Haus mit Energiespar-Tabelle

Presseinformation: Gemeinde Krailling startet Energiecoaching mit KLIMA³

Krailling erhält Förderzusage der Regierung von Oberbayern

Die Gemeinde Krailling wurde als eine von zehn Kommunen in Oberbayern für das Programm Energiecoaching Plus ausgewählt. Das Angebot speziell für kleine und mittlere Kommunen bietet eine intensive, projektbezogene Beratung und Unterstützung im Rahmen der Umsetzung der Energiewende vor Ort. Die Kosten von maximal 12.500 Euro für das Energiecoaching werden vollständig vom Freistaat Bayern getragen.

Die Beratung erfolgt durch einen von der Regierung bestimmten Energiecoach und kann, je nach regionalem Bedarf, unterschiedliche Schwerpunkte abdecken, z. B. Einführung eines kommunalen Energiemanagements, Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für ein bestimmtes Projekt oder die energetische Optimierung von Bestandsgebäuden.
Kraillings Bürgermeister Rudolph Haux hat einiges vor. „Im Rahmen des Programms möchten wir sowohl unsere kommunalen Liegenschaften als auch das kommunale Energiemanagement umfassend unter die Lupe nehmen, um gezielt herauszufinden, wo noch weiteres Einsparpotenzial besteht.“

Die fachliche Betreuung des Projekts in Krailling übernimmt die Energieagentur KLIMA³ in Zusammenarbeit mit Kraillings kommunaler Klimaschutzmanagerin Christine Papst. Andreas Weigand, Geschäftsführer der Agentur KLIMA³, lobt das Förderprogramm als niedrigschwelliges Angebot für die Kommunen, mit der die Energiewende vor Ort angeschoben werden: „Wir freuen uns, dass wir die Gemeinde Krailling im Rahmen des Energiecoaching_Plus begleiten dürfen. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit der Verwaltung kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zu entwickeln, um die kommunalen Gebäude zu optimieren.“

Geothermie Pullach

Die Geothermie-Anlage in Pullach nutzt nur den Energieinhalt des heißen Wassers: Nach der Übertragung der Wärme auf das Fernwärmenetz mittels Wärmetauscher wird das abgekühlte, aber unveränderte Wasser wieder in die gleiche geologische Schicht, aus der es kam – den Malm – zurückgeführt. Deshalb braucht man immer zwei Bohrungen, die sogenannte „Dublette”. Durch die erste Bohrung, die „Förderbohrung”, wird das heiße Wasser nach oben gefördert. Die zweite Bohrung, die „Reinjektionsbohrung”, führt das abgekühlte Wasser wieder zurück in den Malmkarst.

Damit das abgekühlte Wasser nicht sofort wieder zur Förderbohrung fließt, liegt der Endpunkt der Reinjektionsbohrung etwa zwei Kilometer vom Ende der Förderbohrung entfernt. Das zurückgeführte Wasser erwärmt sich wieder und kann dann erneut genutzt werden. Pullach war das erste Geothermie-Projekt, bei dem eine bestehende Dublette um eine dritte Bohrung erweitert wurde. Die neu hinzugekommene dritte Bohrung wird nun als Reinjektionsbohrung genutzt. Somit verfügt Pullach über zwei Förderbohrungen. Die Kapazität des Heizwerks hat sich damit fast verdoppelt.

Weitere Infos finden Sie auf der Webseite der  IEP – Innovative Energie für Pullach GmbH

Geothermieanlage Freiham

Mit der Geothermieanlage Freiham beheizen die Stadtwerke München seit 2016 den Stadtteil Freiham sowie benachbarte Viertel im Münchner Westen. Aus 2.500 Metern Tiefe wird Wasser mit einer Temperatur von 90 °C nach oben gepumpt. Auf dem Praxisforum Geothermie.Bayern wurde die Anlage als effizienteste geothermische Wärmeanlage 2020 ausgezeichnet.

Weitere Infos gibt es auf der Webseite der Stadtwerke München.

Geothermie Unterföhring

Unterföhring liegt auf dem Gebiet des nordalpinen Molassebeckens, einer für die Geothermie besonders gut nutzbaren Region zwischen Donau und Alpen. Hier zirkuliert im tiefen Untergrund heißes Thermalwasser, das zu Heizzwecken und in besonderen Fällen auch zur Stromerzeugung genutzt werden kann.

Hierzu wird die Gesteinsschicht mit dem heißen Wasser, die im Molassebecken in Tiefen zwischen 1.500 und ca. 6.000 Metern verläuft, mit Hilfe von Tiefbohrungen ‚angezapft’. In Unterföhring wird das heiße Thermalwasser über zwei Förderbohrungen gefördert, die in rund 2.500 Metern bzw. 2.300 Metern Tiefe enden.

In den vergangenen Jahren haben die Geothermieanlagen-Betreiber im Großraum München aus Vorsorge- und Transparenzgründen ein eigenes seismisches Messnetz aufgebaut, das eine engmaschige Überwachung der Erdbewegungen in der Region erlaubt. Damit will man für den unwahrscheinlichen Fall gerüstet sein, dass der geothermische Anlagenbetrieb seismische Ereignisse induziert.

Weitere Infos finden Sie auf der Webseite des Unternehmens.

Vortrag Aktionswochen Wärme Türkenfeld Oktober 2025

Presseinformation: Wärmeplanung, Wärmepumpe, Sanierungsoptionen und Photovoltaik

Breites Info-Angebot bei Aktionswochen Wärme in Türkenfeld

Rund 90 interessierte Bürgerinnen und Bürger haben die Türkenfelder Aktionswochen Wärme Ende Oktober genutzt, um sich über die Kommunale Wärmeplanung der Gemeinde, individuelle Heizungslösungen und Sanierungsoptionen zu informieren. Initiiert wurden die Aktionswochen von der Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Energieagentur KLIMA³.

Drei Info-Abende zu Wärmeplanung, Wärmepumpe, Sanierungsoptionen und Photovoltaik

An insgesamt drei Abenden ging es um mögliche Sanierungsbaustellen im Wohngebäude und individuelle Heizungslösungen, die nach dem Gebäudeenergiegesetz in Frage kommen. Daneben wurden Förderprogramme und verschiedene Beratungsformate der Verbraucherzentrale (VZ) Energieberatung vorgestellt. Wer eine neue Wärmepumpe einbauen lassen möchte, kann von einem neuen Angebot der Verbraucherzentrale profitieren und Angebote zum Einbau einer Wärmepumpe durch die Energiefachleute neutral prüfen lassen.

Als besonderes Angebot konnten sich Interessierte im Rahmen der Aktionswochen für eine Vor-Ort-Beratung durch einen Energieberater der Verbraucherzentrale anmelden. Dabei nimmt ein Energieberater das Eigenheim aus energetischer Sicht unter die Lupe und gibt Empfehlungen, z. B. im Hinblick auf Sanierung und Heizungstausch. Für insgesamt 25 solcher Beratungen übernimmt die Gemeinde Türkenfeld die Kosten (in Höhe von 40 Euro pro Beratung).  Das Kontingent war schnell ausgeschöpft, insgesamt wurden sogar 27 Vor-Ort-Beratungen vermittelt, die in den nächsten Wochen mit Energieberatern der VZ stattfinden werden. Darunter ist auch ein Wärmepumpen-Check, ein sog. „Heizungs-EKG“, bei dem mit Messgeräten die Leistung und der Stromverbrauch einer installierten Wärmepumpe erfasst, dokumentiert und ausgewertet wird, um so durch entsprechende Einstellungen die Effizienz zu verbessern und den Stromverbrauch zu reduzieren.

Vor-Ort-Beratung 

Auch nach den Aktionswochen Wärme haben interessierte Eigenheimbesitzer die Möglichkeit, sich für eine Vor-Ort-Beratung oder auch eine kostenfreie Energieberatung in den Räumen der Energieagentur in Türkenfeld anzumelden. Die nächste Energieberatung findet hier am 21. November 2025 von 8 bis 11:45 Uhr statt. Termine können unter der Telefonnummer 08193 31239-11 oder unter 0800 809 802 400 vereinbart werden.

Warum Geothermie?

Geothermie gilt als umweltfreundliche, nachhaltige Alternative zu fossilen Energieträgern, da sie deutlich weniger CO2-Emissionen verursacht und nach menschlichem Ermessen unerschöpflich ist. Zudem liefert Geothermie konstant Energie – Tag und Nacht, unabhängig von Wetter oder Jahreszeit.

In Verbindung mit Nah- und Fernwärmenetzen kann Geothermie eine nachhaltige, sichere und wirtschaftlich attraktive Wärmeversorgung darstellen, sowohl für Privathaushalte als auch für Gewerbe. Für Kommunen und politische Entscheidungsträger bietet sie die Möglichkeit, langfristig unabhängiger von fossilen Energieträgern zu werden und gleichzeitig den lokalen Klimaschutz voranzubringen.