Geothermie Pullach

Die Geothermie-Anlage in Pullach nutzt nur den Energieinhalt des heißen Wassers: Nach der Übertragung der Wärme auf das Fernwärmenetz mittels Wärmetauscher wird das abgekühlte, aber unveränderte Wasser wieder in die gleiche geologische Schicht, aus der es kam – den Malm – zurückgeführt. Deshalb braucht man immer zwei Bohrungen, die sogenannte „Dublette”. Durch die erste Bohrung, die „Förderbohrung”, wird das heiße Wasser nach oben gefördert. Die zweite Bohrung, die „Reinjektionsbohrung”, führt das abgekühlte Wasser wieder zurück in den Malmkarst.

Damit das abgekühlte Wasser nicht sofort wieder zur Förderbohrung fließt, liegt der Endpunkt der Reinjektionsbohrung etwa zwei Kilometer vom Ende der Förderbohrung entfernt. Das zurückgeführte Wasser erwärmt sich wieder und kann dann erneut genutzt werden. Pullach war das erste Geothermie-Projekt, bei dem eine bestehende Dublette um eine dritte Bohrung erweitert wurde. Die neu hinzugekommene dritte Bohrung wird nun als Reinjektionsbohrung genutzt. Somit verfügt Pullach über zwei Förderbohrungen. Die Kapazität des Heizwerks hat sich damit fast verdoppelt.

Weitere Infos finden Sie auf der Webseite der  IEP – Innovative Energie für Pullach GmbH

Geothermieanlage Freiham

Mit der Geothermieanlage Freiham beheizen die Stadtwerke München seit 2016 den Stadtteil Freiham sowie benachbarte Viertel im Münchner Westen. Aus 2.500 Metern Tiefe wird Wasser mit einer Temperatur von 90 °C nach oben gepumpt. Auf dem Praxisforum Geothermie.Bayern wurde die Anlage als effizienteste geothermische Wärmeanlage 2020 ausgezeichnet.

Weitere Infos gibt es auf der Webseite der Stadtwerke München.

Warum Geothermie?

Geothermie gilt als umweltfreundliche, nachhaltige Alternative zu fossilen Energieträgern, da sie deutlich weniger CO2-Emissionen verursacht und nach menschlichem Ermessen unerschöpflich ist. Zudem liefert Geothermie konstant Energie – Tag und Nacht, unabhängig von Wetter oder Jahreszeit.

In Verbindung mit Nah- und Fernwärmenetzen kann Geothermie eine nachhaltige, sichere und wirtschaftlich attraktive Wärmeversorgung darstellen, sowohl für Privathaushalte als auch für Gewerbe. Für Kommunen und politische Entscheidungsträger bietet sie die Möglichkeit, langfristig unabhängiger von fossilen Energieträgern zu werden und gleichzeitig den lokalen Klimaschutz voranzubringen.