Bürgerinnen und Bürger

Klimaschutz und Energiewende gehen uns alle an

Gut beraten, besser sanieren, für die Zukunft vorsorgen

Steigende Energiekosten, zunehmende Dürrephasen, starke Unwetter und immer häufigere Hitzeperioden … wir merken zunehmend, dass der Klimawandel uns alle betrifft. Viele Menschen möchten etwas tun, aktiv werden, Potenziale zum Energiesparen entdecken, für die Zukunft vorsorgen. Die gute Nachricht: Jede und Jeder von uns kann sofort, schon mit kleinen Veränderungen im Alltag einen Unterschied machen, zum Beispiel mit einfachen Tipps, die nicht nur Energie sparen, sondern auch den Geldbeutel schonen.

Weitergehende Sparpotenziale entdecken wir gemeinsam schnell und unkompliziert bei einer kostenfreien Energieberatung. Und wenn es an die größeren Themen, zum Beispiel Sanierung, Heizungstausch oder erneuerbare Energien geht, beantworten wir Ihre individuellen Fragen gerne im persönlichen Beratungsgespräch, bei Bedarf auch bei Ihnen zuhause.

FRAGEN?

… beantworten wir gerne telefonisch unter
08193. 312 39 11

Oder Sie schreiben uns eine E-Mail an
buero@klimahochdrei.bayern.

Kennen Sie schon unsere FAQ?
Hier finden Sie unsere Antworten zu den häufigsten Fragen.

Klimaschutz braucht unser aller Engagement. Sei es für das Energiesparen im Alltag, sei es für die Sanierung Ihrer Wohngebäude oder den Tausch Ihrer alten Heizung. Wir und unsere Partner beraten Sie gerne und suchen Lösungen für Ihre Fragen. 

Josefine Anderer, Energiekoordination und Klimabildung KLIMA³

Josefine Anderer der KLIMA3 Klima- und Energieagentur der Landkreise Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech

Energieberatung

Schnelle Tipps und ausführliche Beratungsgespräche – in Kooperation mit der Verbraucherzentrale

Beratung im Heizungskeller in den Landkreisen Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech

Vor-Ort-Beratung bei Ihnen zuhause

Wir beraten Sie in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale auch gerne in Ihrem Zuhause. Diese Vor-Ort-Beratung umfasst Analysen und gegebenenfalls Messungen am Gebäude.

So erhalten Sie erste Anhaltspunkte auf Ihre Fragen, individuelle Tipps für die Sanierung und für den Einsatz erneuerbarer Energien. Den Großteil der Kosten für die Vor-Ort-Beratung fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Sie zahlen nur einen Eigenanteil von 40 Euro.*

*Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind auch die Beratungsangebote vor Ort kostenfrei.

„Ich möchte meine Heizung austauschen, was muss ich dabei beachten? Ist mein Privathaus für eine Wärmepumpe, eine Photovoltaik-Anlage oder Solarthermie geeignet? Welche Förderprogramme gibt es?“ Diese und viele andere Fragen beantwortet Ihnen unser unabhängiges Beratungsteam in Kooperation mit der Verbraucherzentrale in Beratungsgesprächen und Informationsveranstaltungen.

Die meisten Beratungen sind kostenfrei für alle Bürgerinnen und Bürger aus den Landkreisen Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech. Lediglich für Beratungen vor Ort fällt ein Eigenanteil von 40 € an. Wenn Sie sich für die Vor-Ort-Beratung interessieren, dann schicken Sie uns bitte dieses Formular ausgefüllt zurück.

Kostenfreie Beratungen dank öffentlicher Fördermittel

Um zu klären, welches Beratungsformat für Sie am besten passt, rufen Sie uns gern an unter der Telefonnummer 08193 312 39-11.

Dort können wir Sie auch für eine kostenfreie Beratung (45 Minuten) an einem der Stützpunkte der Verbraucherzentrale in Germering, Gröbenzell, Türkenfeld, Starnberg, Herrsching, Kaufering oder Landsberg eintragen. Dasselbe ist auch möglich unter der Telefonnummer der Verbraucherzentrale 0800 – 809 802 400).

Für Wohneigentumsgemeinschaften gibt es ein spezielles Vor-Ort-Beratungs-Angebot. Nähere Infos gibt es hier.

Neu bei der Verbraucherzentrale ist der kostenlose Angebots-Check für Wärmepumpen. Details finden sich auf der Webseite der VZ.

Sämtliche Beratungsangebote werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Energie sparen

Tut Geldbeutel und Umwelt gut

Energie sparen kann jede und jeder von uns – schon mit einfachen kleinen Tricks und Kniffen. Das schont durch eingesparte Emissionen die Umwelt und darüber hinaus auch den Geldbeutel.

Hier finden Sie viele praktische Tipps:

  • Licht nur dort einschalten, wo es gebraucht wird
  • alte Glüh- und Halogenlampen durch LED-Leuchtmittel ersetzen – Ersparnis bis zu 80 Prozent!
  • auf dekorative Beleuchtung in Haus und Garten verzichten
  • Energiespareinstellungen an Computern und Smartphones aktivieren
  • Standby-Verbraucher mit einer schaltbaren Steckerleiste vom Netz trennen, wenn sie nicht genutzt werden
  • beim Kauf von Elektrogeräten auf das Energielabel und die Effizienzklasse achten
  • lieber ein Laptop statt einen Desktop-PC nutzen
  • Wasch- und Spülmaschine möglichst nur voll beladen anstellen
  • beim Waschen reichen oft 30 Grad statt 40 oder mehr
  • Sparprogramme nutzen
  • Vorwaschgang nur bei stark verschmutzter Wäsche nutzen
  • Wäsche auf dem Ständer trocknen und Wäschetrockner nur sparsam einsetzen
  • Neugeräte mit Warmwasseranschluss wählen oder mit Steuergerät nachrüsten
  • ein Geschirrspüler ist sparsamer und reinigt besser als der Abwasch mit der Hand
  • Wassersparende Duschköpfe verwenden – sie sparen bis zu 30 Prozent Warmwasserkosten
  • kürzer und etwas kühler duschen spart Wasser, Energie und Geld – einfacher Tipp: Beim Einseifen das Wasser ausschalten
  • Hände kalt waschen – Seife entfernt Schmutz auch ohne Warmwasser
  • Beim Kochen den Deckel nutzen – Ersparnis bis zu 60 Prozent!
  • Beim Backen Umluft verwenden und auf unnötiges Vorheizen verzichten
  • den Ofen früher ausschalten und die Restwärme nutzen
  • Herdplatte passend zum Topf wählen (bei Induktionsherden nicht nötig)
  • Wasser im Wasserkocher erhitzen statt im Topf
  • Keine warmen Lebensmittel in den Kühlschrank stellen
  • Kühlschranktemperatur auf ca. 7 Grad einstellen, im Gefrierfach sind –18 Grad ausreichend
  • Gefrierschränke und -fächer regelmäßig abtauen (sofern keine Automatik dies übernimmt)
  • Kühl- und Gefrierschrank räumlich von Wärmequellen wie Herd, Heizung und Sonneneinstrahlung trennen oder in kühle Räume wie Speisekammer stellen
  • Fenster und Türen schließen, damit Wärme nicht unnötig entweicht
  • Mehrmals täglich 5 bis 10 Minuten Stoßlüften: Heizkörperthermostate abdrehen, Fenster weit öffnen und wenn möglich querlüften
  • Heizkörper nicht durch Möbel oder schwere Vorhänge verdecken – Ersparnis bis zu 12 Prozent!
  • Raumtemperatur möglichst auf 21 Grad einstellen; jedes Grad Raumtemperatur weniger spart bis zu 6 Prozent Energie
  • Heiztemperatur in der Nacht und bei Abwesenheit auf 18 Grad senken
  • Smarte und programmierbare Thermostate helfen, die optimale Raumtemperatur und die gewünschten Heizzeiten einzustellen – eine ideale Kombination aus Komfort und Energiesparen
  • Fenster und Türen mit Dichtungsbändern abdichten
  • Das Aufheizen kalter Räume braucht mehr Energie als durchgängiges Heizen auf niedrigem Niveau (außer bei längerer Abwesenheit über mehrere Tage)
  • Dach oder oberste Geschossdecke dämmen
  • Fassade und Rolladenkästen dämmen
  • Kellerdecke dämmen
  • Wärmeschutzfenster einsetzen
  • Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung einbauen
  • Solarthermische oder PV-Anlage installieren
  • Heizungsanlage mit Brennwerttechnik (nach energetischer Gebäudesanierung) an Gebäudezustand anpassen
  • Herkömmliche Heizungspumpen durch hocheffiziente, geregelte Modelle ersetzen – Stromersparnis bis zu 80 Prozent

Eine energetische Gebäudesanierung rechnet sich langfristig. Auch beim Neubau lohnt sich die Investition in hohe Standards, da langfristig weniger Energiekosten entstehen. Je höher die Standards sind, desto mehr Förderung können Sie beispielsweise von BAFA oder KfW erhalten.

Wichtig: Nutzen Sie vor einer Sanierung die Energieberatung, um Sanierungsmaßnahmen sinnvoll aufeinander abzustimmen.

Haushaltsgeräte

Planen Sie die Anschaffung neuer Haushaltsgeräte?

Auch hier können Sie Energie und damit Geld sparen, wenn Sie die Verbrauchswerte vergleichen. Einen aktuellen Überblick über die derzeit sparsamsten und umweltfreundlichsten Haushaltsgroßgeräte wie Kühl- und Gefriergeräte, Wasch- und Spülmaschinen sowie Wäschetrockner finden Sie in der Broschüre des Landratsamts Starnberg.

Eine persönliche Beratung ist außerdem beispielsweise beim Agrarbildungszentrum, Abteilung Haushaltstechnik, in Landsberg möglich.

Förderprogramme

Energie sparend bauen und modernisieren? Dafür gibt es Zuschüsse!

Für viele Sanierungsmaßnahmen gibt es Förderprogramme oder vergünstigte Darlehen. Sie können zum Beispiel beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Zuschüsse beantragen für Einzelmaßnahmen an Ihrem Haus. Bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gibt es inzwischen eine deutlich verbesserte Förderung für den Heizungstausch sowie vergünstigte Kredite für Wohn- und Nichtwohngebäude.

Eine Übersicht über die wichtigsten Förderprogramme der „Bundesförderung Effiziente Gebäude“ finden Sie hier:

Sie möchten einen Förderantrag für Ihre neue Wärmepumpe im Bestandshaus stellen? Dann finden Sie hier eine Ausfüllhilfe vom Bundesverband Wärmepumpe e.V.  für die Antragsstellung beim Heizungstausch:

WICHTIG: Die Antragstellung ist seit 1.1.2024 erst nach erfolgter Auftragserteilung möglich.

Klimabildung

„Klima Kinder – Coole Köpfe gegen heiße Erde“ – eine Wanderausstellung für Grundschulen

Interaktive Ausstellung für Schulen

Die Ausstellung soll Kinder und Lehrkräfte für den Klimaschutz begeistern und das Thema in den Schulalltag integrieren.  Dabei führen die Lehrkräfte  die Kinder mithilfe des Leitfadens eigenständig durch die Ausstellung. So können sie die Inhalte in ihren eigenen Unterricht einbinden und kreativ vertiefen.

Möchten Sie die Ausstellung an Ihre Schule oder Bildungseinrichtung holen? Dann prüfen Sie hier die verfügbaren Termine!

Die Ausstellung „Klima Kinder – Coole Köpfe gegen heiße Erde“ ist eine interaktive Wanderausstellung, die Kindern und Lehrkräften auf spielerische Weise wichtige Themen des Klimaschutzes näherbringt. Sie richtet sich an Schulen und Bildungseinrichtungen und bietet einen praxisorientierten Zugang zum Thema Klimawandel und Klimaschutz. 

Die Inhalte der Ausstellung werden spielerisch vermittelt. Gemeinsam mit der Schwalbe Nyel gehen die Kinder auf eine Entdeckungsreise durch die Welt des Klimawandels. Die Kinder entdecken und experimentieren, spielen, ertasten und erfühlen, welche Möglichkeiten wir haben, um besser auf unsere Erde und unser Klima zu achten. Zum Beispiel können die Kinder in einem Treibhauszelt selbst erleben, wie sich der CO2-Gehalt in der Luft auf die Temperatur auswirkt – ein eindrucksvolles Experiment, das zeigt, wie sich die Erderwärmung anfühlt.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Ein kurzes Einführungsvideo zur Wanderausstellung können Sie hier ansehen.

FAQ

Antworten auf Ihre Fragen

Wir haben eine Übersicht über häufig gestellte Fragen zusammengestellt, die viele Menschen haben, wenn sie sich mit dem Thema Energieberatung beschäftigen. Vielleicht finden Sie hier schon ein paar Antworten auf Ihre Fragen.

Photovoltaikanlagen

Aktuell geschieht die Förderung über den Wegfall der Umsatzsteuer. Dies gilt für den Kauf aller wesentlichen Komponenten für eine Anlage (Module, Wechselrichter, Batteriespeicher etc.), aber nicht für die Installation.
In wenigen Kommunen gibt es für Balkonkraftwerke eine Förderung. Bitte erkundigen Sie sich hierzu in Ihrem Rathaus.

Sie haben Bedenken, zum Beispiel wegen einer möglichen Verschattung des Daches oder einer ungünstigen Dachausrichtung bzw. -neigung? Häufig ist die Sorge unbegründet, denn moderne Module können auch unter nicht optimalen Bedingungen hohe Wirkungsgrade erzielen.

Ob eine PV-Anlage potenziell effizient ist oder nicht, können Sie in den Solarkatastern der Landkreisen erfahren. 

Das Solarkataster des Landkreises Landsberg am Lech finden Sie unter folgendem Link:
https://www.solarkataster-lkr-landsberg.de/#s=startscreen

Das Solarkataster des Landkreises Starnberg finden Sie unter folgendem Link:
www.lk-starnberg.de/Solarkataster

Im Landkreis Fürstenfeldbruck verfügen derzeit die „KommEnergie-Gemeinden“ Eichenau, Gröbenzell und Puchheim über Solarkataster – zu finden unter folgendem Link: www.kommenergie-solarkataster.de

Außerdem die Stadt Fürstenfeldbruck, zu finden unter folgendem Link: https://fuerstenfeldbruck.map2web.eu/lists/pois?location=1253388,6136079,14&pinned=

Die Stadt Germering verfügt über ein Solar- und ein Gründachkataster:
Solarpotenzial der Stadt Germering

Heizungstausch & Sanierung

Übersicht Fristen GEG

Für die Beantragung von Fördermitteln für Anlagen der Wärmeerzeugung ist eine Energieberatung nicht verpflichtend. Für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle, die Anlagentechnik und die Heizungsoptimierung ist die vorherige Beratung durch einen Energieeffizienz-Experten erforderlich, um einen Förderantrag überhaupt stellen zu können. Auch die Fachplanung und Baubegleitung werden gefördert.

Sie haben die Möglichkeit, zu einem Energieeffizienz-Experten Kontakt aufzunehmen und von diesem einen Individuellen Sanierungsfahrplan (kurz: ISFP) aufstellen zu lassen. Wenn Sie innerhalb der nächsten 15 Jahre Maßnahmen umsetzen, die im ISFP enthalten sind (Wichtig: Nicht alle im ISFP aufgeführten Maßnahmen müssen zwingend umgesetzt werden!), bekommen Sie einen Zusatzbonus von 5% und können außerdem seit 1.1.2024 weitaus höhere Förderhöchstbeträge ansetzen.

Unter folgendem Link finden Sie in Ihrer Nähe gelistete Energieeffizienz-Experten:
https://www.energie-effizienz-experten.de

Bitte beachten Sie, dass sich die Energieeffizienz-Experten in ihrer Qualifikation unterscheiden und beispielsweise nicht jeder die Durchführung eines individuellen Sanierungsfahrplans anbietet.

Je nach Größe und Alter des Gebäudes und Aufwand der Datenerfassung ist mit Kosten zwischen 800 und 3000 € zu rechnen. Die Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans wird gefördert: BAFA – Bundesförderung der Energieberatung für Wohngebäude

Verschiedenes

Seit dem 1.1.2024 sind Kommunen in Bayern aufgefordert, bis spätestens 2028 eine sog. kommunale Wärmeplanung zu erstellen. Erst dann ist vage absehbar, ob Ihr Quartier in absehbarer Zeit an ein Wärmenetz angeschlossen wird. Nähere Informationen erhalten Sie in Ihrem Rathaus.

Stand 18.01.2024