Presseinformation: CO2-Abgabe: Mieter können Geld vom Vermieter zurückfordern

Aktuell erhalten die ersten Mieterinnen und Mieter ihre Heizkostenabrechnung für das Jahr 2023. Zum ersten Mal können Mieter einen Teil der anfallenden CO2-Kosten vom Vermieter einfordern. Mit dem CO2-Rechner der Verbraucherzentrale Bayern können beide Seiten berechnen, wie hoch ihr jeweiliger Anteil an den CO2-Kosten ist.

Bei Gebäuden mit einer Zentralheizung erhält der Vermieter die Rechnung in der Regel direkt vom Versorger. In dieser sind die Höhe der verursachten CO2-Emissionen und deren Kosten bereits ausgewiesen. Für die Heizkostenabrechnung müssen Vermieter jedoch ihren Anteil an den CO2-Kosten gesondert ausweisen und abziehen. Die Höhe der Kosten und ihre Aufteilung sind dabei abhängig vom energetischen Zustand des Hauses sowie dem genutzten Energieträger. Je schlechter der Zustand der Immobilie, desto höher fällt der Anteil des Vermieters aus.

Anders sieht es aus, wenn Mieter einen direkten Vertrag mit dem Energieversorger haben. Dies ist beispielweise bei Gas-Etagenheizungen der Fall. „Mieter müssen hier selbst aktiv werden und die CO2-Kosten beim Vermieter einfordern“, sagt Sigrid Goldbrunner, Regionalmanagerin Energieberatung bei der Verbraucherzentrale Bayern. Dabei gilt es besonders die gesetzlichen Fristen zu beachten. „Sobald Mieter die Abrechnung von ihrem Gaslieferanten erhalten haben, haben sie sechs Monate Zeit, um ihren Anspruch geltend zu machen. Danach verfällt die Forderung“, erklärt Goldbrunner.

Online-Tool hilft bei Berechnung

Wie hoch die CO2-Abgabe ist und wie deren Aufteilung aussieht, finden Mieter mithilfe des kostenlosen CO2-Rechners der Verbraucherzentrale Bayern heraus. Dieser findet sich auf www.verbraucherzentrale-bayern.de/co2rechner.

Bei Fragen, beispielweise zum Aufteilungsschlüssel bei den CO2-Kosten, können Mieter und Vermieter einen Termin bei der Verbraucherzentrale Bayern vereinbaren. Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt. Dort erhalten Verbraucher auch weitere Hilfe bei der Heizkostenabrechnung oder Hinweise zum Energiesparen. Die Energie-Fachleute der Verbraucherzentrale Bayern beraten anbieterunabhängig und individuell. Unter der kostenfreien Hotline 0800 – 809 802 400 ist die Anmeldung zur Energieberatung möglich. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Energieberatungstermine können auch bei der Energieagentur KLIMA³ der drei Landkreise Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech unter der Tel. Nr. 08193 31239-11 gebucht werden.  Weitere Informationen gibt es unter www.klimahochdrei.bayern.

 

Wir suchen Energiewende-Projekte

Die Energiewende hat viele Gesichter – sind Sie eins davon?

Die Wärmepumpe im Altbau, die PV-Anlage auf dem Dach des Handwerksbetriebs oder das Wärmenetz in der Gemeinde – die Energiewende passiert mit vielen verschiedenen kleinen und großen Projekten.

Als Energieagentur für die drei Landkreise Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech möchten wir Projekte und die Menschen dahinter vorstellen – als Beispiel und Anregung für andere, was möglich ist. Aus den Projekten soll eine Energiewende-Landkarte für die Homepage entstehen, mit der sich Interessierte über die verschiedenen Maßnahmen informieren und sich ggf. inspirieren lassen können.

Deshalb suchen wir Sie – Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen, die Lust haben, ihr Energiewende-Projekt vorzustellen.

Sind Sie dabei und werden ein Fähnchen auf unserer Energiewende-Karte? Dann freuen wir uns über einen Anruf unter 08193 31 23 9-11 oder über eine E-Mail an buero@klimahochdrei.bayern.

 

Pressemitteilung: Kinder entscheiden spielerisch über Energiewende im Energiespardorf

Wo Kinder über Klimaschutz und Energiewende entscheiden

Energiespardorf vom Bund Naturschutz an der
Grund- und Mittelschule in Türkenfeld

„Wollen wir ein Windrad bauen oder eine Photovoltaik-Anlage auf das Feld stellen?“, lautet die Frage, die Bürgermeister Ruben seinem Gemeinderat stellt. Die Schülerinnen und Schüler beraten in einer nachempfundenen Gemeinderatsitzung, wie sie ihr Dorf klimaneutral mit elektrischer Energie versorgen können. Schnell sind sie sich einig, sie machen beides.

Im Energiespardorf, das vor 12 Jahren von dem Landsberger Physiker Peter Satzger entwickelt wurde, simulieren die Kinder praxisnah, wie eine Kommune die Weichen stellt für eine klimafreundliche Energieversorgung. Ziel ist es, die komplexen Zusammenhänge bei klimapolitischen Entscheidungen zu verstehen und die Auswirkungen geplanter Maßnahmen zu verdeutlichen. Drei Klassen der Türkenfelder Grund- und Mittelschule und eine 9. Klasse aus dem Graf-Rasso-Gymnasium Fürstenfeldbruck haben das Energiespardorf besucht, das in der Türkenfelder Schönbergaula aufgebaut war.

Das Dorfmodells umfasst rund 20 Gebäude, darunter auch eine Kirche, Bauernhöfe und eine Gewerbehalle, mit echten Verbrauchern wie z. B. Beleuchtung. Mit dem Beamer werden die Verbräuche auf die Leinwand geworfen. Die Klasse 4b beschließt als erste Maßnahme, die Beleuchtung auf LED-Leuchtmittel umzurüsten und ist begeistert, dass der Stromverbrauch dadurch um die Hälfte reduziert wird. Noch deutlicher fällt die Wirkung der zwei Windräder auf, die folgen: Sie decken nicht nur den simulierten Strombedarf des Dorfs von 16 Millionen Kilowattstunden, sondern erwirtschaften sogar einen beträchtlichen Überschuss.

Markus Istenes, der Rektor der Grund- und Mittelschule Türkenfeld, freut sich über den ersten Einsatz des Energiespardorfs: „Es bereichert den Unterricht sehr in seiner spielerischen und buchstäblich ‘begreiflichen‘ Herangehensweise.“ Klassenlehrerin Julia Berning lobt, „dass mit dem Energiespardorf zwei Themen aus dem Heimat- und Sachunterricht, nämlich Energie und Gemeinde, verschränkt und praktisch angewendet werden.“

Die Schüler erhalten einerseits mit Strommessgerät und einem Energiefahrrad ein Gefühl für die Kilowattstunde Strom, andererseits können sie als Entscheider in einem fiktiven Gemeinderat die Energiewende im Dorf mitgestalten. Sie haben sichtlich Spaß daran, Photovoltaikanlagen auf die Dächer ihrer Modellhäuser zu installieren oder eine Windkraftanlage aufzubauen. Die Simulation am Beamer zeigt sofort die Auswirkung jeder einzelnen Maßnahme.

Der Einsatz des Energiespardorfs in Türkenfeld wurde erstmals von der KLIMA³ Energieagentur koordiniert. Die Sparkasse Fürstenfeldbruck unterstützt die Klimabildung der Energieagentur mit einer großzügigen Spende. „Das hilft uns sehr, das Energiespardorf an viele Schulen in der Region zu bringen“, dankt die KLIMA³-Referentin für Energieberatung Josefine Anderer dem Sparkassendirektor Dirk Hoogen.

Das Energiespardorf kann von weiteren Schulen angefordert werden. Es eignet sich ab Jahrgangsstufe 4.

 

 

Menschen besichtigen Windkraftanlagen

Pressemitteilung: Windkraft-Fahrt ins Fuchstal

Rund 30 Interessierte besichtigen auf Einladung von KLIMA³ die Windkraftanlagen in Fuchstal

Das Thema Windkraft ist im Landkreis Fürstenfeldbruck derzeit in aller Munde. Um sich ein Bild von der neuesten Generation von Windkraftanlagen zu machen, hat die Energieagentur Bürgerinnen und Bürger zu einer Infofahrt nach Fuchstal eingeladen. Rund 30 Interessierte aus allen drei KLIMA³-Landkreisen nahmen das Angebot wahr, darunter auch Landsberieds Bürgermeisterin Andrea Schweitzer und Adelshofens Bürgermeister Robert Bals.

Zunächst ging es ins Fuchstaler Rathaus, wo Bürgermeister Erwin Karg in gewohnt launig-salopper Art von den großen Widerständen berichtete, die ihm zu Beginn der Planungen entgegenschlugen. Mit viel Einsatz hat er schließlich die knappe Mehrheit seiner Bevölkerung in einem Bürgerentscheid 2014 hinter sich versammelt und den Bau der Windräder durchgesetzt. Heute stehen sieben Windkraftanlagen im Gemeindegebiet, drei davon sind erst seit kurzem in Betrieb. Sie erzeugen dreimal so viel Strom, wie Fuchstal benötigt. Das freut nicht nur den Gemeindekämmerer, sondern angesichts hoher Renditen auch die beteiligten Bürgerinnen und Bürger.

Wie sich ein Windrad aus unmittelbarer Nähe oder auch aus einiger Entfernung anhört, konnten die Teilnehmenden anschließend im Fuchstaler Windpark erfahren und an den noch am Boden gelagerten, 80 Meter langen Rotorblättern der Anlagen ausprobieren, wie sich so ein Flügel anfühlt.

In den Gesprächen mit den Teilnehmenden wurde klar: „Viele Menschen sind gar keine Windkraftgegner, sie wollen schlichtweg verstehen, wie die Anlagen ihre Umgebung verändern, etwa wie hoch sie sind oder wie sie sich anhören“, sagt KLIMA³-Geschäftsführer Andreas Weigand. „Wir freuen uns, dass wir mit dieser Fahrt etwas zur Diskussion rund um die geplanten Windkraftanlagen westlich von Fürstenfeldbruck beitragen konnten!“

Presseinformation: KLIMA³ lädt am 3. Mai zur Informationsfahrt nach Fuchstal ein

Windkraft – sauber, erneuerbar und profitabel

Das Thema Windkraft ist im Landkreis Fürstenfeldbruck derzeit in aller Munde. An mehreren Standorten gibt es Überlegungen, Windkraftanlagen zu errichten. Mögliche Flächen liegen z. B. nord- und südwestlich von Puch sowie südlich von Aich.
Wie sehr Kommunen, aber auch Bürgerinnen und Bürger von der Windkraft profitieren können, zeigt das Beispiel Fuchstal. Hier stehen mittlerweile sieben Windkraftanlagen, die dreimal so viel Strom erzeugen, wie die Gemeinde benötigt. Und das, obwohl es zu Beginn kräftigen Gegenwind gab.

Die KLIMA³ Energieagentur lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger, Gemeinderäte, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister insbesondere aus Aich, Puch und Landsberied ein, sich in Fuchstal ein Bild von der neuesten Generation von Windkraftanlagen zu machen.
Die Informationsfahrt startet am Freitag, 3. Mai 2024, ab 14:30 Uhr in Aich (Bushaltestelle Dorfstraße), um ca. 14:35 Uhr Zustiegsmöglichkeit am Landsberieder Rathaus (Schloßstraße 4). Gegen 16 Uhr empfängt Fuchstals Bürgermeister Erwin Karg die Gruppe und anschließend werden die Windkraftanlagen besichtigt. Die Rückfahrt ab Fuchstal ist für 17 Uhr geplant.

Eine Anmeldung ist erforderlich unter https://eveeno.com/117079929 oder telefonisch unter 08193 31239-11.

Mehrfamilienhaus mit Balkonen

Presseinformation: KLIMA³ lädt zum Vortrag „Sanierung, Heizungstausch, Wärmenetz im Mehrparteienhaus“ ein

Am 1. Januar 2024 ist das novellierte Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft getreten. Das Gesetz verfolgt das Ziel, durch einen schrittweisen Austausch von Öl- und Gasheizungen gegen erneuerbare Energiequellen das Heizen klimafreundlicher zu machen.

Damit insbesondere Hausverwaltungen, Beiräte von Wohneigentumsanlagen und Vermieter sich auf die neuen Vorgaben einstellen können, lädt die KLIMA³ Energieagentur am Mittwoch, 17. April 2024 um 19 Uhr ins Stadtlabor nach Fürstenfeldbruck zum Vortrag mit dem Titel „Sanierung – Heizungstausch – Wärmenetz in Mehrparteienhäusern“ ein.

„In Mehrparteienhäusern und Wohnanlagen schlummern große energetische Einspar-Potentiale“, sagt Andreas Weigand, Geschäftsführer der KLIMA³ Energieagentur. „Mit dem Vortrag möchten wir auch Wohneigentümern und Vermietern Orientierung und Antworten bieten, wie energetische Sanierung und Heizungstausch mit klimafreundlichen Lösungen gelingen können.“

Im Vortrag werden verschiedene Sanierungsansätze bis hin zu Heizungslösungen, Praxisbeispiele sowie Wärmenetz-Optionen vorgestellt. Auch einen Überblick über aktuelle Förderprogramme wird es geben.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Stadt Fürstenfeldbruck und der Verbraucherzentrale Energieberatung statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erwünscht unter https://eveeno.com/244467904.

Weitere Informationen und Termine unter www.klimahochdrei.bayern/veranstaltungen.

Zum Hintergrund: Bis spätestens 2045 sollen alle Gebäude in Deutschland klimaneutral mit Wärme versorgt werden. Auch wenn Wärmenetze, dezentrale Erzeugungsanlagen, Geothermie und Abwärme künftig eine wachsende Rolle in der Wärmeversorgung spielen werden, sind für viele Gebäude weiterhin individuelle Sanierungs- und Heizungslösungen gefragt.

Mitglieder des KLIMA³ Fachbeirats

Presseinformation: KLIMA³ Fachbeirat einberufen

Vernetzung in den Landkreisen stärken: KLIMA³ beruft Fachbeirat ein

Die Klima- und Energieagentur KLIMA³ der Landkreise Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech ist nun seit mehr als einem Jahr als Kompetenzzentrum Energiewende etabliert. Um sich noch besser mit den verschiedenen Interessengruppen zu verzahnen, wurde nun ein Fachbeirat einberufen. Dessen Aufgabe wird es sein, die Energieagentur in fachlichen Fragen zu begleiten und Vorschläge zu Aufgaben und Weiterentwicklung zu erarbeiten. Der Fachbeirat ist breit aufgestellt, neben den Klimaschutzstellen der Landratsämter sind die Wirtschaftsförderungen der Landkreise, die Kreishandwerksmeister sowie die Bürgerenergiegenossenschaften und Energiewendevereine vertreten.

„Mit der heutigen Berufung des Fachbeirats ist die Gründung unserer Energieagentur abgeschlossen. Das ist ein großer Schritt und ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit“, sagt Andreas Weigand, Geschäftsführer von KLIMA³.
Fachbeirat und Geschäftsführer sind sich einig, dass ein lebhafter Beirat zum Wohle der Energieagentur ist. So ist beispielsweise geplant, über Fachgruppen Expertenwissen aus den drei Landkreisen zu bündeln und in den Geschäftsbetrieb der Agentur zu integrieren. „Mit unseren umtriebigen Wirtschaftsförderern, fachkundigen Handwerkern und engagierten Ehrenamtlichen wird KLIMA³ noch weiter in der Region verwurzelt und die Akteure noch enger vernetzt“, freut sich Weigand.

Den Vorsitz des Fachbeirats hat laut Satzung der Geschäftsführer selbst inne, als Stellvertreter wählten die Anwesenden Oliver Berger, Vorsitzender des Energiewendevereins Landkreis Starnberg.
Insgesamt besteht der Fachbeirat aus 13 Mitgliedern: Wilhelm Boneberger (Kreishandwerkerschaft Starnberg), Markus Wasserle (Kreishandwerkerschaft LL), Franz Höfelsauer (Kreishandwerkerschaft FFB), Max Keil (ehemals ZIEL 21), Berthold Lesch (LENA Landsberg e. V.), Oliver Berger (Energiewendeverein Landkreis Starnberg), Christoph Winkelkötter (Wirtschaftsförderung STA), Aneta Höffler (Landratsamt FFB), Barbara Magg (Wirtschaftsförderung FFB), Andrea Ruprecht (Landratsamt LL), Herbert Schwarz (Landratsamt STA), Kathrin Lenvain (Wirtschaftsförderung LL) und Andreas Weigand (KLIMA³).

Vortrag zur Wärmewende in Althegnenberg

Presseinformation: Wie die Heizung fit für die Zukunft wird

Die Wärmewende in der Gemeinde Althegnenberg – Vortrag der KLIMA³ Energieagentur

Unter dem Motto „Gemeinsam. Wärme. planen“ hat die KLIMA³ Energieagentur zu einem Vortrag über die Zukunft der Wärmeversorgung ins Sportzentrum der Gemeinde Althegnenberg eingeladen. Althegnenbergs Bürgermeister Rainer Spicker und Mittelstettens Bürgermeister Franz Ostermeier begrüßten die rund 50 interessierten Bürgerinnen und Bürger.

Zum 01.01.2024 sind das aktualisierte Gebäudeenergiegesetz, das umgangssprachlich auch als „Heizungsgesetz“ bezeichnet wird, und das Wärmeplanungsgesetz in Kraft getreten. Tim Hennig, Referent für die kommunale Energie- und Wärmewende bei KLIMA³, gab zu Beginn einen Überblick über beide Gesetze sowie über ihr Zusammenspiel, um den Menschen die Verunsicherungen zu nehmen, die durch die Diskussion über die Gesetze entstanden sind. „Haben Sie keine Angst, Ihre bestehende Heizung muss nicht sofort ausgetauscht werden“, nahm Hennig den Anwesenden die Bedenken. „Erst wenn Ihre Heizung erneuert werden muss, gilt es, bestimmte Anteile an erneuerbaren Energien bei der neuen Heizung zu erfüllen.”

Welche Möglichkeiten und individuellen Lösungen Privathaushalte beim Heizungstausch haben und was zu beachten ist, erläuterte Energieberater Jürgen Honold. „Auch in Bestandsbauten kann eine Wärmepumpe in aller Regel problemlos eingesetzt werden, bedarf allerdings einer Prüfung durch einen Experten“, führte Honold aus. Die Botschaft war klar: „Für Hauseigentümerinnen und -eigentümer ist es sinnvoll, vorzusorgen und einen Plan zu entwickeln, wie Gebäudehülle und Heizung schrittweise für die Zukunft fit gemacht werden können“, so der Energieberater. Eine individuelle Energieberatung bietet KLIMA³ in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale an. Eine Terminvereinbarung ist unter der Telefonnummer 08193 – 3123911 möglich.

Dass Wärmenetze auch in ländlichen Bereichen eine Möglichkeit zur Wärmeversorgung darstellen, erläuterte abschließend Robert Bals, Geschäftsführer der Nahwärme Adelshofen GmbH & Co. KG.
Am Beispiel des kürzlich in Betrieb gegangenen Wärmenetzes in Adelshofen stellte Bals anschaulich die Potenziale und Schwierigkeiten einer Wärmenetzversorgung dar. „Es ist aufwändig, aber machbar. Die Errichtung eines Wärmenetzes kann zum Konjunkturpaket für die gesamte Ortschaft werden.“

KLIMA³ Vortrag in Kaufering

Presseinformation: Sanieren und Heizungstausch im Mehrparteienhaus

Vortrag der KLIMA³ Energieagentur in Kaufering

Wie können Heizungstausch und energetische Sanierung in Mehrparteienhäusern gelingen und welche gesetzlichen Vorgaben gilt es zu beachten? Um diese Fragen ging es beim Vortrag der KLIMA³ Energieagentur in Kaufering, zu dem knapp zwei Dutzend Vertreter von Hausverwaltungen, Vermieter und Einfamilienhaus-Besitzer gekommen waren. Kauferings Bürgermeister Thomas Salzberger begrüßte die Anwesenden.
Josefine Anderer von der KLIMA³ Energieagentur skizzierte die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die die Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes und das neue Gesetz zur Kommunalen Wärmeplanung mit sich bringen. Durch die Verknüpfung von Gebäudeenergiegesetz und Wärmeplanungsgesetz ist eine zügige Abkehr von Gas und Öl eingeleitet worden. Das sei eine gute Nachricht, insbesondere weil Haus- und Wohnungsbesitzer damit eine Entscheidungshilfe erhielten und Planungssicherheit gewännen, betonte Anderer.

Mehr Förderung mit Sanierungsfahrplan

Andreas Masch, Referent der Verbraucherzentrale Energieberatung, informierte über die Ansatzpunkte bei Gebäudesanierung, Heizungsoptimierung und Heizungstausch. Insbesondere in Mehrparteienhäusern gebe es viele Aspekte zu berücksichtigen. Eine Sanierung sei gründlich vorzubereiten und von Fachplanern durchzuplanen, bis es zur Mehrheitsfindung in Eigentümerversammlungen komme. „Mit einem sogenannten Individuellen Sanierungsfahrplan ist man da gut aufgestellt. Außerdem erhöhen sich die Förderquoten und auch die Höhe der förderfähigen Kosten bei Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle deutlich, sobald ein solcher Fahrplan vorliegt“, so Masch. Die sogenannte Heizungsoptimierung ist inzwischen in Häusern mit mehr als drei Wohneinheiten Pflicht; sie birgt die Chance, mit einfachen Maßnahmen Energieverbräuche sofort deutlich zu reduzieren.
Ab 2024 können unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 70% Förderung für den Heizungstausch im eigengenutzten Wohngebäude beantragt werden. In Wohneigentumsgemeinschaften kann die Hausverwaltung die 30 % Basisförderung erhalten, während der jeweilige Eigentümer zusätzlich neben dem Klimabonus ggf. auch den Einkommensbonus anteilig beantragen kann.

Serielles Sanieren

Wie man im Gebäudesektor Tempo bei der Dämmung machen kann, dazu gab der Bauingenieur und Energieberater Valentin Übelhör einen Einblick. Mit dem sogenannten „seriellen Sanieren“ lassen sich durch die serielle Vorfertigung von Dämm-Elementen in tragender Holzrahmenbauweise in kurzer Zeit große Fassaden sanieren. Konkurrenzfähig ist das Verfahren, das aus den Niederlanden mit dem Begriff „Energiesprong“ langsam in deutsche Planungsbüros vordringt, aufgrund des hohen Planungsaufwands noch nicht. In der KfW-Förderung Effizienzhaus 55 ist deshalb ein zusätzlicher Bonus als Marktanreiz eingeführt worden.

Beratungsangebote

„Gerade Wohneigentumsgemeinschaften mit 6 bis 12 Einheiten sind hier im Landkreis weit verbreitet. Wir wären dankbar, wenn es da mehr praxisreife Modelle für Sanierung und Heizungstausch und gezielte Beratung gäbe”, formulierte eine Teilnehmerin ihren Wunsch.
Eine solche Beratung erhalten Interessierte an allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale in den Landkreisen Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech. Terminvereinbarungen, auch für die sogenannten Vor-Ort-Checks, sind bei der Energieagentur KLIMA³ telefonisch unter 08193 – 31 23 911 möglich.

Die nächsten Infoabende für Mehrparteienhäuser sind am 17. April in Fürstenfeldbruck und am 24. April in Tutzing. Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Details sind unter www.klimahochdrei.bayern/veranstaltungen zu finden.

Modell einer Energiewende-Landschaft

Osterferien-Aktionstag „Wir bauen eine Energiewende-Landschaft“

Erneuerbare Energien spielerisch kennenlernen

Die KLIMA³ Energieagentur bietet in den Osterferien für interessierte Kinder am Dienstag, 26. März 2024, einen Aktionstag von 9 bis 14 Uhr an. Eingeladen sind Kinder von 10 bis 14 Jahren, um gemeinsam eine Energiewende-Landschaft mit einer kleinen Eisenbahn, Photovoltaik-Modulen und Windrädern zu bauen.

„Neben dem Spaß am Bauen möchten wir die Kinder auch für das Thema erneuerbare Energien begeistern und an dem Modell zeigen, wie sie zum Einsatz kommen können“, erklärt KLIMA³-Geschäftsführer Andreas Weigand.

Um Anmeldung wird gebeten unter der Telefonnummer 08193 31239-11. Veranstaltungsort ist die KLIMA³-Geschäftsstelle in Türkenfeld, Zankenhausener Str. 3.

Das fertige Energiewende-Modell soll dann die Energieagentur zu Ausstellungen und Messen begleiten, z. B. bei der meinZuhause-Messe, die am 27. Und 28. April 2024 in Landsberg am Lech stattfindet.