerktreffen
„Wärmepumpe – von Planung, Optimierung, Energie-Effizienz bis Lärmschutz“
Germering, Stadthalle

9. November 2024, 10-16 Uhr
Großer Infotag „Rund um die Wärmepumpe“ mit Ausstellung und Vorträgen
Germering, Stadthalle

Eingeladen sind nicht nur Privathaushalte, sondern auch Hausverwaltungen und Beiräte von Wohneigentumsgemeinschaften genauso wie Fachleute, Handwerksbetriebe und kommunale Entscheider.

Ziel der Wärmepumpen-Woche ist es, die Verunsicherung gegenüber der Wärmepumpe abzubauen und Vertrauen in die innovative und klimafreundliche Heizungsart zu schaffen.

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen finden sich bei den Veranstaltungshinweisen.

Bereits jetzt laufen die digitalen Veranstaltungen der dena zum Einsatz von Wärmepumpen in Ein- und Zweifamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern und Reihenhäusern. Weitere Infos zu den Online-Angeboten und zur Aktionswoche finden sich unter www.wochederwaermepumpe.de.

Presseinformation: Gesammelte Wasserstoff-Kompetenz beim KLIMA³-Fachgespräch

„Ohne Wasserstoff keine Energiewende“

Die KLIMA³ Energieagentur hat im Rahmen der Bayerischen Energietage zum Fachgespräch „Lokale Wasserstoffwirschaft in der Region“ nach Fürstenfeldbruck eingeladen.

Nachdem Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger verhindert war, nahm stellvertretend Ministerialrat Christian Egetemeyr, Leiter des Referats „Gasinfrastruktur, Wasserstoff, Versorgung mit Energieträgern“, am Fachgespräch teil. In seinem Grußwort betonte Egetemeyr die Bedeutung von Wasserstoff, ohne den die Energiewende nicht funktioniere.
Der stellvertretende Landrat des Landkreises Fürstenfeldbruck, Michael Schanderl, begrüßte die Idee der Veranstaltung, lokale und regionale Unternehmen im Bereich Wasserstoff zu vernetzen. „Die Energiewende ist eine Chance für den Landkreis“, betonte Schanderl. Fürstenfeldbrucks zweiter Bürgermeister Christian Stangl sieht im Wasserstoff eine Schlüsseltechnologie und Baustein für die Energiewende. „Die Dekarbonisierung lässt sich nicht mit russischem Gas erreichen“, stellte Stangl klar.

Für die Fachvorträge konnten hochkarätige Referenten aus der Region gewonnen werden. Den Impulsvortrag „Hype oder heimlicher Star der Energiewende“ hielt Martin Zerta von Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (LBST). Er zeigte Einsatzmöglichkeiten in der Mobilität auf und verwies auf neue Geschäftsfelder für die Region durch Wasserstoff. Elektrolyseure sollten nur zum Einsatz kommen, wenn auch die Abwärme genutzt werde, forderte Zerta. Auch im Landkreis Fürstenfeldbruck lohnt es sich laut Zerta, die Nutzung von Wasserstoff im lokalen Umfeld weiter zu untersuchen.

Manfred Limbrunner von Proton Motor informierte in seinem Vortrag über Einsatzbereiche von Wasserstoff-Brennstoffzellen für klimaneutrale stationäre Anwendungen und im Mobilitätssektor. 82 Prozent der weltweiten Energieströme seien fossil, hier „müssen wir regenerativ werden!“, forderte Limbrunner. Energiespeicherung in transportabler Form sei die zentrale Herausforderung. „Die Lösung heißt Wasserstoff!“, ist Limbrunner überzeugt.
Um Wasserstoff und Biogas in der Landwirtschaft ging es im Vortag von Maximilian Schmitt von Reverion. Die Firma hat ein Kraftwerk entwickelt, das die Energieerträge von Biogas-Anlagen deutlich steigert und überschüssige Sonnen- und Windenergie nutzt.

Wie Wasserstoff in der Energiewende Anwendung findet, darüber informierte Oliver Gutt von GP Joule Hydrogen. Durch die Einbindung von regionalem Strom aus erneuerbarer Energie kann grüner Wasserstoff durch Elektrolyseure vor Ort erzeugt werden, der dann für Industrie und Mobilität genutzt werden kann. Das Nebenprodukt Abwärme könne ebenso genutzt werden.

Im Anschluss an die Fachvorträge präsentierten sich fünf regionale Firmen und Einrichtungen in Kurzvorträgen und luden zum weiteren Austausch am jeweiligen Unternehmensstand ein. Nach einer abschließenden Podiumsdiskussion mit Ministerialrat Egetemeyr und den Referenten nutzten die rund 80 Gäste bei Getränken und Fingerfood die Gelegenheit für weitere Gespräche und zur Vernetzung.

 

 

Presseinformation: Landrat Thomas Karmasin übernimmt Vorsitz der Energieagentur KLIMA³

Energieagentur ist seit zwei Jahren im Einsatz für Energiewende und Klimaschutz in drei Landkreisen

Landrat Thomas Karmasin hat am 12. September 2024 den Vorsitz der Gesellschafterversammlung und des Aufsichtsrates der Klima- und Energieagentur der Landkreise Starnberg, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech gGmbH (kurz: KLIMA³) übernommen.

Die KLIMA³ wurde vor zwei Jahren als gemeinnütziges Gemeinschaftsunternehmen der drei Landkreise Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech nach Beschluss durch die jeweiligen Kreistage gegründet. Am 12. September 2022 haben die drei Landräte Stefan Frey, Thomas Karmasin und Thomas Eichinger ihre Unterschriften unter den Vertrag gesetzt. „Wir sind angetreten, um die Ziele der Landkreise in den Bereichen Energie- und Wärmewende umzusetzen“, erklärt KLIMA³-Geschäftsführer Andreas Weigand.

Zu den satzungsgemäßen Aufgaben von KLIMA³ gehört die Beratung von Privathaushalten rund um die Themen Energiewende und Klimaschutz in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale. Daneben liegt ein Schwerpunkt auf der Beratung der Kommunen; die Unterstützung von Unternehmen im Bereich Klimaschutz ist ein weiterer Bereich der Agenturarbeit.
Mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG), dem Wärmeplanungsgesetz (WPG) und dem „Wind-an-Land“-Gesetz ist viel Bewegung in die Energiewende gekommen. Gleichzeitig wurden auch Fragen und Unsicherheiten bei den Bürgerinnen und Bürgern hervorgerufen. Die Agentur hat hier viel Informationsarbeit geleistet, beispielsweise mit der über mehrere Wochen in allen drei Landkreisen laufenden Wärmekampagne „gemeinsam.Wärme.planen“ zu Sanierung und Heizungstausch.

Diese Informationsarbeit wird auch weiterhin einen Schwerpunkt der Tätigkeit von KLIMA³ ausmachen, denn der Weg bis zum Ziel – Klimaneutralität in Bayern bis 2040 – ist anspruchsvoll und nur gemeinsam zu schaffen – von der Hausbesitzerin über die Kommunen bis zur Industrie. Denn die Energiewende findet bei den Bürgerinnen und Bürgern im Keller und auf dem Dach statt, aber auch in den Unternehmen und Kommunen. Vor diesem Hintergrund setzt sich KLIMA³ dafür ein, Netzwerke mit allen beteiligten Akteurinnen und Akteuren zu bilden und diese aktiv zu nutzen.
„Wir alle begleiten die Energiewende in verschiedenen Rollen, als Endverbraucher oder Entscheider in Unternehmen, Banken und Kommunen“, sagt Andreas Weigand. „Jetzt geht es darum, lokale Projekte anzuschieben, die uns in die Klimaneutralität bringen. Und hier lässt sich einfach messen, ob wir unsere Rollen wahrnehmen. Denn Windräder sind geplant, genehmigt, finanziert und gebaut – oder eben nicht. Ölheizungen sind gegen Wärmepumpen getauscht, Netze ausgebaut – oder eben nicht.“

Hauptaufgabe von KLIMA³ ist dabei immer die neutrale Beratung – sei es bei der Frage nach der passenden Heizung im Altbau, nach Einsatzmöglichkeiten von Erneuerbaren Energien im Handwerksbetrieb oder nach Wegen in die Klimaneutralität in der Kommune. Für letztere hat die Energieagentur neue Beratungsangebote und Dienstleistungen in den Bereichen Wärmeplanung, Windkraft und Kommunalem Klimaschutz erstellt. So können z. B. Gemeinden, die überlegen, eine Klimaschutzstelle zu schaffen, zunächst bei KLIMA³ einen sogenannten „Klimaschutzmanager to go“ für konkrete Aufgaben und einen begrenzten Zeitraum beauftragen, bevor sie sich entscheiden, eine solche Stelle zu etablieren.

Aktuell begleitet die Energieagentur zwei Kommunen im Prozess der Kommunalen Wärmeplanung. Darüber hinaus hat KLIMA³ einen Leitfaden für die Kommunale Wärmeplanung erstellt, der den Kommunen kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.

In den kommenden zwei Jahren gestaltet Fürstenfeldbrucks Landrat Thomas Karmasin die Arbeit der Agentur mit als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und des Aufsichtsrates. Er übernimmt den Vorsitz satzungsgemäß vom Starnberger Landrat Stefan Frey, der KLIMA³ in den ersten zwei Jahren in der Gründungsphase und beim Aufbau des Geschäftsbetriebs unterstützt hat.
„Ich freue mich, mit KLIMA³ eine engagierte und kompetente Energieagentur zu haben, die die Energiewende in den drei Landkreisen vorantreibt. Die Expertise der Agentur kommt nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern zugute, sondern ist auch für die Kommunen von großem Nutzen. Insbesondere im Hinblick auf die kommunale Wärmeplanung ist KLIMA³ ein wichtiger Ansprechpartner. Mit ihren innovativen Ansätzen und nachhaltigen Lösungen leistet KLIMA³ einen wesentlichen Beitrag zur zukunftsfähigen und umweltfreundlichen Gestaltung unserer Region“, so Landrat Karmasin.

Hausbaustell mit Gerüst

Presseinformation: „Sanierung zum Anfassen“ – Besichtigung am 26.9.24 in Windach

KLIMA³ lädt am 26. September zum Sanierungsrundgang mit Besichtigung beispielhafter Sanierungs-Lösungen in Windach ein

Für viele ältere Gebäude stellt sich die Frage, welche Sanierungsmaßnahmen sinnvoll sind und welche Heizung die richtige ist für das Gebäude. Die Energieagentur lädt interessierte Eigenheimbesitzer deshalb am 26. September ab 17 Uhr zu einem Sanierungsrundgang in Windach ein. Dabei werden Fragen zu Themen wie Heizungstausch, Gebäudedämmung, Fenstererneuerung, Sanierungsstrategien und Förderprogrammen beantwortet.

„Uns ist es wichtig, Hauseigentümerinnen und -eigentümer umfassend zu informieren, und das geht am besten anhand praktischer Umsetzungsbeispiele“, betont Josefine Anderer, Energiekoordinatorin bei KLIMA3.
Ein differenziertes Abwägen möglicher Sanierungsmaßnahmen und der richtigen Reihenfolge braucht Basiswissen, aber auch gute fachliche Begleitung. So ist es zum Beispiel wichtig zu wissen, dass der Dämmzustand eines Gebäudes die Entscheidung für die neue Heizung beeinflusst.

Der Rundgang findet im Rahmen der Bayerischen Energietage statt. Neben einer Vollsanierungsbaustelle werden auch eine Grundwasserwärmepumpe sowie ein saniertes altes Gebäude mit Sole-Wasser-Wärmepumpe, Solarthermie und PV besucht. Der Treffpunkt und der Ablauf werden nach der Anmeldung bekannt gegeben.