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Pressemitteilung: „In bayerischen Flüssen und Seen schwimmt riesiges Energiepotenzial, das wir vermehrt nutzen wollen“

in Pressemitteilung

Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger setzt sich für Gewässerthermie ein – Untersuchung bestätigt Potenzial am Ammersee

Mit der Wärme aus dem Ammersee könnte der Wärmebedarf der Anrainerkommunen zu 100 Prozent gedeckt werden. Das hat eine Untersuchung vom Ökoenergie-Institut Bayern am Landesamt für Umwelt im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums zum Seethermiepotenzial des Ammersees ergeben. Die Ergebnisse wurden am Montag in Stegen am Ammersee im Rahmen der Bayerischen Energietage vorgestellt.

 

Aiwanger befürwortet Gewässerthermie-Nutzung

Zum Auftakt betonte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „In bayerischen Flüssen und Seen schwimmt ein enormes Energiepotenzial. Deshalb ist Gewässerthermie als weiterer Baustein der bayerischen Wärmewende eine echte Chance, zehntausende Haushalte mit bezahlbarer und regionaler Energie zu versorgen. Gerade Bayern mit seinen vielen Flüssen und großen See könnte davon profitieren. Die Zukunft der Energiewende liegt in maßgeschneiderten Lösungen wie hier am Ammersee.“

 

Ammersee als Wärmelieferant für Anrainerkommunen

Das Projekt am Ammersee umfasst zwei Themenbereiche: Zum einen die Analyse des Wärmepotenzials des Ammersees. Diese wurde mittels 3D-Modellierung durch die Ingenieurgesellschaft Prof. Kobus und Partner GmbH untersucht. Die Untersuchung hat gezeigt, dass der Ammersee mit rund 339 Gigawattstunden pro Jahr ein hohes thermisches Potenzial besitzt. Die Anrainerkommunen benötigen etwa 277 Gigawattstunden jährlich an Wärmeenergie.

Wenn Seewasser zur Wärmegewinnung entnommen wird, würde sich die unterste Seeschicht (Hypolimnion) um maximal 0,1 bis 0,2 Kelvin abkühlen, so das Ergebnis der 3D-Modellierung. „Ein lokales Auskühlen von Buchten, z.B. der Herrschinger Bucht, ist dadurch nicht zu befürchten“, erklärt Dr.-Ing. Ulrich Lang von der Ingenieurgesellschaft Prof. Kobus und Partner GmbH.

Wichtig ist, zu betonen, dass die Modellierung eine reine thermische Betrachtung darstellt, aber keine naturschutzfachlichen und ökologischen Aspekte berücksichtigt hat. Diese sind im Einzelfall standortbezogen noch zu bewerten.

Im weiteren Verlauf sollen auch der Tegernsee, Schliersee, Kleiner Brombachsee, Starnberger See und Altmühlsee auf ihr Wärmepotenzial hin untersucht werden.

 

Checkliste als Leitfaden für Kommunen

Parallel zur thermischen Untersuchung des Ammersees hat die Energieagentur KLIMA³ eine Checkliste zur Vorprüfung von Seethermieprojekten erarbeitet, die anderen Kommunen als Orientierung dienen und den Einstieg in vergleichbare Vorhaben erleichtern soll. Mit der Checkliste erhalten Kommunen einen strukturierten, praxisorientierten Überblick über alle für ein Seethermieprojekt relevanten Themen wie Organisation, Datengrundlage und technische Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit, Genehmigungen, Umwelt, Akzeptanz und Begleitung der Entscheidungsfindung.

Die Checkliste steht in Kürze auf der Webseite des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie auf der Webseite von KLIMA³ zum Download zur Verfügung.

Das Ergebnis der Potenzialanalyse für den Ammersee ist ein gutes Zeichen für die regionale Energiewende, denn der Ammersee hat genug Wärme, um die Anrainerkommunen zu versorgen. Wo letztendlich die Wärme aus dem Wasser sinnvoll in Wärmenetzen genutzt werden kann, muss nun in den Kommunen individuell untersucht werden.

Beitragsbild oben: Großes Interesse an Seethermie: Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Mi.) mit der Landrätin des Landkreises Landsberg am Lech, Daniela Groß (3. v. re.), dem stellvertretenden Landrat des Landkreises Starnberg Georg Scheitz (4. v. re.), der stellvertretenden Landrätin des Landkreises Starnberg Marlene Greinwald (2. v. re.)  sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Anrainerkommunen (v. li.) Florian Hoffmann (Utting), Hubert Vögele (Inning), Sandra Perzul (Markt Dießen), Christian Schiller (Herrsching), Gunther Hofmann (Schondorf) und Teresa Grünbaur-Incir (Pähl) sowie KLIMA³-Geschäftsführer Andreas Weigand (3. v. li.).

 

https://klimahochdrei.bayern/wp-content/uploads/2026/07/KLIMA3_AmmerSeethermie-20260720_web.jpg 1055 2000 klima3 Team https://klimahochdrei.bayern/wp-content/uploads/2023/12/klimahochdrei_signet_web_klein1.png klima3 Team2026-07-22 11:29:142026-07-22 11:35:35Pressemitteilung: „In bayerischen Flüssen und Seen schwimmt riesiges Energiepotenzial, das wir vermehrt nutzen wollen“

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