Das Team der KLIMA3 Klima- und Energieagentur der Landkreise Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech

Presseinformation: KLIMA³ mit neuem Team und neuer Homepage

Neues Team, neue Homepage, neue Herausforderungen 

 KLIMA³ Energieagentur blickt zurück auf ein Jahr Arbeit und voraus ins neue Jahr 

Zum Jahresende freut sich die KLIMA³ Energieagentur nicht nur über eine neue Homepage, sondern vor allem darüber, dass das Team mit den beiden neu eingestellten Referenten Kommunale Wärme- und Energiewende nun – vorerst – komplett ist.  

Nach der Gründung im September 2022 durch die Landkreise Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech, der Personalsuche und der organisatorischen Aufbauarbeit war der Tag der offenen Tür im Juni 2023 der Startschuss für die Energieagentur. 

Neben der Beratung für Privathaushalte ist die Agentur auch für die Kommunen in den drei Landkreisen Ansprechpartner für alle Fragen rund um Energiewende und Wärmeplanung. Im Herbst hat die Energieagentur eine Vortragsreihe zur Zukunft der Wärmeversorgung organisiert: Bei den bislang 19 Abendveranstaltungen haben sich rund 1200 Teilnehmende über Wärmepumpe, Sanierung und Wärmenetze informiert. Mehr als 25 Referierende aus zehn Unternehmen und Vereinen haben an der Vortragsreihe mitgewirkt, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister waren für ein Grußwort vor Ort und haben Fragen zu den Plänen ihrer Gemeinde beantwortet. 

„Hinter uns liegt ein aufregendes Jahr! Herausfordernd waren die vielen verschiedenen fachlichen Themen und parallel der Aufbau des Unternehmens, insbesondere des Teams“, resümiert der KLIMA³-Geschäftsführer Andreas Weigand. „Ich freue mich, dass wir mit motivierten, tollen Menschen in das Jahr 2024 starten können!“ 

Im kommenden Jahr plant die Energieagentur u.a. eine Kampagne zu klimafreundlichen Heizungslösungen für Mehrparteienhäuser. 

 

Presseinformation: Richtig heizen und dabei Geld sparen

Mit der richtigen Einstellung der Heizung und einfachen Maßnahmen können Verbraucherinnen und Verbraucher Energie und Geld sparen und gleichzeitig das Klima schonen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Bayern gibt hilfreiche Tipps.

Auch wenn Heizen in diesem Jahr voraussichtlich günstiger wird als 2022 – das Erwärmen von Räumen verschlingt in Privathaushalten rund 70 Prozent der Gesamtenergiekosten. Daher machen sich schon kleine Sparkniffe schnell im Geldbeutel bemerkbar.

Die optimale Raumtemperatur
Jedes Grad Raumtemperatur weniger spart bis zu sechs Prozent Energie. Angenehm warm sollte es dennoch bleiben. Im Wohnzimmer rät die Energieberatung der Verbraucherzentrale Bayern daher zu 20 Grad. Im Schlafzimmer reichen oft 18 Grad, in weniger genutzten Räumen sogar 16 Grad. Auch nachts und wenn niemand zu Hause ist, kann die Temperatur gesenkt werden. Kälter als 16 Grad sollte es jedoch nicht werden, da sonst Schimmel droht und das Aufheizen der Räume viel Energie verbraucht. Ein programmierbarer Thermostat hilft beim Einstellen von Zeit und Temperatur.

Richtig lüften hilft beim Sparen
Die wichtigste Regel beim Lüften in der Heizperiode lautet: Mehrfach täglich stoßlüften statt Fenster dauerhaft kippen. Fenster sollten komplett für wenige Minuten, möglichst mit Durchzug, geöffnet werden. Dies sorgt für einen schnellen Luftaustausch, ohne dass die Wände auskühlen.

Keine Möbel und Vorhänge vor dem Heizkörper
Heizkörper sollten nicht durch Verkleidungen, Möbel oder Vorhänge abgedeckt werden. Nur so ist die Leistung der Heizung voll nutzbar und die Thermostate funktionieren optimal. Da auch Staub die Wärmeabgabe mindern kann, sollten die Heizkörper regelmäßig entstaubt werden.
Auch Luft im Heizsystem sorgt für einen erhöhten Energieverbrauch. Um Heizkörper zu entlüften, wird das Entlüftungsventil mit einem speziellen Schlüssel geöffnet, so dass die eingeschlossene Luft entweichen kann. Sobald nur noch heißes Wasser austritt, sollte das Ventil wieder fest verschlossen werden. Bei Häusern oder Wohnungen mit mehreren Etagen sollten zunächst die Heizkörper in den unteren und zum Schluss die in den obersten Etagen entlüftet werden.

Fenster und Außentüren abdichten
Undichte Fenster und Außentüren sorgen nicht nur für unangenehme Zugluft; durch sie heizen Verbraucherinnen und Verbraucher sprichwörtlich zum Fenster hinaus. Ob eine Erneuerung der Dichtung oder ein Nachjustieren nötig ist, lässt sich mit einem Blatt Papier testen: Dieses klemmt man zwischen Fensterrahmen und -flügel. Lässt es sich bei geschlossenem Fenster nicht herausziehen, ist das Fenster an dieser Stelle dicht.

Bei Fragen zum Thema Heizen hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale Bayern. Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt.
Einmal monatlich findet eine Energieberatung bei der KLIMA³ Energieagentur in Türkenfeld in Kooperation mit der Verbraucherzentrale statt. Weitere Standorte sind Germering, Gröbenzell, Kaufering, Landsberg am Lech und Starnberg. Terminvereinbarungen sind möglich unter 08193 31239-11 oder unter 0800-809 802 400. Die Energie-Fachleute beraten anbieterunabhängig und individuell. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter www.klimahochdrei.bayern.

 

Presseinformation: Wärmepumpe oder Wärmenetz? – Vortragsreihe „gemeinsam. Wärme. planen“ zu Gast in Olching

Sie haben in Olching über die Zukunft der Wärmeversorgung informiert: KLIMA³- Projektmanagerin Marie Hüneke (2.v.l.) mit Energieberater Alexander Waltner (l.), Fridolin Felsche von den Stadtwerken Olching (2.v.r.) und Olchings 1. Bürgermeister Andreas Magg (r.). „Olching ist gut aufgestellt. Mehr als 2000 Haushalte werden bereits über das Wärmenetz der Stadtwerke versorgt“, betonte Andreas Magg in seinem Grußwort. Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen gelten und welche verschiedenen Möglichkeiten Bürgerinnen und Bürger im Hinblick auf ihre Heizung haben, waren ebenso Themen des Vortrags wie entsprechende Fördermöglichkeiten und Tipps zur Gebäudesanierung.

Die nächsten Vortragstermine sind am 30. November in Mammendorf (Bürgerhaus), am 7. Dezember in Emmering (Bürgerhaus), am 30. Januar 2024 in Alling (Bürgerhaus) sowie am 1. Februar 2024 in Puchheim (PUC). Beginn ist jeweils um 19 Uhr.
Weitere Informationen unter www.klimahochdrei.bayern.

Presseinformation: Mit gutem Gefühl Sanierung und Heizungstausch anpacken

Große Nachfrage beim Vortrag zur Wärmewende in Pöcking

„Man will doch bei der Planung des Heizungstausches ein gutes Gefühl haben, dass die Wärmepumpenlösung mit eigener PV-Anlage für das nicht mehr ganz junge Eigenheim passt“, formuliert eine Besucherin beim Pöckinger Wärmevortrag ihr Anliegen. Nach vier Kurzvorträgen bekommt sie am Thementisch „Heizungstausch“ bei Josefine Anderer in der Einzelberatung diese Gewissheit.

Mit der Vortragsreihe „Gemeinsam. Wärme. planen“, die die KLIMA3 Energieagentur in Kooperation mit dem Landratsamt und den Gemeinden veranstaltet, sollen Privathaushalte, Unternehmen und Kommunen zum Umbau der Wärmeversorgung motiviert werden.
Dabei geht es den Referenten auch darum, den Menschen die Verunsicherung zu nehmen, die durch die Diskussion über das sogenannte Heizungsgesetz aufgekommen war. Bei der nun dritten Informationsveranstaltung im Pöckinger beccult, die insbesondere für Pöcking, Feldafing und Tutzing angeboten worden war, nutzten die knapp 80 Interessierten nach den Fachvorträgen die Gelegenheit zur Einzelberatung bei den Experten.

Bürgermeister Rainer Schnitzler skizzierte die begrenzten Möglichkeiten, die die Gemeinde für die Ausweisung von Wärmenetzen sieht. Klimaschutzmanagerin Josefine Anderer erläuterte die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Sie betonte, auch wenn Wärmenetze, dezentrale Heizungsanlagen und Geothermie an Bedeutung gewännen, müssten die meisten Hausbesitzer weiterhin nach individuellen Lösungen suchen. Eine gute Nachricht aber sei, dass durch die Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes auch bei der Förderung im nächsten Jahr ein neues Kapitel aufgeschlagen wird, damit eine zügige Abkehr von Gas und Öl eingeleitet wird.
Während Thomas Bugert von der Verbraucherzentrale Energieberatung die Sanierung der Gebäudehülle und Optionen für den Heizungstausch skizzierte, gab Herbert Schwarz, Energieexperte am Landratsamt, einen Einblick in die aktuell noch unter Vorbehalt stehenden Rahmenbedingungen der Bundesförderung für Effiziente Gebäude ab 2024. Bis zu 75% Förderung sind dabei in bestimmten Fällen möglich.

Fit für die Wärmepumpe?
Einig waren sich alle Referenten, dass vor dem Heizungstausch immer eine Ertüchtigung der Gebäudehülle stattfinden sollte. Durch eine Fassadendämmung, neue Fenster und Dämmmaßnahmen am Dach ließe sich der Energiebedarf um mehr als 50% reduzieren. Damit wären auch ältere Gebäude fit für die Wärmepumpe. Am besten könne man sich mit dem sogenannten Individuellen Sanierungsfahrplan eine solide Grundlage für die Umsetzung von verschiedenen Maßnahmen erstellen lassen. Aber auch die niederschwelligen Beratungsangebote der Verbraucherzentrale sind hilfreich, einen Gesamtblick auf das Eigenheim zu bekommen und mit einfachen Maßnahmen Energie einzusparen. Es gibt keinen Grund, in Panik zu geraten, „aber machen Sie sich auf die Socken und seien Sie anspruchsvoll“, lautete der abschließende Appell der Referenten an die Anwesenden, sich für optimale Sanierungs- und Heizungslösungen einzusetzen.
Die nächsten Infoveranstaltungen finden jeweils um 19 Uhr am 16. November in Gauting im Rathaus (für Gauting und Krailling) sowie am 23.11.2023 in Weßling im Pfarrstadl (für Seefeld, Weßling und Wörthsee) statt. Weitere Termine folgen im Januar 2024. Details dazu sind unter www.klimahochdrei.bayern/veranstaltungen zu finden.

 

Presseinformation: 70 Bürgermeister und kommunale Vertreter informieren sich über Kommunale Wärmeplanung

„Gemeinsam für die Wärmewende“

KLIMA³, die Energieagentur der Landkreise Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech, hat zum Fachgespräch Kommunale Wärmeplanung ins Gilchinger Rathaus eingeladen. Rund 70 kommunale Vertreterinnen und Vertreter aus allen drei Landkreisen sind gekommen, um sich mit dem Thema Wärmeversorgung der Zukunft auseinanderzusetzen.

Nachdem das Gesetz für eine flächendeckende kommunale Wärmeplanung beschlossen ist, sind alle Städte und Kommunen verpflichtet, bis spätestens 2028 Wärmepläne zu erstellen. Kleinere Gemeinden können ein vereinfachtes Wärmeplanungsverfahren durchführen. Die Wärmeplanung soll zeigen, ob es vor Ort eine klimafreundliche Fernwärmeversorgung gibt oder geben wird, an die ein Gebäude angeschlossen werden kann. So soll flächendeckend Planungs- und Investitionssicherheit geschaffen werden. Das Ziel: Bis 2040 soll Bayern klimaneutral sein (Bayerisches Klimaschutzgesetz).

Sophia Kraft, Analystin von der Europäischen Energiebörse EEX, betonte in ihrem Einführungsvortrag die Dringlichkeit, angesichts der Klimakrise zu handeln und verwies auf den seit Jahren steigenden Anteil der erneuerbaren Energien: „Erneuerbare sind das ‚Neue Normal‘.“ Der Umstieg auf erneuerbare Energien sei aus zwei Gründen nötig, „aus ökonomischen Gründen und weil wir die ökologische Verantwortung tragen.“ In der Wärmeplanung sieht Kraft auch eine Chance für die Kommunen, nicht nur klimaneutral, sondern auch krisenfest und wettbewerbsfähig zu werden.

Stefan Graf, Direktor des Bayerischen Gemeindetags, erklärte, die Kommunen müssten entscheiden, welche Gebiete zentralversorgt werden, z.B. durch Wärmenetze, und in welchen Gebieten dezentrale Heizungslösungen nötig sind. „Das ist der entscheidende Kern der kommunalen Wärmeplanung.“ In den Energieagenturen sieht er gerade für kleinere Kommunen eine gute Unterstützungsmöglichkeit bei der Wärmeplanung.

Anna Gruber von der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V. stellte gleich zu Beginn ihres Vortrags klar: „Wir müssen massiv Tempo aufnehmen, um das Ziel Klimaneutralität zu erreichen.“ Eine entscheidende Rolle spiele dabei die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden. Bei der Wahl der Energiequelle sollte der Nutzungsgrad ausschlaggebend sein: „Effizienz ist das Gebot der Stunde“, betonte Gruber.

Die KLIMA³-Referentin Marie Hüneke gab einen Einblick in innovative Wärmenetzlösungen, von Großflächen-Solarthermie über Tiefengeothermie und Wärme aus Gewässern bis hin zu Großwärmepumpen, die sie als „Technologie der Zukunft“ bezeichnete.

Wie Kommunen sich die Planungshoheit sichern, erklärte Gunnar Braun vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU). Er plädierte für eine „kluge kommunale Planung“, die die Vielfalt lokaler Ressourcen, den Klimawandel und seine Folgen, die Eigenverantwortung der Bevölkerung und kommunale Unternehmen einschließt. So könne die kommunale Planungssicherheit vor Ort bewahrt werden.

Zum Abschluss des Fachgesprächs nutzten viele Teilnehmende die Möglichkeit, die Heizzentrale des Wärmenetzes der Gemeinde Gilching zu besichtigen.

 

 

Presseinformation: Bürgermeister beraten über Windkraftplanungen

Windenergie – gemeindeübergreifend gedacht

 Bürgermeister in und um Moorenweis beraten über aktuelle Windkraftplanungen

Ohne Wind und Photovoltaik wird die künftige Stromversorgung nicht möglich sein. Deshalb hat die Bundesregierung in verschiedenen Gesetzesinitiativen die Grundlage für einen beschleunigten Ausbau der Windkraft gelegt. Unter anderem muss der Freistaat Bayern bis 2027 1,1 % und bis 2023 1,8 % seiner Fläche für die Nutzung von Windkraft ausweisen.

Am 20.09.2023 hat der Moorenweiser Bürgermeister Josef Schäffler seine Kollegen aus den angrenzenden Gemeinden ins Rathaus geladen, um über den aktuellen Stand der Planungen in den einzelnen Orten zu sprechen. „Mir ist es ein Anliegen, dass nicht jeder seine eigene Planung macht, sondern wir uns abstimmen und so eine optimale Lösung für alle Beteiligten finden können“, betonte Schäffler. In diesem gemeinde- und sogar landkreisübergreifenden Treffen wurde schnell klar, dass alle Rathäuser bereits Anfragen von Projektentwicklern bekommen haben oder bereits Flächen in der Ausschreibung sind.

Neben allen Initiativen vor Ort blicken die Bürgermeister auf die Aktivitäten des Regionalen Planungsverbands, der Anfang dieser Woche die Fortschreibung des Regionalplans beschlossen hat. Derzeit wird eine sogenannte Suchraumkulisse angefertigt, die Vorranggebiete für Windkraft festlegt.

Andreas Weigand, Geschäftsführer der Energieagentur KLIMA³ der Landkreise Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech, begrüßt die Initiative aus Moorenweis: „Es ist wichtig, die Projekte möglichst gemeinsam zu denken. Wie wirken sich diese auf die Ziele der Landkreise aus und was bedeutet das für die Stromnetze? Wo müssen vielleicht Leitungen ertüchtigt und Umspannwerke gebaut werden?“, so Weigand.

Sorgen bereiten allen Beteiligten die Einschränkungen durch die Mindestflughöhen, die durch die Bundeswehr vorgegeben werden. „Durch die Topographie des Geländes bei uns in der Region werden Grenzwerte in der Bauhöhe erreicht. Das führt entweder zu kleinen Anlagen – mit entsprechend verminderter Wirtschaftlichkeit – oder dazu, dass die Anlagen gar nicht gebaut werden können“, erläutert Markus Kennerknecht, Grafraths Bürgermeister und Vertreter des Landkreises im Regionalen Planungsverband.

Kottgeiserings Bürgermeister Andreas Folger ist dennoch optimistisch: „Auch wenn es noch viele technische und genehmigungsrechtliche Hürden gibt, sind dennoch alle Kollegen dabei, die Energiewende für ihre Gemeinden zu gestalten!“

Presseinformation: Solarenergie spielerisch erleben

Presseinformation
08.09.2023

Solarenergie spielerisch erleben

KLIMA³ Energieagentur lädt im Rahmen des Kinderferienprogramms auf eine „Solarbaustelle“ ein

15 Kinder erlebten einen Vormittag lang ein buntes Programm rund um Klimaschutz, Windkraft und Solarenergie. An vier verschiedenen Stationen konnten sich die Mädchen und Jungen kreativ und spielerisch mit Elektrizität und Solarenergie auseinandersetzen: Sie bauten Solarhäuser und Windräder, setzten eine solarbetriebene Eisenbahn in Gang, experimentierten mit Bauteilen und Solarmodulen und gestalteten eine Energielandschaft auf der Terrasse der Klima- und Energieagentur.

Insbesondere die Modelleisenbahn begeisterte die Kinder: „Das Bauen der Eisenbahn hat mir am meisten Spaß gemacht“, erzählt die zehnjährige Valerie. Neben dem Spaß am Tüfteln und Experimentieren konnten die Kinder auch ihr Wissen erweitern. „Ich habe heute gelernt, dass man auch Strom mit der Sonne machen kann“, sagte die neunjährige Isabella. Andere hatten sich schon in der Schule mit Strom befasst, wie der zehnjährige Tim: „Wir hatten das Thema schon im Heimat- und Sachunterricht.“

Zum Abschluss des Vormittags schaute sogar Türkenfelds Bürgermeister Emanuel Staffler vorbei und berichtete den Kindern über die verschiedenen Klimaschutzaktivitäten der Gemeinde. „Es freut mich, dass ihr Spaß hattet und etwas gelernt habt über Klimaschutz und Solarenergie“, sagte Staffler zum Abschied.

KLIMA³-Geschäftsführer Andreas Weigand freute sich über das Interesse der Kinder an Energiethemen und den technischen Basteleien. „Mir ist es wichtig, dass Kinder an einer guten Energie-Zukunft mitbauen und mitwirken können.“

Frau in Heizungskeller mit Rohren und Pumpen

Presseinformation: Wärmepumpe im Altbau

Wärmepumpe im Altbau: Zwei Mythen im Check

Wärmepumpen gelten als die Heiztechnik der Zukunft. Doch besonders über ihre Verwendung in Altbauten wird aktuell viel diskutiert. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Bayern hat zwei Mythen genauer unter die Lupe genommen. Die Experten erklären, warum eine Wärmepumpe auch ohne Fußbodenheizung funktionieren und sich auch im Altbau rechnen kann.

Mythos 1: Wärmepumpen funktionieren nur mit einer Fußbodenheizung

Immer wieder ist zu hören, dass Wärmepumpen nur in Kombination mit einer Fußbodenheizung gut funktionierten. Denn als Niedrigtemperaturheizung mit einer geringen Vorlauftemperatur benötige die Wärmepumpe größere Heizflächen. Doch Tatsache ist: Eine Fußbodenheizung ist nicht zwingend notwendig. „Vorhandene Heizkörper in Altbauten sind überraschend oft überdimensioniert“, erklärt die Energieberatung der Verbraucherzentrale Bayern. „Einige Gebäude wurden nachträglich mit Dämmung und neuen Fenstern versehen. Daher kommen die Heizflächen oft mit geringeren Vorlauftemperaturen aus,“ so die Verbraucherzentrale Bayern. Häufig ist daher nur der Austausch einzelner Heizkörper nötig.

Mythos 2: Eine Wärmepumpe ist immer teurer als eine fossile Heizung

Bei der Entscheidung für eine neue Heiztechnik spielen die Kosten eine wichtige Rolle. Der Preis für eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus liegt inklusive Installation aktuell zwischen 20.000 und 50.000 Euro. Das ist deutlich mehr als für fossile Alternativen, die aktuell noch eingebaut werden dürfen. Die staatliche Förderung von bis zu 40 Prozent reduziert die Investitionskosten für eine Wärmepumpe jedoch enorm.

Eigentümer sollten bei der Entscheidung für eine neue Heizung auch die Betriebskosten der nächsten 15 Jahre bedenken. Die Kosten für die gesamte Lebensdauer der Heizung können zwar nicht exakt prognostiziert werden. „Klar ist aber: Fossile Energien werden teurer, insbesondere durch die beschlossenen Steigerungen der CO2-Abgabe. Der Strompreis hingegen wird vermutlich durch mehr Wind- und Solarstrom eher sinken – erst recht, wenn man Strom mit einer Photovoltaikanlage selbst erzeugt“, ist Andreas Weigand, KLIMA³-Geschäftsführer, überzeugt.

Zudem ist der Umstieg auf Wärmepumpen ein wichtiger Baustein der angestrebten Wärmewende und wird daher auch staatlich gefördert mit bis zu 40 % der Kosten.

Fragen zu Wärmepumpen und anderen Heiztechniken beantwortet die KLIMA³-Energieagentur in Zusammenarbeit mit der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Persönliche Sprechstunden gibt es in Germering, Gröbenzell, Türkenfeld und Landsberg. Terminvereinbarungen sind möglich unter der Telefonnummer 08193 31239-11.

Presseinformation: Sanierung zum Anfassen

Presseinformation 24.07.2023

Freude über jeden Meter Baufortschritt

Volkshochschule und KLIMA³ Energieagentur laden im Rahmen der Bayerischen Energietage zur Besichtigung einer Bauernhof-Sanierung in Türkenfeld ein

Wer über eine Sanierung des Eigenheims nachdenkt, hat oft viele Fragen: Womit anfangen? Welche Maßnahmen sind notwendig und sinnvoll? Und wie lange dauert das alles? Rund 20 sanierungsinteressierte Hausbesitzerinnen und -besitzer konnten in der vergangenen Woche einen Einblick bekommen, wie die Vollsanierung eines alten Bauernhofs vonstattengeht.

Vor drei Jahren hatte das Bauherrenehepaar eine Hälfte des Gehöfts erworben, das die Ortsmitte von Türkenfeld prägt. Das Bauernhaus war im Jahr 1859 erbaut und 1893 erweitert worden. In den 1960er Jahren erfolgte eine Renovierung. Inzwischen war die Hofstelle wieder sehr renovierungsbedürftig, aber der Charme von rustikalen Balken und alten Ziegeln hatte das Ehepaar schnell in den Bann gezogen, erzählten sie bei der Besichtigung.

Eine umfassende Energieberatung lieferte die Basis für die grundlegende Sanierung, die durchaus als ehrgeizig und aufwändig bezeichnet werden kann. Die Renovierungsmaßnahmen schaffen aus dem ehemaligen Kuhstall und Heustock großzügig Raum fürs Wohnen und Hobby; eine Wohneinheit soll künftig vermietet werden.

Dabei legen die Bauherren gerne selbst Hand an: „Was wir können, machen wir gerne selbst und freuen uns über jeden Baufortschritt“. Neugier und die Lust am Do-it-Yourself waren für die Anwesenden greifbar: Trotz viel Staub und Schweiß und so mancher Überraschung haben die beiden Bauherren den Spaß nicht verloren.

Dass die Vollsanierung des Bauernhofs etwas Besonderes ist, bestätigte auch der anwesende Bauleiter der Zimmerei: Für ihn sei es eine Ehre, an solch einem Objekt Hand anlegen zu dürfen. Ein Teilnehmer lobte das Engagement der Bauherren: Die Baustelle sei ein Paradebeispiel für energetische Sanierung im ländlichen Bereich, da alte Bauernhöfe sonst oft einfach abgerissen oder ungenutzt leer stehen würden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten viele Fragen mitgebracht, so z. B. zur geplanten Sole-Wasser-Wärmepumpe, Fenster in der Dämmflucht, Feuchtigkeitssperre im Gemäuer, Qualität von Holzweichfaser-Dämmstoffen und vieles mehr. Die Moderatorin von KLIMA³, Josefine Anderer, gab den Anwesenden den Tipp mit auf den Weg, bei der Sanierung auch die Aspekte sommerlicher Hitzeschutz, Wohnraumschaffung und altersgerechter Umbau mit zu berücksichtigen.

Privathaushalte, aber auch Kommunen und Unternehmen können sich für eine Beratung zu den Themen Energiesparen und Klimaschutz an die Klima- und Energieagentur KLIMA³ wenden unter der Telefonnummer 08193 31239-13 oder an die Verbraucherzentrale unter 0800 809 802 400 (kostenfrei). Viele Vorträge und Online-Angebote sind unter Veranstaltungen zu finden.

Presseinformation: Aktionstag für den Klimaschutz lockt viele Besucher und Lokalpolitiker nach Türkenfeld

Presseinformation 20.06.2023

Die KLIMA3 – Energieagentur lädt zum Tag der offenen Tür mit Vorträgen, Beratung, Radl-Werkstatt und buntem Rahmenprogramm

Gemeinsam mit den Energiewendevereinen, den Klimaschutzstellen der Landratsämter, dem ADFC und weiteren Akteuren wurde der Türkenfelder Dorfplatz am Sonntag zum Klimaschutz-Aktionsplatz: Neben verschiedenen Beratungsangeboten von Verbraucherzentrale und den Energievereinen waren fleißige Schrauber der Radl-Werkstatt Planegg vor Ort, um defekte Räder wieder fit zu machen. Mit dem „Smoothie-Bike“ der Sonnensegler-Energiegenossenschaft und einem Vitamin-Bike der AOK konnten Besucher durch kräftiges Treten in die Pedale besondere Drinks mixen.

Großer Andrang herrschte bei den verschiedenen Fachvorträgen. „Die Themen Heizungstausch und kommunale Wärmeplanung waren heute besonders gefragt“, stellte KLIMA3- Geschäftsführer Andreas Weigand fest. “Das zeigt uns, dass die Menschen Interesse an den Themen und Beratungsbedarf haben – genau dafür sind wir da.“

Weigand freute sich auch über das große Interesse aus der Lokalpolitik: „Dass heute so viele Gemeindevertreter, Landtags- und sogar eine Bundestagsabgeordnete da waren, zeigt, dass unsere Angebote einen Nerv treffen.“

Zur Begrüßung sagte Fürstenfeldbrucks Landrat Thomas Karmasin mit Blick auf den Standort der Agentur in Türkenfeld: „Die KLIMA3-Energieagentur passt hervorragend ins Drei-Landkreis-Eck!“ Sein Starnberger Kollege Stefan Frey erhofft sich von der neuen Klimaagentur für die drei Landkreise wichtige Impulse für eine fach- und sachgerechte Beratung der Bürger und Kommunen. „Sie soll in der Praxis sichtbar machen, warum es sich auch wirtschaftlich lohnt, an der Umsetzung der Energiewende mitzuwirken.“

 

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