Haus mit Energiespar-Tabelle

Presseinformation: Gemeinde Krailling startet Energiecoaching mit KLIMA³

Krailling erhält Förderzusage der Regierung von Oberbayern

Die Gemeinde Krailling wurde als eine von zehn Kommunen in Oberbayern für das Programm Energiecoaching Plus ausgewählt. Das Angebot speziell für kleine und mittlere Kommunen bietet eine intensive, projektbezogene Beratung und Unterstützung im Rahmen der Umsetzung der Energiewende vor Ort. Die Kosten von maximal 12.500 Euro für das Energiecoaching werden vollständig vom Freistaat Bayern getragen.

Die Beratung erfolgt durch einen von der Regierung bestimmten Energiecoach und kann, je nach regionalem Bedarf, unterschiedliche Schwerpunkte abdecken, z. B. Einführung eines kommunalen Energiemanagements, Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für ein bestimmtes Projekt oder die energetische Optimierung von Bestandsgebäuden.
Kraillings Bürgermeister Rudolph Haux hat einiges vor. „Im Rahmen des Programms möchten wir sowohl unsere kommunalen Liegenschaften als auch das kommunale Energiemanagement umfassend unter die Lupe nehmen, um gezielt herauszufinden, wo noch weiteres Einsparpotenzial besteht.“

Die fachliche Betreuung des Projekts in Krailling übernimmt die Energieagentur KLIMA³ in Zusammenarbeit mit Kraillings kommunaler Klimaschutzmanagerin Christine Papst. Andreas Weigand, Geschäftsführer der Agentur KLIMA³, lobt das Förderprogramm als niedrigschwelliges Angebot für die Kommunen, mit der die Energiewende vor Ort angeschoben werden: „Wir freuen uns, dass wir die Gemeinde Krailling im Rahmen des Energiecoaching_Plus begleiten dürfen. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit der Verwaltung kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zu entwickeln, um die kommunalen Gebäude zu optimieren.“

Vortrag Aktionswochen Wärme Türkenfeld Oktober 2025

Presseinformation: Wärmeplanung, Wärmepumpe, Sanierungsoptionen und Photovoltaik

Breites Info-Angebot bei Aktionswochen Wärme in Türkenfeld

Rund 90 interessierte Bürgerinnen und Bürger haben die Türkenfelder Aktionswochen Wärme Ende Oktober genutzt, um sich über die Kommunale Wärmeplanung der Gemeinde, individuelle Heizungslösungen und Sanierungsoptionen zu informieren. Initiiert wurden die Aktionswochen von der Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Energieagentur KLIMA³.

Drei Info-Abende zu Wärmeplanung, Wärmepumpe, Sanierungsoptionen und Photovoltaik

An insgesamt drei Abenden ging es um mögliche Sanierungsbaustellen im Wohngebäude und individuelle Heizungslösungen, die nach dem Gebäudeenergiegesetz in Frage kommen. Daneben wurden Förderprogramme und verschiedene Beratungsformate der Verbraucherzentrale (VZ) Energieberatung vorgestellt. Wer eine neue Wärmepumpe einbauen lassen möchte, kann von einem neuen Angebot der Verbraucherzentrale profitieren und Angebote zum Einbau einer Wärmepumpe durch die Energiefachleute neutral prüfen lassen.

Als besonderes Angebot konnten sich Interessierte im Rahmen der Aktionswochen für eine Vor-Ort-Beratung durch einen Energieberater der Verbraucherzentrale anmelden. Dabei nimmt ein Energieberater das Eigenheim aus energetischer Sicht unter die Lupe und gibt Empfehlungen, z. B. im Hinblick auf Sanierung und Heizungstausch. Für insgesamt 25 solcher Beratungen übernimmt die Gemeinde Türkenfeld die Kosten (in Höhe von 40 Euro pro Beratung).  Das Kontingent war schnell ausgeschöpft, insgesamt wurden sogar 27 Vor-Ort-Beratungen vermittelt, die in den nächsten Wochen mit Energieberatern der VZ stattfinden werden. Darunter ist auch ein Wärmepumpen-Check, ein sog. „Heizungs-EKG“, bei dem mit Messgeräten die Leistung und der Stromverbrauch einer installierten Wärmepumpe erfasst, dokumentiert und ausgewertet wird, um so durch entsprechende Einstellungen die Effizienz zu verbessern und den Stromverbrauch zu reduzieren.

Vor-Ort-Beratung 

Auch nach den Aktionswochen Wärme haben interessierte Eigenheimbesitzer die Möglichkeit, sich für eine Vor-Ort-Beratung oder auch eine kostenfreie Energieberatung in den Räumen der Energieagentur in Türkenfeld anzumelden. Die nächste Energieberatung findet hier am 21. November 2025 von 8 bis 11:45 Uhr statt. Termine können unter der Telefonnummer 08193 31239-11 oder unter 0800 809 802 400 vereinbart werden.

Weigand, Dr. Mennillo, PD Dr. Sauer

„Wenn man über Klima nachdenkt, reicht es nicht, nur Bäume zu umarmen, man muss auch an die Sicherheit denken“

Vortrag und Podiumsdiskussion mit Sicherheitsexperte Frank Sauer

Gut 70 Interessierte waren auf Einladung von KLIMA³ und der Akademie für Politische Bildung Tutzing in den Saal der Sparkasse Fürstenfeldbruck gekommen, um den Vortrag von PD Dr. Frank Sauer und die anschließende Podiumsdiskussion zu verfolgen.

Frank Sauer, Privatdozent an der Universität der Bundeswehr, ist Experte für Sicherheit und Verteidigungspolitik in Deutschland und Mitautor der Studie „NIKE – Nationale Interdisziplinäre Klimarisiko Einschätzung“. Die wissenschaftliche Untersuchung zeigt die Risiken des Klimawandels für die nationale Sicherheit Deutschlands bis 2040 auf. Sie wurde gemäß der Nationalen Sicherheitsstrategie (2023) von der Bundesregierung in Auftrag gegeben, um die Auswirkungen der Klimakrise auf die nationale Sicherheit zu bewerten und informierte Handlungsentscheidungen abzuleiten. Erstellt wurde die Studie gemeinsam vom Metis Institut für Strategie und Vorausschau der Universität der Bundeswehr München, dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, adelphi research sowie dem Bundesnachrichtendienst. Die zentrale Botschaft der Studie lautet: „Wer Sicherheit denkt, muss Klima mitdenken“.

Klimakrise beeinflusst Sicherheit
Die Klimakrise hat Implikationen für die menschliche Sicherheit jedes und jeder Einzelnen und für die staatliche Sicherheit Deutschlands. „Wir sind heute schon von Klima-Extremen betroffen“, stellte Sauer fest und zeigte die Effekte auf, u.a. vermehrte und längere Hitzeperioden, vermehrte Starkregenereignisse und neue Infektionskrankheiten. „Der Klimawandel ist nichts Abstraktes, er bringt Menschen um, auch hier in Deutschland“, machte Sauer deutlich und erinnerte u.a. an die Flut im Ahrtal 2021 und das Hochwasser in Süddeutschland 2024. Klima-Extreme bedrohen Menschenleben und verursachen wirtschaftliche Schäden: Eine Studie im Auftrag der Bundesregierung errechnete für den Zeitraum 2000 bis 2021 ca. 1400 Todesfälle pro Jahr durch Extremwetter und Schäden in Höhe von 145 Milliarden Euro in Deutschland.

Die Herausforderungen für die EU sind ähnliche: Für den Zeitraum von 1980 bis 2020 werden die volkswirtschaftlichen Schäden auf 450 bis 520 Mrd. Euro geschätzt. Im gleichen Zeitraum gab es 90.000 Todesopfer, die Mehrheit durch Hitzewellen. Besonders betroffen ist die Mittelmeerregion, sie erwärmt sich um 20 Prozent schneller als andere Regionen. Spanien, Frankreich und Italien sind am stärksten von Dürren betroffen. Dies hat Auswirkungen auf Landwirtschaft, Tourismus und soziale Folgen: Ausbleibende Touristen können Jobverluste bewirken und verstärkte Abwanderung in andere Regionen nach sich ziehen, was zu erhöhten Spannungen innerhalb der EU und zunehmendem Konfliktpotential führen kann.

Auf globaler Ebene sind die Folgen noch gravierender, da in der Peripherie oft eine höhere Anfälligkeit für den Klimawandel und eine geringere Anpassungsfähigkeit besteht. Der Klimawandel wirkt hier als Konfliktverstärker, indem Ressourcen knapper werden, insbesondere Grundnahrungsmittel und Trinkwasser. Dies kann zu politischer Instabilität, häufigeren humanitären Krisen, terroristischen Aktivitäten und Migration nach Europa führen.

Raus aus der Abhängigkeit oder weiter Energie importieren?
Sauer sieht angesichts des Klimawandels jedoch auch „gewaltige Chancen in der Entwicklung – wenn man sie nutzt“. Er spielte damit auf die Erneuerbaren Energien an und plädierte dafür, die Energiewende und sog. Near-Shoring, also Wertschöpfung in Europa, als strategischen Vorteil zu begreifen. Im Hinblick auf die Energiepolitik sagte er: „Es wäre es töricht, wenn wir uns in die nächste Abhängigkeit begeben.“ Stattdessen sollten eigene Resilienzen aufgebaut und neue Märkte erschlossen werden. „Wir unterschätzen permanent die rasante Entwicklung der erneuerbaren Energien“, stellte Sauer fest.


In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Frank Sauer und KLIMA³-Geschäftsführer Andreas Weigand lenkte Moderatorin Dr. Giulia Mennillo den Fokus wieder zurück von der globalen Ebene auf die Region. „Unser Energiesystem stützt sich künftig auf einen Mix aus Erneuerbaren Energien, vor allem Windkraft und Fotovoltaik, sowie einer zunehmenden Elektrifizierung von Wärme, z. B. Wärmepumpen, und der Mobilität auf der Lastseite“, erläuterte Weigand. Experten arbeiteten bereits heute an Lösungen, um Netze zukunftsfähig und dezentral zu machen. „Das ist ein fundamentaler Wandel des Systems“, so Weigand.
Deutlich wurde die Verbindung zwischen den großen geopolitischen Fragen und lokalen Handelns an der Frage, wie man mit Abhängigkeiten umgeht, die im Ernstfall als Waffe eingesetzt werden. „Wir alle erinnern uns an 2022, als plötzlich Erdgaslieferungen aus Russland ausblieben“, stellte Sauer fest. „In der Kommunalen Wärmeplanung muss diese Frage mitgedacht werden – setzen wir auf lokale Energieträger oder wollen wir weiter importieren?“, ergänzte Weigand.

 

Dr. Frank Sauer

Presseinformation: Kaminabend mit PD Dr. Frank Sauer zum Thema Energiepolitik und Sicherheitspolitik

Kaminabend zum Thema „Regionale Verantwortung, globale Risiken: Energiepolitik heute“

Spätestens seit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine wissen wir: Energie ist mehr als nur ein wirtschaftlicher Faktor – sie ist ein strategischer Hebel globaler Machtverhältnisse. Um die enge Verflechtung von Energiepolitik und Sicherheitspolitik zu beleuchten, lädt die Energieagentur KLIMA³ am 22. Oktober 2025 um 18:30 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) zu einem Kaminabend ein zum Thema „Regionale Verantwortung, globale Risiken: Energiepolitik heute“. Veranstaltungsort ist der Saal der Sparkasse Fürstenfeldbruck, Verwaltungsgebäude, Hauptstraße 8.

Als Referenten konnte KLIMA³ den renommierten Politikwissenschaftler und Publizisten PD Dr. Frank Sauer gewinnen. Sauer ist einer der bedeutendsten Experten für Sicherheit und Verteidigungspolitik in Deutschland und ist Mitautor der Studie „NIKE – Nationale Interdisziplinäre Klimarisiko Einschätzung“. Er forscht an der Universität der Bundeswehr München zu Fragen der internationalen Politik. An diesem Abend gibt PD Dr. Sauer Einblicke in seine Forschung zum Verhältnis zwischen Technologie und Sicherheit und diskutiert mit uns die geopolitischen Dimensionen der Energieversorgung.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Akademie für Politische Bildung Tutzing statt. Es ist eine Anmeldung erforderlich unter https://eveeno.com/kamingespraech.

Presseinformation: Aktionstage rund um die Wärmepumpe in Althegnenberg

Vortrag, Beratung und „Wärmepumpen zum Anfassen“

Die Energieagentur KLIMA³ lädt in Kooperation mit der Gemeinde Althegnenberg und der VHS Stadt-Land-Bruck vom 15. bis zum 17. Oktober zu Aktionstagen rund um die Wärmepumpe in Althegnenberg ein. Start der Aktionstage ist am 15. Oktober um 19 Uhr mit einem Vortrag zum Thema „Wie kommt die Wärmepumpe in mein Haus?“ im Rathaus. Dabei geht es u.a. um die Frage, für welche Gebäude eine Wärmepumpe geeignet ist und um Fragen der Sanierung. Außerdem werden Förderprogramme und Beratungsangebote vorgestellt. Am 16. Oktober wird ebenfalls im Rathaus von 16 bis 18 Uhr eine individuelle Energieberatung mit einem Energieberater der Verbraucherzentrale angeboten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wärmepumpen-Rundgang
Wer eine Wärmepumpe einmal „live“ im Betrieb erleben möchte, hat am 17. Oktober ab 16 Uhr Gelegenheit dazu: Bei einem Rundgang in Althegnenberg werden mehrere Wohngebäude mit verschiedenen Heizungslösungen, u.a. Wärmepumpen, besichtigt. Beim Rundgang werden zudem viele Fragen rund um den Heizungstausch, Förderprogramme und Energieberatung beantwortet. Für den Rundgang ist eine Anmeldung erforderlich. Der Treffpunkt und der Ablauf werden nach der Anmeldung mitgeteilt.
Mehr Details zu den einzelnen Veranstaltungen finden sich in der Veranstaltungsübersicht.

Presseinformation: Aktionstage rund um die Wärmepumpe in Dießen und Utting

Aktionstage rund um die Wärmepumpe mit Vortrag, Beratung und „Wärmepumpen zum Anfassen“

 

Die Energieagentur KLIMA³ lädt in Kooperation mit der Volkshochschule Ammersee West vom 6. bis zum 10. Oktober zu Aktionstagen rund um die Wärmepumpe in Dießen und Utting ein. Start der Aktionstage ist am 6. Oktober um 19 Uhr mit einem Vortrag zum Thema „Wie kommt die Wärmepumpe in mein Haus?“ im Blauen Haus in Dießen. Dabei geht es u.a. um die Frage, für welche Gebäude eine Wärmepumpe geeignet ist und um Fragen der Sanierung. Außerdem werden Förderprogramme und Beratungsangebote vorgestellt. Am 7. Oktober wird ebenfalls im Blauen Haus von 14 bis 17 Uhr eine individuelle Energieberatung mit einem Energieberater der Verbraucherzentrale angeboten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wer eine Wärmepumpe einmal „live“ im Betrieb erleben möchte, hat am 10. Oktober ab 16 Uhr in Utting Gelegenheit dazu: Bei einem Rundgang werden mehrere Wohngebäude mit verschiedenen Heizungslösungen, u.a. Wärmepumpen, besichtigt. Beim Rundgang werden zudem viele Fragen rund um den Heizungstausch, Förderprogramme und Energieberatung beantwortet. Für den Rundgang ist eine Anmeldung unter https://eveeno.com/waermepumpe-utting erforderlich. Der Treffpunkt und der Ablauf werden nach der Anmeldung mitgeteilt.

Pressemitteilung: KLIMA³ unterstützt das EU-Projekt „Energiewende in Bürgerhand“

Im Sommer fiel der Startschuss für das EU-Projekt EnTranC. Der Name steht für „Energy Transition in Citizens‘ Hands“, also Energiewende in Bürgerhand. Neben den beiden Bürgerenergiegenossen-schaften Sonnensegler eG (Koordinator des Projekts) und Energiegenossenschaft Fünfseenland (EGF) ist auch KLIMA³ als Projektpartner dabei.

Worum geht es?

Der Europäische Green Deal zielt darauf ab, Europa bis 2050 klimaneutral zu machen und gleichzeitig eine moderne, wettbewerbsfähige Wirtschaft zu schaffen. Das erfordert das gemeinsame Engagement aller Institutionen, Unternehmen und Bürger. Diese für die Energiewende zu aktivieren, ist die zentrale Herausforderung und Ziel des Projekts EnTranC.

EnTranC ist das erste deutsche Projekt im Life CET PDA Programm (LIFE – L’Instrument Financier pour l’Environnement, CET – Clean Energy Tranistion, PDA – Project Development Assistance).

Landkreise Starnberg und Fürstenfeldbruck im Fokus

Für die Landkreise Starnberg und Fürstenfeldbruck werden insgesamt 157 Windkraftanlagen, 1030 Hektar PV-Anlagen und 10 geothermische Fernwärmenetze benötigt, um bilanziell die für die Energiewende der beiden Landkreise erforderliche Energiemenge zu erzeugen. EnTranC soll hier als Initialzünder fungieren: Im Rahmen von EnTranC werden für die beiden Landkreise Projekte in Erneuerbare Energien und regionale Umsetzungskonzepte entwickelt. Dazu werden zunächst die Potenziale für Erneuerbare-Energien-Anlagen im gesamten Kreisgebiet analysiert mit dem Fokus auf einer ganzheitlich ausgewogenen Flächennutzung. Ziel ist es, am Ende der fünfjährigen Laufzeit des Projekts 3 Windenergieanlagen, 5 Freiflächen- oder Agri-PV-Anlagen und 15 Dach-PV-Anlagen mit Bürgerbeteiligung auf den Weg gebracht sein, mit einer Leistung von insgesamt 42 MWp und einem Investitionsvolumen von 45 Mio Euro.

Kooperation mit Privatpersonen und Kommunen

Grundlage für die Energiewende vor Ort ist die Bereitschaft von Grundstückseigentümern, ihre Flächen für den Bau Erneuerbarer Energieanlagen zur Verfügung zu stellen. Hier sind neben Kooperationen mit Kommunen auch solche mit Privatpersonen geplant. Darüber hinaus braucht es die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger, dass Anlagen in ihren Ortschaften gebaut werden und schließlich ihr Interesse, sich finanziell an den Anlagen zu beteiligen und Mit-Eigentümer zu werden. Dazu werden Kommunikationskonzepte erstellt, die die spezifischen Vorteile einer regionalen Energiewende aufzeigen. Die am Projekt beteiligten Bürgerenergiegenossenschaften werden neue Ortsgruppen gründen, sich mit diesen vor Ort vernetzen und neue Mitglieder akquirieren.

Echte Bürgerbeteiligung und innovative Finanzierungskonzepte

Ein weiteres Ziel ist es, für und mit den zugehörigen Genehmigungsbehörden Best Practice-Ansätze zu identifizieren und diese in die Praxis zu transferieren. Auch entstehen neue Finanzierungskonzepte und es wird an einem Proof of Concept für das Energy Sharing gearbeitet. Mit dem Projekt EnTranC wird aufgezeigt, wie die regionale Energiewende funktionieren kann – mit echter Bürgerbeteiligung und innovativen Finanzierungskonzepten. Die Konzepte werden in der „EnTranC-Toolbox“ gesammelt und sollen anderen Bürgerenergiegenossenschaften in Deutschland und Europa zur Verfügung gestellt werden, um die Erfahrungen aus dem Projekt für andere Regionen nutzbar zu machen.

Team für die Kommunale Wärmeplanung

Presseinformation: Startschuss für eine klimaneutrale Heiz-Zukunft

Gemeinde Maisach startet mit KLIMA³ die Kommunale Wärmeplanung

Die Gemeinde Maisach hat die Energieagentur KLIMA³ mit der Erstellung der kommunalen Wärmeplanung beauftragt. Anfang September fiel der offizielle Startschuss. Gemeinsam mit Bürgermeister Hans Seidl, Klimaschutzmanager Jason Podt und dem Referenten für Energie, Breitband und Mobilfunk, Gottfried Obermair, wurden Erwartungen sowie Herausforderungen diskutiert und der Ablauf der Wärmeplanung besprochen.

Wärmewendestrategie für das Gemeindegebiet

Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist es, Lösungen und Maßnahmen zu entwickeln, wie die Wärmeversorgungsinfrastruktur der Gemeinde Maisach bis 2045 klimaneutral umgestellt werden kann. Dazu wird eine maßgeschneiderte Wärmewendestrategie für das gesamte Gemeindegebiet erarbeitet, die sämtliche bereits laufende Aktivitäten in Maisach integriert. Auch konkrete Maßnahmen zur Umsetzung werden definiert.

Die Ergebnisse sind nicht nur für die Gemeinde selbst von großer Bedeutung, sondern ebenso für Netzbetreiber und Energieversorger im Gemeindegebiet. Die zukünftigen Planungen müssen mit der Infrastruktur der Netzbetreiber Hand in Hand gehen. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer erhalten zudem eine wichtige Orientierungshilfe für den Einbau nachhaltiger Heizsysteme.

Klimafreundliche und zukunftssichere Wärmeversorgung

„Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen in Maisach benötigen verlässliche Perspektiven“, betont Bürgermeister Hans Seidl. „Die kommunale Wärmeplanung soll uns helfen, den besten und kosteneffizientesten Weg zu einer klimafreundlichen und zukunftssicheren Wärmeversorgung aufzuzeigen.“

Aktuell erarbeitet KLIMA³ die Bestands- und Potenzialanalyse. Diese stützt sich auf die bereits bestehenden Datengrundlagen aus den Energienutzungsplänen für die Gemeinde Maisach und den Landkreis Fürstenfeldbruck, ergänzt um zusätzliche Daten-
und Verbrauchserhebungen: von der vorhandenen Erzeugungs- und
Verteilnetzinfrastruktur über mögliche Abwärmequellen bis hin zum Wärmebedarf der Gemeinde. Diese Analyse bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Wärmewendestrategie.

Ziel: Fertigstellung des Plans bis März 2026

Der Zeitplan ist sportlich: Die kommunale Wärmeplanung soll bis Ende März 2026 fertiggestellt sein. Gefördert wird sie mit Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten im kommunalen Umfeld (Kommunalrichtlinie).

Einladung zum Austausch 

Entscheidend für das Gelingen des Projektes ist die enge Zusammenarbeit mit der Gemeindepolitik sowie die Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern, Energieversorgern, Unternehmen, Wohnungswirtschaft und weiteren relevanten Akteuren. „Uns ist wichtig, die Wärmeplanung nicht nur für, sondern mit der Gemeinde Maisach zu gestalten“, erklärt Marie Hüneke, Projektleiterin der Energieagentur KLIMA³. „Darum laden wir im Projektverlauf verschiedenste Akteure zum aktiven Austausch ein.“ Für die Bürgerinnen und Bürger wird eine Infowebsite zum Projekt eingerichtet werden. Über Zeitpunkt und Ablauf der Beteiligungsmöglichkeiten wird die Gemeinde Maisach gemeinsam mit KLIMA³ rechtzeitig informieren.

Bild: Bringen gemeinsam die Kommunale Wärmeplanung für Maisach auf den Weg (v.l.): KLIMA³-Geschäftsführer Andreas Weigand, Projektmanager Tim Hennig, Projektleiterin Marie Hüneke, Gottfried Obermair, Klimaschutzmanager Jason Podt und Bürgermeister Hans Seidl.

Bildungsbeauftragte lernen Klima Kinder-Ausstellung kennen

Presseinformation: „Erlebbares Angebot zum Klimaschutz für Schulen“

Bildungsbeauftragte der bayerischen Energieagenturen lernen Klima- Kinder-Ausstellung kennen

Einmal im Jahr kommen die Bildungsbeauftragten der bayerischen Energieagenturen zum Austausch zusammen. Dieses Mal haben sich neun Vertreter*innen auf Einladung der Energieagentur KLIMA³ im Walderlebniszentrum Grafrath getroffen. Josefine Anderer, KLIMA³-Bildungsbeauftragte, hat den Kolleginnen und Kollegen bei dieser Gelegenheit die Klima Kinder-Ausstellung „Coole Köpfe gegen heiße Erde“ vorgestellt.

KLIMA³ hat die Ausstellung, die ursprünglich in der Region Inn-Salzach entwickelt und erstellt wurde, für die Landkreise Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech nachbauen lassen. Seit Jahresbeginn ist sie dauerhaft im Einsatz und wandert durch die Grundschulen in den drei Landkreisen. Die Erfahrungen und Rückmeldungen aus den Schulen sind dabei durchweg positiv. Vor allem die emotionalen Komponenten der Ausstellung, z. B. die am eigenen Leib erfahrbare Erwärmung im Treibhausgaszelt, machen sie für die Kinder interessant.

„Schön gestaltet und in einem Guss“

Auch bei den Klimaschutzmanagerinnen und -managern kam die Ausstellung sehr gut an. Catharina Jacobsen von der Energieagentur München-Ebersberg beschäftigt sich schon länger mit dem Projekt: „Unsere Schulen könnten durch die Ausstellung ein weiteres erlebbares Angebot zum Klimaschutz bekommen“, ist sie sicher. Der einzige Haken sind die Finanzmittel, die dafür aufgebracht werden müssen. KLIMA³ konnte die Ausstellung dank der finanziellen Unterstützung von Sponsoren realisieren – eventuell auch eine Option für die anderen Energieagenturen in Bayern. Susanne Seeling von der Energiewende Oberland ist jedenfalls von der „schön gestalteten Ausstellung“ überzeugt. „Es ist etwas Besonderes, das Thema Klimaschutz so in einem Guss an die Schulen zu bringen.“

Energiespardorf, Klimazeitstrahl und viele weitere Themen 

Beim Treffen ging es außerdem um eine Klima-Kita-Box der Energieagentur Ebersberg- München für den Einsatz in Kindergärten und Vorschulen sowie um ein besonderes Konzept der Energiewende Oberland, die Klimaerwärmung in der Landwirtschaft und Natur sichtbar zu machen und zu erforschen. Auch das Energiespardorf und der Klimazeitstrahl waren Thema, neben vielen anderen kreativen Ideen und Bildungsansätzen.

„Wir müssen Kindern und Jugendlichen das Gefühl geben und die Erfahrung machen lassen, dass sie die (Klima-)Zukunft selbst aktiv mitgestalten können,” sagt Josefine Anderer. „Selbstwirksamkeit in Klima- und Energiefragen zu ermöglichen, ist beste Demokratiebildung”, sind sich die Bildungsvertreter der Energieagenturen einig.

Öffentliche Finanzierung oft unzureichend

Der Schutz der Umwelt und Natur ist zwar in der Bayerischen Verfassung verankert, aber es gibt selten eine ausreichende öffentliche Finanzierung. Daher ist es den Bildungsverantwortlichen wichtig, dass der Dachverein der Bayerischen Energieagenturen die Angebote bündelt und gegenüber den verschiedenen Bayerischen Ministerien die Finanzierung der Klima- und Energiebildung durch die Energieagenturen stärkt.

Presseinformation: Geltendorf startet in die Kommunale Wärmeplanung

Wie heizt Geltendorf in Zukunft?

Die Gemeinde Geltendorf hat die Energieagentur KLIMA³ gemeinsam mit dem Ingenieurbüro GP JOULE mit der Erstellung der kommunalen Wärmeplanung beauftragt. Nun fand der offizielle Startschuss mit der Gemeinde statt. Gemeinsam mit Geltendorfs Bürgermeister Robert Sedlmayr sowie mit Geschäftsstellenleiter Patrick Naumann und Projektleiter der Gemeinde Georg Egger wurde der Ablauf der Wärmeplanung besprochen und Erwartungen sowie Herausforderungen thematisiert.

Die kommunale Wärmeplanung soll Lösungen und Maßnahmen entwickeln, wie die Wärmeversorgungsinfrastruktur der Gemeinde Geltendorf klimaneutral umgestellt werden kann. So werden im Zuge der kommunalen Wärmeplanung eine Wärmewendestrategie für das gesamte Gemeindegebiet erstellt sowie geeignete Maßnahmen definiert. Diese Erkenntnisse sind nicht nur für die Gemeinde wertvoll, sondern auch für Netzbetreiber und Energieversorger des Gemeindegebiets zur Anpassung der Energie- und Versorgungsinfrastruktur. Eigen­tümerinnen und Eigentümer von Gebäuden erhalten eine Orientierungshilfe für den Einbau nachhaltiger Heizungsanlagen.

„Wärmeversorgung klimaneutral und zukunftssicher gestalten“

„Die Wärmeplanung ist ein zentraler Baustein für die nachhaltige Zukunft unserer Gemeinde“, betonte Geltendorfs Bürgermeister Robert Sedlmayr bei der Auftaktveranstaltung. „Ich freue mich sehr auf diesen Prozess, denn mit dem Wärmeplan entsteht eine umsetzungsorientierte Strategie, mit der wir die Treibhausgasneutralität in unserer Gemeinde erreichen können“, unterstrich Sedlmayr. „Das ist ein wichtiger Schritt, um unsere Wärmeversorgung klimafreundlich und zukunftssicher zu gestalten.“

In einem ersten Schritt wird die Bestandsanalyse erstellt, d. h. eine umfassende Erhebung der aktuellen Situation der Wärmeversorgung der Gemeinde Geltendorf einschließlich der vorhandenen Erzeu­gungs- und Verteilnetzinfrastruktur, der Abwärme­quellen und des Wärmebedarfs oder -verbrauchs. Die Bestandsanalyse legt den Grundstein für eine erfolgreiche Wärmewendestrategie.

Planung soll bis Mitte 2026 stehen

Ziel ist es, die kommunale Wärmeplanung bis Mitte 2026 zu erarbeiten. Für das Gelingen des Projektes ist die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Politik, der Industrie, Gewerbe­treibenden, Handels- und Dienstleistungsunternehmen, der Wohnungswirtschaft und Landwirtschaft sowie weiterer Institutionen, Behörden und Träger öffentlicher Belange entscheidend. „Wir laden daher im Projektverlauf zum konstruktiven Austausch über die zukünftige Wärmeversorgung ein“, betont Tim Hennig, Projektleiter der Energieagentur KLIMA³. Über den genauen Zeitpunkt und Ablauf der einzelnen Infor­mationsveranstaltungen wird die Gemeinde Geltendorf mit der Energieagentur KLIMA³ rechtzeitig informieren.