Treffen der Klimaschutzmanager aus dem Landkreis Starnberg

Presseinformation: Netzwerktreffen der Klimaschutz- und Umwelt-Beauftragte aus dem Starnberger Landkreis tauschen sich über aktuelle Projekte aus

Kommunale Wärmeplanung, Klimawandelanpassung und Mobilität – Klimaschutz- und Umwelt-Beauftragte aus dem Starnberger Landkreis tauschen sich über aktuelle Projekte aus

Die Klimaschutz- und Umwelt-Beauftragten aus Gauting, Krailling, Gilching, Starnberg, Seefeld, Wörthsee, Herrsching und Berg haben sich im Juli zum Austausch im Kraillinger Rathaus getroffen. Themen waren diesmal u.a. die Umsetzung und Fortschreibung der Kommunalen Wärmeplanung, Fairer Handel sowie Mobilität. In fast allen Gemeinden gibt es Probleme mit den sogenannten Elterntaxis vor den Grundschulen; hier haben sich die Teilnehmenden über verschiedene Lösungsansätze ausgetauscht.
Daneben ging es um die Frage, wo die Kommunen bei der Klimawandelanpassung stehen. Außerdem wurde über eine engere Zusammenarbeit in Form eines geförderten Netzwerks gesprochen.

Die Treffen der Klimaschutz-Fachleute aus den Starnberger Kommunen finden drei- bis viermal im Jahr statt. Die Energieagentur KLIMA³ informiert bei den Treffen beispielsweise über aktuelle Förderprogramme oder neue gesetzliche Vorgaben und berichtet über aktuelle Angebote und Projekte der Agentur. „Der Austausch mit den Kommunen ist sehr wertvoll, denn so erfahren wir aus erster Hand, woran vor Ort gerade gearbeitet wird und wo sich die Kommunen gegebenenfalls Unterstützung durch die Energieagentur wünschen“, betont Doris Kömmling, Kommunalreferentin der KLIMA³.

Presseinformation: Gauting hat jetzt einen Wärmeplan

Gemeinde und Energieagentur KLIMA³ stellen Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung vor

Rund sechs Monate lang wurden Daten erfasst, Bestände dokumentiert und Potenziale analysiert – jetzt ist die Kommunale Wärmeplanung für Gauting abgeschlossen. In einer Info-Veranstaltung am 23. Juli ab 19 Uhr im bosco Bürger- und Kulturhaus informieren die Gemeinde und die Energieagentur KLIMA³ die Bürgerinnen und Bürger über die Ergebnisse.

Mit der Wärmeplanung soll aufgezeigt werden, wie der Wärmebedarf der Gemeinde zukünftig mit erneuerbaren Energien klimaneutral gedeckt werden kann. Der Plan umfasst die Ergebnisse der Eignungsprüfung, der Bestandsanalyse und der Potenzialanalyse, außerdem das Zielszenario, die Einteilung des Gemeindegebiets in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete, die Wärmeversorgungsarten für das Zieljahr sowie schließlich die Umsetzungsstrategie.

Am Info-Abend werden u. a. folgende Fragestellungen erörtert: Welche Gebiete eignen sich für Wärmenetze? Welche Energieträger und Technologien können eingesetzt werden? Welche Maßnahmen und Schritte sind nötig, damit Gauting bis 2045 klimaneutral wird? Schließlich geht es auch um die Frage, was Gautings Bürgerinnen und Bürger beachten müssen bei ihrer persönlichen Planung und wo sie Unterstützung bekommen können.

Im Anschluss an die Präsentation der Ergebnisse besteht die Möglichkeit, Fragen zum Wärmeplan zu stellen. Darüber hinaus können sich Interessierte an Info-Tischen individuell zum Thema Heizungstausch und Sanierung beraten lassen.

 

 

Presseinformation: Was kommt nach der Ölheizung? Energieberater gibt bei Vor-Ort-Beratung Tipps zu Heizungstausch und Photovoltaik

„Es spricht alles für die Wärmepumpe und nichts dagegen“

„Wir sind offen für alles“, sagt Gabi Lehner zu Beginn der Beratung daheim. Alles – damit meint sie die Hinweise und Tipps von Energieberater Thomas Bugert von der Verbraucherzentrale Bayern. Er ist heute bei den Lehners zu Hause in Seefeld-Hechendorf, um das Haus und die Heizung unter die Lupe zu nehmen.

„Unsere Ölheizung ist jetzt 25 Jahre alt“, erklärt Thomas Lehner. „Im Moment funktioniert sie noch, aber allzu lange wird sie nicht mehr laufen.“ Deshalb haben die Lehners entschieden, sich frühzeitig zu informieren, welche Heizungslösung für sie künftig infrage kommt.

Das Einfamilienhaus wurde im Jahr 2000 als Niedrigenergiehaus in Holzständerbauweise gebaut. Es umfasst 220 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche und verfügt in allen Wohnräumen über eine Fußbodenheizung. „An der Gebäudehülle muss erstmal nichts gemacht werden“, stellt Energieberater Bugert fest.

Der Wintergarten ist nach Süden ausgerichtet und bietet sich für ein sogenanntes Balkonkraftwerk an, also eine steckerfertige Photovoltaikanlage, die schon ab etwa 300 Euro zu haben ist und keine Fachfirma braucht, um in Betrieb genommen zu werden. „Damit könnten Sie nicht nur einen Teil Ihres Haushaltsstroms abdecken, sondern zugleich eine Verschattung für den Wintergarten schaffen“, empfiehlt Thomas Bugert. In einem weiteren Schritt wäre auch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Süddach des Hauses denkbar.

Nachdem Thomas Bugert das Haus von außen, die Heizung und die Wohnräume gesehen hat, geht es am Küchentisch an die Zahlen: Wie viel Öl verbrauchen die Lehners im Jahr und zu welchem Preis? „Das letzte Mal haben wir für rund 2600 Euro getankt“, erzählt Thomas Lehner. Die Kosten für Öl und Gas werden in Zukunft durch die CO2-Besteuerung stark steigen.

Thomas Bugert gibt einen kurzen Überblick über mögliche Alternativen. Infrarot, Solarthermie und Fernwärme kommen für die Lehners nicht infrage. Eine neue Ölheizung dürften sie zwar nach dem Gebäudeenergiegesetz noch einbauen, aber das möchten sie nicht, ebenso wenig wie eine Gasheizung. „Wir möchten ja auch etwas für die Umwelt tun“, sagt Gabi Lehner. Deshalb fällt die Wahl auf die Wärmepumpe. „Das Gebäude ist gut geeignet durch die Fußbodenheizung und geringe Vorlauftemperaturen“, unterstreicht Bugert.

Der Energieberater rechnet vor, dass die Familie beim Umstieg von der Ölheizung auf eine Wärmepumpe fast 400 Euro im Jahr an Heizkosten sparen könnte. Eine Wärmepumpe hat zwar höhere Anschaffungskosten, diese werden jedoch staatlich gefördert: 30 Prozent Grundförderung (gedeckelt auf 30.000 Euro Gesamtkosten), dazu 20 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus für alle, die Ihre Heizung bis Ende 2028 klimaneutral umstellen und weitere 5 Prozent Effizienzbonus. „Eine Wärmepumpe wäre für Sie eine vernünftige und wirtschaftliche Lösung“, fasst Energieberater Thomas Bugert zusammen.

Wie lange es die hohen Fördersätze des Bundes noch geben wird, ist ungewiss, Bugert rät deshalb dazu, zeitnahe einen Förderantrag zu stellen. Wenn dieser bewilligt ist, haben Antragsteller noch drei Jahre lang Zeit für die Umsetzung der Maßnahme.

„Das klingt sehr gut“, sagt Thomas Lehner, und Gabi Lehner ergänzt, „es ist schön zu wissen, dass die Wärmepumpe für uns eine gute Alternative ist!“

In den nächsten Tagen erhält Familie Lehner noch einen schriftlichen Kurzbericht vom Energieberater und kann die Informationen und Empfehlungen noch einmal nachlesen.

Möchten Sie auch eine Vor-Ort-Beratung vereinbaren? Dann melden Sie sich an unter der Telefonnummer 08193 31239-11 (KLIMA³) oder unter 0800 809 802 400 (Verbraucherzentrale). Die Vor-Ort-Beratung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Es fällt lediglich ein Eigenanteil von 40 Euro an.

Wer sich über die Wärmepumpe als Heizsystem der Zukunft informieren möchte, kann dies vom 24. bis 27. Juni in Herrsching und Inning im Rahmen der „Aktionstage rund um die Wärmepumpe“. Neben einem Vortrag und einer Ausstellung gibt es Beratungsangebote sowie einen Rundgang mit Besichtigung verschiedener Heizungslösungen. Weitere Infos gibt es hier

 

Presseinformation: Klima Kinder-Ausstellung feiert Premiere im Landkreis Landsberg am Lech

„Es war ziemlich heiß und stickig“

Interaktive Klimakinder-Ausstellung bringt Kindern und Lehrkräften das Thema Klimawandel näher

Gespannt sitzen 16 Kinder der Klasse 4b der Grundschule Windach in einem Zelt und beobachten, wie sich ihre Atemluft auf die Temperatur auswirkt. Ihr Lehrer Severin Menten hat eine kleine CO2-Ampel in der Hand, die schon nach kurzer Zeit auf orange und dann auf rot springt.

Die Kinder sitzen im sogenannten Treibhauszelt, das die Erderwärmung erfahrbar macht: Durch den CO2-Gehalt in der Luft steigt die Temperatur. Das Zelt ist Teil der interaktiven Wanderausstellung „Klima Kinder – Coole Köpfe gegen heiße Erde“, die in dieser Woche an der Windacher Grundschule ihren ersten Einsatz im Landsberger Landkreis hat.

Eine ganze Projekt-Woche lang beschäftigen sich die knapp 400 Kinder der Windacher Grundschule mit der Ausstellung, die Kinder und auch Lehrkräfte für den Klimaschutz begeistern und das Thema in den Schulalltag integrieren soll. Dabei führen die Lehrkräfte die Kinder mithilfe eines Leitfadens eigenständig durch die Ausstellung. So können sie die Inhalte in ihren eigenen Unterricht einbinden und kreativ vertiefen. Die Rektorin der Schule, Barbara Döppl, freut sich, dass „wir das Thema Klimawandel in die Schule holen, und es ist toll, wie viel Wissen die Kinder schon mitbringen.“

An insgesamt 13 Stationen erleben, entdecken, experimentieren, spielen, ertasten und erfühlen die Kinder, welche Möglichkeiten sie haben, um die Erde und das Klima zu schützen. Auf altersgerechte und spielerische Weise beschäftigen sich die Kinder so mit Themen wie dem Treibhauseffekt, den Folgen des Klimawandels weltweit, der Bedeutung erneuerbarer Energien und der Rolle der Mobilität. „Dass die Ausstellung nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern die Kinder auch emotional anspricht, ist ein großer Pluspunkt der Ausstellung“, betont Josefine Anderer, Bildungskoordinatorin bei der Energieagentur KLIMA³.

Sie hat die Erfahrung gemacht, dass der Einstieg in das Thema Klimawandel über die Tierwelt gut funktioniert. Dazu sammeln sich die Kinder um einen Teppich, auf dem die Kontinente und Klimazonen aufgedruckt sind. Nun sollen sie die Tierfiguren aus Holz ihrem Lebensraum zuordnen. „Wenn die Kinder erfahren, wie der Klimawandel die Lebensräume vieler Tiere bedroht, wird das Thema für die Kinder greifbar und sie sind motiviert sie, etwas zu tun.“

Finanziert wurde die Ausstellung von den Landratsämtern Landsberg am Lech, Starnberg und Fürstenfeldbruck, dem Energiewendeverein Starnberg, der Bürgerstiftung für den Landkreis Fürstenfeldbruck sowie der Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg.

Ziel ist es, dass die Ausstellung möglichst durch alle Grundschulen in den Landkreisen Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech wandert. Die Koordination übernimmt die Energieagentur KLIMA³. Interessierte Schulen können die Ausstellung  hier buchen.

 

Pressemitteilung: Rund 40 Klimaschutzmanager und Bürgermeister aus 3 Landkreisen bei KLIMA³-Regionalkonferenz

Blick auf die Energie- und Wärmewende in der Region geworfen

Wald und Klimawandel, Kommunale Wärmeplanung, Klimaanpassung oder Windenergie – diese und weitere Themen standen auf der Agenda der Regionalkonferenz, zu der die Energieagentur KLIMA³ die Klimaschutzverantwortlichen  der Kommunen aus den Landkreisen Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech eingeladen hatte.

Wie geht’s unserem Wald?

Rund 40 Interessierte, darunter auch viele Bürgermeister, nahmen an der Konferenz im Walderlebniszentrum Grafrath teil. Passend zum Ort der Veranstaltung gab Dr. Franz-Josef Mayer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu Beginn einen Überblick über die Situation des Walds im Zeichen des Klimawandels. Demnach sind bereits  instabiler, gefährdeter Wälder in Bayern zukunftsfähig umgebaut. Im Hinblick auf die oft geäußerte Kritik, dass Windenergieanlagen den Wald zerstören würden, sagte Mayer, dass Windräder für viele Waldbesitzer einen Doppelnutzen hätten: „Der Wald kann weiterhin wachsen und die Besitzer erwirtschaften Erträge durch die Windräder zur Finanzierung des Waldumbaus.“

Wärmenetze: für fast die Hälfte der bayerischen Kommunen geeignet

Fabian Schatz vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie ergänzte, dass der Waldumbau vor dem Hintergrund des Klimawandels auch eine große Chance sei. In seinem Vortrag zur Kommunalen Wärmeplanung verwies er auf das Beispiel Dänemark, wo man bereits in der 70er Jahren begonnen hätte, von Einzelheizungslösungen auf Wärmenetze umzustellen. Seiner Einschätzung nach hätten fast 50 Prozent der bayerischen Kommunen eine hohe Wärmenetzeignung.

Mathias Schlagenhauser berichtete über den Stand der Kommunalen Wärmeplanung der Stadt Landsberg, die über vier kleine Wärmenetze verfügt, aber überwiegend noch mit fossilen Brennstoffen heizt. Er sieht die künftige Herausforderung insbesondere in der Fortschreibung des Wärmeplans.

Pascal Luginger, Klimaschutzmanager der Stadt Germering, berichtete über verschiedene Maßnahmen der Klimawandelanpassung, die die Stadt mit Unterstützung durch staatliche Förderprogramme umsetzt, z. B. Baumpflanzaktionen, Förderung von Fassadenbegrünung oder Errichtung von Trinkbrunnen.

EU-Gesetzgebung: 100% klimaneutrale Gebäude bis 2050

Einen Überblick über die klimaschutzrelevante EU-Gesetzgebung gab KLIMA³-Werkstudentin Elena Lehner in ihrem Vortrag. Im Bereich Emissionshandel z. B. ist das Ziel, bis 2030 ein Minus von 62 Prozent zu erreichen (bis 2023 lag das Minus bei 47 Prozent). Im Bereich Mobilität liegt das Klimaziel bei minus 90 Prozent Emissionen bis 2050 (aktuell minus 22 Prozent). Gebäude sollen bis 2050 zu 100 Prozent emissionsfrei sein.

Thementische zu klimaneutraler Verwaltung, Windkraft, Geoinfo-Systemen, PV auf kommunalen Dächern und Seethermie

Im Anschluss an den Vortragsteil konnten sich die Teilnehmenden an fünf Stationen zu den Themen „Klimaneutralität in der Verwaltung“, „Windkraft in der Region“, „Geoinformationssysteme“ „Photovoltaik auf Kommunalen Liegenschaften“ und „Seethermie“ informieren und austauschen. Mit einem gemeinsamen Imbiss und Gesprächen ist die Veranstaltung ausgeklungen.

 

 

 

 

Presseinformation: Wärmepumpen-Ausstellung mit Vortrag und Beratung in Starnberg kam gut an

Die Energieagentur KLIMA³ hat in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Energieberatung, dem Klimaschutzmanagement am Landratsamt Starnberg und dem Energiewendeverein Starnberg vom 9. bis 14. April zu einer Ausstellung rund um die Wärmepumpe ins Foyer der Sparkasse Starnberg eingeladen. In der Ausstellung, mehreren Vorträgen und persönlicher Beratung konnten sich Eigenheimbesitzer über die Voraussetzungen und den effizienten Einsatz der Wärmepumpe informieren. Die Wärmepumpe ist auch für die meisten Bestandsgebäude eine klimafreundliche Alternative zur fossilen Heizung und gilt daher als Heiztechnologie der Zukunft.

Die Resonanz auf die Vorträge und Beratungen war gut und zeigt den Veranstaltern, dass Hausbesitzer eine produktneutrale Information, verschiedene Beratungsformate und kompetente Ansprechpartner schätzen. „Wir merken deutlich, dass sich die Einstellungen zur Wärmepumpe ändern. Hausbesitzer machen sich viele Gedanken über Optionen und Lösungen und sind dankbar für die Beratungsangebote,“ sagt KLIMA³-Energiekoordinatorin Josefine Anderer.

Die Themen in der Beratung reichten von der Vorgehensweise beim Heizungstausch über Fördermöglichkeiten bis hin zu speziellen Fragen zur Effizienz und zum Lärmschutz.

Foto: Der Energieberater der Verbraucherzentrale, Wolfgang Buttner, informierte am Eröffnungsabend über Voraussetzungen und Vorteile von Wärmepumpen.

Presseinformation: Viele Fragen zur persönlichen Energiewende bei Maisacher Energiemesse

KLIMA³ mit Info-Stand und Vorträgen bei Energiemesse Maisach

Die Gemeinde Maisach hat am 5. und 6. April zur Energiemesse ins Bürgerzentrum Gernlinden eingeladen. Viele Besucher haben die Gelegenheit genutzt, sich am KLIMA³- Info-Stand darüber zu informieren, wie sie zu Hause die Energie- und Wärmewende voranbringen können – sei es durch den Tausch der alten Ölheizung gegen eine klimafreundliche Wärmepumpe oder die Installation einer PV-Anlage.

In seinen Vorträgen zum Thema „Förderlandschaft für Privathaushalte“ hat Geschäftsführer Andreas Weigand einen Überblick gegeben, für welche energetischen Maßnahmen Hauseigentümerinnen und -eigentümer Fördermittel beantragen können.

Für eine detaillierte persönliche Beratung empfiehlt sich eine Energieberatung bei der Verbraucherzentrale. Termine können über KLIMA³ vereinbart werden unter der Telefonnummer 08193 31239-11.

Presseinformation: Genug Potenzial, um Gauting mit erneuerbaren Energien zu versorgen

Gut 120 Interessierte bei Info-Abend zur Kommunalen Wärmeplanung

Wie kann Gauting in Zukunft klimaneutral mit Wärme versorgt werden? Antworten auf diese Frage soll die Kommunale Wärmeplanung liefern, die die Gemeindeverwaltung derzeit mit der Energieagentur KLIMA³ und dem Ingenieurbüro greenventory erarbeitet. Ziel der Wärmeplanung ist, einen Weg aufzuzeigen, wie der Wärmebedarf zukünftig mit erneuerbaren Energien klimaneutral gedeckt werden kann. Erste Ergebnisse wurden jetzt bei einer Informationsveranstaltung im Gautinger Rathaus vorgestellt.

Dass Handlungsbedarf besteht, hat die Bestandsanalyse gezeigt: Demnach wird aktuell 90 Prozent der Wärme in Gauting mit fossilen Energieträgern erzeugt. Erdgas ist dabei mit 62 Prozent der dominante Energieträger. 87 Prozent des gesamten Wärmebedarfs entfallen auf die Wohngebäude in der Gemeinde. Der Wohnsektor ist somit der Schlüssel für die Wärmewende in der Kommune.

In der Potenzialanalyse wurden das Potenzial von erneuerbaren Wärmequellen sowie Sanierungs- und Energieeinsparpotenziale ermittelt. Dabei wurde deutlich, dass in der Sanierung von Gebäuden großes Einsparpotenzial beim Wärmebedarf liegt. Dies trifft insbesondere auf die Gebäude aus den Baujahren 1949 bis 1978 zu, denn sie machen rund 50 Prozent des gesamten Gebäudebestands aus.
Die erhobenen Zahlen belegen, dass hohe technische Potenziale im Gemeindegebiet vorhanden sind. Diese reichen aus, um Gauting mit lokal vorhandenen erneuerbaren Energien zu versorgen. Ob in den einzelnen Gebieten Wärmenetze in Frage kommen oder dezentrale Lösungen umgesetzt werden müssen, wird über die Ermittlung der zukünftigen Wärmeversorgungsstruktur und durch die Einteilung in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete bestimmt.

Einige Siedlungsgebiete im Gemeindegebiet weisen zum Teil hohe Wärmedichten auf – also ein positives Verhältnis zwischen dem Gesamtwärmeverbrauch der Gebäude und der Fläche des Versorgungsgebiets. Diese Gebiete würden sich also für Wärmenetze grundsätzlich eignen. In einem nächsten Schritt werden diese Gebiete nun mit den vorhandenen Potenzialen kombiniert und es wird mit den relevanten Akteuren aus Politik, Verwaltung und möglichen Netzbetreibern über eine Eignung der Gebiete für Wärmenetze gesprochen.

Die Wärmeplanung sorgt für eine Verknüpfung der Aktivitäten der Privathaushalte (insbes. Heizungstausch und Sanierung) sowie der Städte und Gemeinden: Der Wärmeplan liefert Erkenntnisse, wie die zukünftige Wärmeversorgungsstruktur aussehen kann und welche klimaneutralen Energieträger die Basis darstellen. Die verschiedenen Bedarfe und Herausforderungen der Wärmewende im Gemeindegebiet werden betrachtet und im Wärmeplan vereint. Mit diesem Wissen können gezielt Beratungsangebote für Gebäudeeigentümer in Gebieten mit erhöhtem Sanierungsbedarf zur Verfügung gestellt werden.

Und wie geht es weiter? Voraussichtlich im Mai soll ein Wärmeplan-Entwurf vorliegen. Bürgerinnen und Bürger haben dann die Möglichkeit, den Entwurf einzusehen und Stellung zu beziehen. Im Sommer soll schließlich der finale Wärmeplan veröffentlicht werden.

Presseinformation: Energieberatung kompakt am 4. April im Stadtlabor

Individuelle Beratung zu Sanierung, Heizungstausch und Förderung

Wer sein Eigenheim sanieren oder die Heizung austauschen muss, hat oft viele Fragen. Die Energieagentur KLIMA³ bietet deshalb in Zusammenarbeit mit der Stadt Fürstenfeldbruck und der Verbraucherzentrale Bayern am 4. April von 14 bis 17 Uhr einen Beratungsnachmittag im Brucker Stadtlabor an. Hier bekommen Ratsuchende Informationen zu Sanierung und Heizungstausch, Planung und Vorbereitung sowie zu Förderprogrammen.

„Ich freue mich, wenn Hausbesitzer durch die Beratungsaktion gute Entscheidungen für ihr Eigenheim treffen können und ihr Sanierungs- oder Heizungstauschprojekt beherzt umsetzen“, sagt Oberbürgermeister Christian Götz.
Das Beratungsangebot im Stadtlabor ist kostenlos und offen für alle Interessierten. Eine Anmeldung nicht erforderlich.

Andreas Masch, Energieberater für die Verbraucherzentrale Bayern, Lucia Billeter von der Stadtverwaltung sowie Josefine Anderer von KLIMA3 stehen am Beratungsnachmittag für die Fragen der Besucher bereit.

Mehr Infos im Veranstaltungskalender

Ausbau von PV und Speicher im Jahr 2024

Die Zahlen zeigen es: Die Energiewende hat auch in den drei KLIMA³-Landkreisen einen Zahn zugelegt

Die Analyse des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur belegt in den letzten drei bis vier Jahren einen deutlichen Anstieg der installierten Photovoltaik-Leistung in den Landkreisen Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech..

Im Jahr 2024 waren es 19% und damit ähnliche Dimensionen wie in Bayern insgesamt (18%) und in Deutschland (19%). Damit konnte die Region den ordentliche Leistungs-Zubau von 15% im Jahr 2022 und 19% im Jahr 2023 im PV–Bereich aufrecht erhalten.

Zum 31.12.2024 waren damit über 670,1 MWp installiert oder umgerechnet 1,42 kWp pro Einwohner. Immerhin 3,46 MWp entfallen auf steckerfertige Anlagen, die einfach an Balkonen, auf Garagen- oder Hausdächern installiert wurden. Man kann davon ausgehen, dass hier nicht alle Anlagen registriert wurden und tatsächlich noch mehr Einwohner Strom aus Sonnenlicht für den Hausgebrauch produzieren.

Aufgeschlüsselt auf die einzelnen Landkreise betrug der Zubau 16% im Landkreis Fürstenfeldbruck, 20% im Landkreis Landsberg und 21% im Landkreis Starnberg.

Abweichung zwischen einzelnen Kommunen

Der Ausbau unterscheidet sich im Jahr 2024 stark in den einzelnen Kommunen. Die Inbetriebnahme von Freiflächenanlagen mit mehreren MW installierter Leistung wie z. B.  in Apfeldorf und Wörthsee heben den Wert für das Jahr 2024 stark an. Im Gegenzug weisen die Gemeinden, die schon in früheren Jahren einen deutlichen Zubau an installierter Leistung verzeichnen konnten wie beispielsweise Maisach oder Gilching, für das Jahr 2024 oft einen geringeren Prozentsatz auf.

Unterschiedliche Voraussetzungen

Zu berücksichtigen sind bei so einer Betrachtung auch die unterschiedlichen Voraussetzungen in den Gemeinden. Für kleine Gemeinden mit großen Siedlungsgebieten oder großen Landschaftsschutzgebieten ist die Realisierung von großen Freiflächenanlagen oft mit Hürden verbunden.

Über die drei Landkreise hinweg sind inzwischen über 93,8 MW Speicher installiert, das bedeutet einen Zubau von 44% im letzten Jahr. Weitere 10 MW sind für 2025 bereits im Marktstammdatenregister als „in Planung“ registriert.

Wenn Sie an einer Analyse der Situation in Ihrer Gemeinde interessiert sind, melden Sie sich gerne bei uns.

Quelle: Bundesnetzagentur: https://www.marktstammdatenregister.de/MaStR/ , letzter Datenabruf 17.02.2025