Presseinformation: Genug Potenzial, um Gauting mit erneuerbaren Energien zu versorgen

Gut 120 Interessierte bei Info-Abend zur Kommunalen Wärmeplanung

Wie kann Gauting in Zukunft klimaneutral mit Wärme versorgt werden? Antworten auf diese Frage soll die Kommunale Wärmeplanung liefern, die die Gemeindeverwaltung derzeit mit der Energieagentur KLIMA³ und dem Ingenieurbüro greenventory erarbeitet. Ziel der Wärmeplanung ist, einen Weg aufzuzeigen, wie der Wärmebedarf zukünftig mit erneuerbaren Energien klimaneutral gedeckt werden kann. Erste Ergebnisse wurden jetzt bei einer Informationsveranstaltung im Gautinger Rathaus vorgestellt.

Dass Handlungsbedarf besteht, hat die Bestandsanalyse gezeigt: Demnach wird aktuell 90 Prozent der Wärme in Gauting mit fossilen Energieträgern erzeugt. Erdgas ist dabei mit 62 Prozent der dominante Energieträger. 87 Prozent des gesamten Wärmebedarfs entfallen auf die Wohngebäude in der Gemeinde. Der Wohnsektor ist somit der Schlüssel für die Wärmewende in der Kommune.

In der Potenzialanalyse wurden das Potenzial von erneuerbaren Wärmequellen sowie Sanierungs- und Energieeinsparpotenziale ermittelt. Dabei wurde deutlich, dass in der Sanierung von Gebäuden großes Einsparpotenzial beim Wärmebedarf liegt. Dies trifft insbesondere auf die Gebäude aus den Baujahren 1949 bis 1978 zu, denn sie machen rund 50 Prozent des gesamten Gebäudebestands aus.
Die erhobenen Zahlen belegen, dass hohe technische Potenziale im Gemeindegebiet vorhanden sind. Diese reichen aus, um Gauting mit lokal vorhandenen erneuerbaren Energien zu versorgen. Ob in den einzelnen Gebieten Wärmenetze in Frage kommen oder dezentrale Lösungen umgesetzt werden müssen, wird über die Ermittlung der zukünftigen Wärmeversorgungsstruktur und durch die Einteilung in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete bestimmt.

Einige Siedlungsgebiete im Gemeindegebiet weisen zum Teil hohe Wärmedichten auf – also ein positives Verhältnis zwischen dem Gesamtwärmeverbrauch der Gebäude und der Fläche des Versorgungsgebiets. Diese Gebiete würden sich also für Wärmenetze grundsätzlich eignen. In einem nächsten Schritt werden diese Gebiete nun mit den vorhandenen Potenzialen kombiniert und es wird mit den relevanten Akteuren aus Politik, Verwaltung und möglichen Netzbetreibern über eine Eignung der Gebiete für Wärmenetze gesprochen.

Die Wärmeplanung sorgt für eine Verknüpfung der Aktivitäten der Privathaushalte (insbes. Heizungstausch und Sanierung) sowie der Städte und Gemeinden: Der Wärmeplan liefert Erkenntnisse, wie die zukünftige Wärmeversorgungsstruktur aussehen kann und welche klimaneutralen Energieträger die Basis darstellen. Die verschiedenen Bedarfe und Herausforderungen der Wärmewende im Gemeindegebiet werden betrachtet und im Wärmeplan vereint. Mit diesem Wissen können gezielt Beratungsangebote für Gebäudeeigentümer in Gebieten mit erhöhtem Sanierungsbedarf zur Verfügung gestellt werden.

Und wie geht es weiter? Voraussichtlich im Mai soll ein Wärmeplan-Entwurf vorliegen. Bürgerinnen und Bürger haben dann die Möglichkeit, den Entwurf einzusehen und Stellung zu beziehen. Im Sommer soll schließlich der finale Wärmeplan veröffentlicht werden.

Presseinformation: Energieberatung kompakt am 4. April im Stadtlabor

Individuelle Beratung zu Sanierung, Heizungstausch und Förderung

Wer sein Eigenheim sanieren oder die Heizung austauschen muss, hat oft viele Fragen. Die Energieagentur KLIMA³ bietet deshalb in Zusammenarbeit mit der Stadt Fürstenfeldbruck und der Verbraucherzentrale Bayern am 4. April von 14 bis 17 Uhr einen Beratungsnachmittag im Brucker Stadtlabor an. Hier bekommen Ratsuchende Informationen zu Sanierung und Heizungstausch, Planung und Vorbereitung sowie zu Förderprogrammen.

„Ich freue mich, wenn Hausbesitzer durch die Beratungsaktion gute Entscheidungen für ihr Eigenheim treffen können und ihr Sanierungs- oder Heizungstauschprojekt beherzt umsetzen“, sagt Oberbürgermeister Christian Götz.
Das Beratungsangebot im Stadtlabor ist kostenlos und offen für alle Interessierten. Eine Anmeldung nicht erforderlich.

Andreas Masch, Energieberater für die Verbraucherzentrale Bayern, Lucia Billeter von der Stadtverwaltung sowie Josefine Anderer von KLIMA3 stehen am Beratungsnachmittag für die Fragen der Besucher bereit.

Mehr Infos im Veranstaltungskalender

Ausbau von PV und Speicher im Jahr 2024

Die Zahlen zeigen es: Die Energiewende hat auch in den drei KLIMA³-Landkreisen einen Zahn zugelegt

Die Analyse des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur belegt in den letzten drei bis vier Jahren einen deutlichen Anstieg der installierten Photovoltaik-Leistung in den Landkreisen Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech..

Im Jahr 2024 waren es 19% und damit ähnliche Dimensionen wie in Bayern insgesamt (18%) und in Deutschland (19%). Damit konnte die Region den ordentliche Leistungs-Zubau von 15% im Jahr 2022 und 19% im Jahr 2023 im PV–Bereich aufrecht erhalten.

Zum 31.12.2024 waren damit über 670,1 MWp installiert oder umgerechnet 1,42 kWp pro Einwohner. Immerhin 3,46 MWp entfallen auf steckerfertige Anlagen, die einfach an Balkonen, auf Garagen- oder Hausdächern installiert wurden. Man kann davon ausgehen, dass hier nicht alle Anlagen registriert wurden und tatsächlich noch mehr Einwohner Strom aus Sonnenlicht für den Hausgebrauch produzieren.

Aufgeschlüsselt auf die einzelnen Landkreise betrug der Zubau 16% im Landkreis Fürstenfeldbruck, 20% im Landkreis Landsberg und 21% im Landkreis Starnberg.

Abweichung zwischen einzelnen Kommunen

Der Ausbau unterscheidet sich im Jahr 2024 stark in den einzelnen Kommunen. Die Inbetriebnahme von Freiflächenanlagen mit mehreren MW installierter Leistung wie z. B.  in Apfeldorf und Wörthsee heben den Wert für das Jahr 2024 stark an. Im Gegenzug weisen die Gemeinden, die schon in früheren Jahren einen deutlichen Zubau an installierter Leistung verzeichnen konnten wie beispielsweise Maisach oder Gilching, für das Jahr 2024 oft einen geringeren Prozentsatz auf.

Unterschiedliche Voraussetzungen

Zu berücksichtigen sind bei so einer Betrachtung auch die unterschiedlichen Voraussetzungen in den Gemeinden. Für kleine Gemeinden mit großen Siedlungsgebieten oder großen Landschaftsschutzgebieten ist die Realisierung von großen Freiflächenanlagen oft mit Hürden verbunden.

Über die drei Landkreise hinweg sind inzwischen über 93,8 MW Speicher installiert, das bedeutet einen Zubau von 44% im letzten Jahr. Weitere 10 MW sind für 2025 bereits im Marktstammdatenregister als „in Planung“ registriert.

Wenn Sie an einer Analyse der Situation in Ihrer Gemeinde interessiert sind, melden Sie sich gerne bei uns.

Quelle: Bundesnetzagentur: https://www.marktstammdatenregister.de/MaStR/ , letzter Datenabruf 17.02.2025

Presseinformation: Die Zukunft der Wärmeversorgung in Gauting

Informationsveranstaltung zur Kommunalen Wärmeplanung

Die Wärmewende ist einer der wichtigsten und zentralen Schritte auf dem Weg zur Klimaneutralität. Die Gemeinde Gauting hat sich frühzeitig auf den Weg gemacht und erarbeitet im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung ein Konzept, um die Wärmeversorgung im Gemeindegebiet nachhaltig und zukunftssicher zu gestalten. Die kommunale Wärmeplanung wird in Zusammenarbeit mit der regionalen Energieagentur KLIMA³ und dem Ingenieurbüro greenventory erstellt. Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist es, aufzuzeigen, wie eine klimaneutrale Wärmeversorgung erreicht werden kann. Dazu werden verschiedene Maßnahmen und Technologien zur Erzeugung, Verteilung und Nutzung von Wärme sowie Energieeffizienzpotenziale analysiert.

Ziele der Kommunalen Wärmeplanung

Am 26. März 2025 lädt die Gemeinde ab 19 Uhr alle Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung über die Wärmeplanung ins Rathaus Gauting ein. Die Energieagentur informiert an diesem Abend darüber, welche Ziele die Kommunale Wärmeplanung verfolgt und warum sie ein zentraler Baustein für den Klimaschutz der Gemeinde Gauting ist. Außerdem erfahren die Bürgerinnen und Bürger, was das Gebäudeenergiegesetz und die kommunale Wärmeplanung für sie bedeuten. Das Ingenieurbüro greenventory hat in einem ersten Schritt Analysen über den aktuellen Wärmebedarf und über die Potenziale zur Nutzung erneuerbarer Energien in der Gemeinde Gauting erstellt. Die Ergebnisse dieser Analysen werden im Rahmen des Informationsabends präsentiert. Im Anschluss werden die nächsten Phasen des Projekts vorgestellt und erläutert, wie Bürgerinnen und Bürger mitwirken können.

Individuelle Beratung an Thementischen im Anschluss an die Veranstaltung

Abschließend haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich an Infoständen zu den Themen Sanierung, Fördermöglichkeiten, Wärmepumpen und Geothermie individuell beraten zu lassen.

Die Veranstaltung bietet eine gute Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich über die anstehenden Veränderungen zu informieren. Die Erste Bürgermeisterin der Gemeinde, Dr. Brigitte Kössinger, hofft auf viele Interessierte an diesem Abend: „Ihre Meinung ist uns wichtig, denn nur gemeinsam können wir die Wärmeversorgung der Zukunft gestalten. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und einen lebendigen Austausch!“

 

 

Presseinformation: „Das ist wie in der Sauna hier“

Interaktive Klimakinder-Ausstellung bringt Kindern und Lehrkräften das Thema Klimawandel näher

Gespannt sitzen die 21 Kinder der Klasse 3d der Christian Morgenstern-Grundschule Herrsching in einem Zelt und beobachten, wie sich ihre Atemluft auf die Temperatur auswirkt. Schon nach kurzer Zeit wird den ersten Kindern warm; die CO2-Ampel im Zelt springt auf orange und dann auf rot. „Genau das passiert auf der Erde auch gerade“, erklärt ihre Klassenlehrerin Michaela Dimbath. „Es wird immer wärmer.“

Im Treibhauszelt können die Kinder erspüren, wie sich die Erderwärmung anfühlt.

Die Kinder sitzen im sogenannten Treibhauszelt, das die Erderwärmung erfahrbar macht: Durch den CO2-Gehalt in der Luft steigt die Temperatur. Das Zelt ist Teil der interaktiven Wanderausstellung „Klima Kinder – Coole Köpfe gegen heiße Erde“, die in dieser Woche an der Christian Morgenstern Grundschule ihren ersten Einsatz im Starnberger Landkreis hat.

Die Ausstellung soll Kinder und Lehrkräfte für den Klimaschutz begeistern und das Thema in den Schulalltag integrieren.  Dabei führen die Lehrkräfte die Kinder mithilfe eines Leitfadens eigenständig durch die Ausstellung. So können sie die Inhalte in ihren eigenen Unterricht einbinden und kreativ vertiefen.

An insgesamt 13 Stationen erleben, entdecken, experimentieren, spielen, ertasten und erfühlen die Kinder, welche Möglichkeiten sie haben, um die Erde und das Klima zu schützen. „Dass die Ausstellung nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern die Kinder auch emotional anspricht, ist ein großer Pluspunkt der Ausstellung“, betont Josefine Anderer, Bildungskoordinatorin bei der Energieagentur KLIMA³.

Auf altersgerechte und spielerische Weise beschäftigen sich die Kinder so mit Themen wie dem Treibhauseffekt, den Folgen des Klimawandels weltweit, der Bedeutung erneuerbarer Energien und der Rolle der Mobilität. Susanne Hänel, Fachbeauftragte Umwelt im Landkreis Starnberg, hat die Erfahrung gemacht, dass der Einstieg in das Thema Klimawandel über die Tierwelt gut funktioniert. Dazu sammeln sich die Kinder um einen Teppich, auf dem die Kontinente und Klimazonen aufgedruckt sind. Nun sollen sie die Tierfiguren aus Holz ihrem Lebensraum zuordnen. „Die meisten Kinder mögen Tiere. Wenn sie sehen, wie der Klimawandel den Lebensraum vieler Arten auf der Erde bedroht, berührt sie das oft und motiviert sie, etwas zu tun.“

Welche Tiere leben auf welchem Kontinent? Der Klimawandel bedroht auch den Lebensraum vieler Tiere.

Finanziert wurde die Ausstellung von den Landratsämtern Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg und Lech, dem Energiewendeverein Starnberg, der Bürgerstiftung für den Landkreis Fürstenfeldbruck sowie der Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg.

Ziel ist es, dass die Ausstellung möglichst durch alle Grundschulen in den Landkreisen Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech wandert. Die Koordination übernimmt die Energieagentur KLIMA³. Interessierte Schulen können die Ausstellung hier buchen.

Presseinformation: Pop up-Ausstellung mit Vorträgen und Beratung rund um die Wärmepumpe in Landsberg

Die Energieagentur KLIMA³ lädt in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Bayern, dem LENA e. V. und der Fachstelle Klimaschutz am Landratsamt Landsberg zu einer Ausstellung rund um die Wärmepumpe ins Sternrad Haus im Quartier am Papierbach ein. Mit der Pop up-Ausstellung, einem Vortrag und Beratungsangeboten können sich Eigenheimbesitzer vom 19. bis zum 22. Februar über die Voraussetzungen und den effizienten Einsatz der Wärmepumpe informieren. Die Wärmepumpe gilt als Heiztechnologie der Zukunft, da sie auch für die meisten Bestandsgebäude klimafreundlich Wärme liefert.

„Wir freuen uns, dass wir mit der Ausstellung ein unkompliziertes Informationsangebot in Landsberg bieten, bei dem sich Eigenheimbesitzer unabhängig beraten lassen können“, sagt KLIMA³-Geschäftsführer Andreas Weigand. Hausbesitzer brauchen „Orientierung und eine Klärungshilfe, was die nächsten Schritte auf dem Weg zur Wärmepumpe sind“, weiß LENA-Vorstand Martin Törpe, der zusammen mit seinem Teamkollegen Werner Lauer in der Ausstellung präsent ist und Beratung anbietet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos.

Die Öffnungszeiten:
19.2.2025: 17 Uhr Ausstellungseröffnung
19 Uhr Vortrag „Wie kommt die Wärmepumpe in mein Haus? Wie gelingt die effiziente Installation?“
20.2.2025: 14-17 Uhr Ausstellung mit Beratung
21.2.2025: 14-17 Uhr Ausstellung mit Beratung
22.2.2025: 14- 17 Uhr Ausstellung mit Beratung

Presseinformation: Zugesagte Fördermittel für Heizungstausch auch nach Neuwahlen gültig

Möglicher Regierungswechsel ohne Einfluss auf bereits zugesagte Mittel

Jüngste Wahlkampf-Äußerungen zum Gebäudeenergiegesetz (GEG) haben für Verunsicherung bei Verbraucherinnen und Verbrauchern gesorgt: Was passiert mit bereits zugesagten Fördermitteln für den Heizungstausch, wenn sich die Regierung ändert? Können noch Anträge gestellt werden? „Eigentümer können beruhigt sein“, sagt Sigrid Goldbrunner, Energieexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern. „Ein Regierungswechsel hätte keinen Einfluss auf bereits zugesagte Förderungen. Die dafür benötigten Bundesmittel sind bereits reserviert.“ Gelder können drei Jahre lang abgerufen werden

Wer sicher sein möchte, dass der eigene Heizungstausch gefördert wird, sollte dennoch möglichst bald einen Antrag einreichen. „Nach der Genehmigung haben Antragssteller zwei Jahre Zeit, die bewilligte Förderung abzurufen – oder darauf zu verzichten. Es besteht keinerlei Verpflichtung zum Abrufen der Mittel; man kann auch im Nachgang einfach auf die Förderung verzichten“, so Goldbrunner.
Bei Fragen zum Heizungstausch hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale Bayern. Termine können bei KLIMA³ unter der Telefonnummer 08193 31239-11 oder unter 0800 809 802 400 vereinbart werden. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Presseinformation: „Check dein Haus“-Aktion in Fürstenfeldbruck – Auftakt am 29. Januar 2025

Stadt Fürstenfeldbruck, Verbraucherzentrale Energieberatung und Energieagentur KLIMA³ starten Beratungsaktion mit Vor-Ort-Checks

Welche Heizungsalternative gibt es abseits der Fernwärme? Diese Frage stellt sich z. B. für die Fürstenfeldbrucker Stadtteile Aich, Puch, Lindach, Gelbenholzen sowie Teile der „alten“ Buchenau (der gesamte Bereich südlich der Bahnstrecke). Denn diese Quartiere können in den kommenden Jahren nicht an die Fernwärme der Stadtwerke angeschlossen werden.

Um Alternativen aufzuzeigen, starten die Stadt Fürstenfeldbruck, die Energieagentur KLIMA³ und die Energieberatung der Verbraucherzentrale Bayern im ersten Quartal 2025 eine Beratungsaktion mit Vor-Ort-Checks. Zum Auftakt findet am 29. Januar 2025 um 19 Uhr im Grünen Zentrum in Puch ein Informationsabend statt. Im Anschluss an die Veranstaltung können sich Interessierte direkt für eine Vor-Ort-Beratung anmelden.

Beim Vor-Ort-Termin erfahren die Eigentümerinnen und Eigentümer alles über die energetische Situation ihres Hauses oder ihrer Wohnung. Der Energieberater wirft einen Blick auf die Heizungsanlage sowie die Gebäudehülle des Wohnhauses. Der Haus-Check dauert rund ein bis zwei Stunden; im Anschluss gibt es einen schriftlichen Kurzbericht mit den Ergebnissen und Handlungsempfehlungen.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Regulär kostet die Beratung vor Ort einen Eigenanteil von 40 €. Diesen übernimmt die Stadt Fürstenfeldbruck im Rahmen der Kampagne für maximal 50 Beratungen in den oben genannten Ortsteilen.

Unabhängig von der Kampagne können sich Interessierte bei der Energieagentur über die verschiedenen Beratungsangebote der Verbraucherzentrale Energieberatung informieren: buero@klimahochdrei.bayern bzw. telefonisch unter 08193 31239-11.

Presseinformation: Große Nachfrage nach Haus-Checks in Germering, Berg, Hurlach und Igling

Vor-Ort-Energieberatungen schärfen den Blick für die energetische Situation der Eigenheime

Die KLIMA³ Energieagentur hat in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale und den Gemeinden Berg, Hurlach und Igling sowie der Stadt Germering zur großen „Check dein Haus“-Beratungsaktion eingeladen. Angesprochen waren alle privaten Haus- und Wohnungseigentümer im Gemeindegebiet.

Nach den Auftakt-Vorträgen in den einzelnen Kommunen haben sich insgesamt rund 110 Hausbesitzer für das anbieter- und produktneutrale Energieberatungsangebot bei sich zuhause angemeldet. Inzwischen sind die meisten der Vor-Ort-Beratungen abgeschlossen. Die Energieberater nahmen dabei nicht nur die Heizungsanlage unter die Lupe, sondern auch den Zustand der Gebäudehülle und die Option des Einbaus einer Wärmepumpe. Abschließend haben die Eigentümer einen schriftlichen Bericht mit Ergebnissen und Sanierungsempfehlungen erhalten, so dass sie nun an die Planung und Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen gehen können.

Germerings Oberbürgermeister Haas begrüßte das neutrale Beratungsangebot: „Wenn Eigentümer ihr Gebäude für die Zukunft energetisch fit machen, ist das die beste Vorsorge gegen Kostensteigerungen bei Öl und Gas“ sagt er zum offiziellen Abschluss der Kampagne. Dem stimmten auch Hurlachs Bürgermeister Andreas Glatz und Bergs Bürgermeister Rupert Steigenberger zu: „Es ist wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger einen Plan für Sanierung und Heizungstausch ihrer Eigenheime entwickeln.“

Iglings Bürgermeister Günter Först wünscht sich, „dass Hauseigentümer die energetische Sanierung und die Heizungserneuerung nicht auf die lange Bank schieben, auch wenn die Gemeinde bereits mehrere Wärmenetze betreibt bzw. deren Ausbau plant,“ sagte Först.

Einer der Teilnehmer betrachtet sein Haus nach der Vor-Ort-Beratung nun mit einem anderen Blick: „Der Gebäudecheck hat mir die Augen geöffnet und mich darin bestätigt, dass ich meine Ölheizung zeitnah durch eine Wärmepumpe ersetzten werde. Die Beratung hat mir außerdem aufgezeigt, welche weiteren Maßnahmen über den Heizungstausch hinaus sinnvoll sind.“

Die Gemeinden bzw. die Stadt haben im Rahmen der Kampagne die Eigenanteile in Höhe von 30 € für die Eigenheimbesitzer übernommen.

Auch nach Ende der Beratungsaktion sind weiterhin Vor-Ort-Beratungen möglich. Ab dem 1. Januar 2025 erhöht sich der Eigenanteil auf 40 €. Interessierte können sich bei der KLIMA³ Energieagentur unter der Telefonnummer 08193-31 23 911 oder am Landratsamt unter der Telefonnummer 08151-148-77442 bzw. per E-Mail an buero@klimahochdrei.bayern über die verschiedenen Beratungsangebote der Verbraucherzentrale Energieberatung informieren und einen Termin vereinbaren.

 

 

Presseinformation: Gemeinde Gauting startet Kommunale Wärmeplanung

Wie heizt Gauting in Zukunft?

Die Gemeinde Gauting hat die Klima- und Energieagentur KLIMA³ gemeinsam mit dem Ingenieurbüro greenventory GmbH mit der Erstellung der kommunalen Wärmeplanung beauftragt. Vor kurzem fand der offizielle Startschuss mit der Gemeinde statt. Gemeinsam mit Gautings Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger sowie den beteiligten Abteilungsleitungen der Verwaltung wurde der Ablauf der Wärmeplanung besprochen und Erwartungen sowie Herausforderungen thematisiert.

Die kommunale Wärmeplanung soll auf lokaler Ebene Lösungen und Maßnahmen entwickeln, wie die Wärmeversorgungsinfrastruktur der Gemeinde Gauting bis 2040 klimaneutral umgestellt werden kann. So werden im Zuge der kommunalen Wärmeplanung eine Wärmewendestrategie für das gesamte Gemeindegebiet erstellt sowie geeignete Maßnahmen definiert. Diese Erkenntnisse sind nicht nur für die Gemeinde Gauting wertvoll, sondern auch für Netzbetreiber und Energieversorger des Gemeindegebiets zur Anpassung der Energie- und Versorgungsinfrastruktur. Eigen­tümerinnen und Eigentümer von Gebäuden erhalten eine Orientierungshilfe für den Einbau nachhaltiger Heizungsanlagen. Dem geplanten Tiefengeothermie-Projekt wird bei der kommunalen Wärmeplanung ein hoher Stellenwert eingeräumt.

Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger unterstreicht die Bedeutung der kommunalen Wärmeplanung für Gauting: „Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen unserer Gemeinde benötigen möglichst viel Planungssicherheit. Wir hoffen, dass uns der Wärmeplan dabei helfen kann. Ziel der Planung ist es, den für Gauting besten und kosteneffizientesten Weg zu einer klimafreundlichen und fortschrittlichen Wärmeversorgung zu ermitteln.“

Aktuell wird die Bestandsanalyse erstellt, d. h. eine umfassende Erhebung der aktuellen Situation der Wärmeversorgung der Gemeinde Gauting einschließlich der vorhandenen Erzeu­gungs- und Verteilnetzinfrastruktur, der Abwärme­quellen und des Wärmebedarfs oder -verbrauchs. Die Bestandsanalyse legt den Grundstein für eine erfolgreiche Wärmewendestrategie.

Ziel ist es, die kommunale Wärmeplanung bis Mitte 2025 zu erarbeiten. Für das Gelingen des Projektes ist die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Politik, der Industrie, Gewerbe­treibenden, Handels- und Dienstleistungsunternehmen, der Wohnungswirtschaft und Landwirtschaft sowie weiterer Institutionen, Behörden und Träger öffentlicher Belange entscheidend. „Wir laden daher im Projektverlauf zum konstruktiven Austausch über das zukünftige Wärmeversorgung ein“, betont Tim Hennig, Projektleiter der Energieagentur KLIMA³. Über den genauen Zeitpunkt und Ablauf der einzelnen Infor­mationsveranstaltungen wird die Gemeinde Gauting mit der Energieagentur KLIMA³ rechtzeitig informieren.

Bildunterschrift: Bringen gemeinsam die Kommunale Wärmeplanung in Gauting auf den Weg (v.l.): Leiter Bereich Bauverwaltung Rainer Härta, Erste Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger, Umweltmanagerin Katja Bedenik Schwarzer, KLIMA³-Geschäftsführer Andreas Weigand, KLIMA³-Projektleiter Tim Hennig und Leiterin Bereich Hochbau Christine Ait