Strom für mehr als 14.000 Haushalte

Auf gemeindeübergreifenden Forstflächen in Kottgeisering und Moorenweis sollen 7 Windenergieanlagen in waldschonender Bauweise entstehen. Die Projektflächen wurden durch Mehrheitsbeschluss in den jeweiligen Gemeinderäten ausgewählt.

  • Technische Daten

    Anzahl Windenergieanlagen: bis zu 7 WEA
    jeweils installierte Leistung:
    2 WEA mit jeweils 5.600 kW und 5 WEA mit jeweils 6.200 kW
    insgesamt installierte Leistung: 42.200 kW  


    Höhe der Anlage/n: ca. 250 Meter mit Rotorspitze
    Rotorblatt-Länge:
    ca. 162 Meter


    Typ / Fabrikat: In der aktuellen Planung Vestas V162. Die Angaben sind vorläufig, im weiteren Genehmigungsprozess kann sich der WEA-Typ noch ändern. 


    Geplante Stromerzeugung: Die prognostizierte jährliche Stromproduktion beträgt ca. 82.290 MWh, dies entspricht dem Strombedarf von ca. 14.400 Haushalten (siehe Projektpräsentation Webseite Gemeinde Moorenweis) 


  • Genehmigungsstatus

    Stand des Genehmigungsverfahrens: Vorbescheid beantragt


    Geplante Inbetriebnahme: 2027

  • Beteiligungskonzept

    Im Rahmen der Projektrealisierung bietet das Betreiberkonsortium folgende Möglichkeiten an:  

    • Finanzielle Beteiligung der Kommune nach § 6 EEG: Innerhalb eines Radius‘ einer WEA von 2,5 km  bekämen die Gemeinden 0,2 Ct/kWh 
    • Bürgerstrommodelle und/oder Bürgerbeteiligung 
  • Kosten

    Kosten der Anlage:


Details und Besonderes:

Das Gebiet erstreckt sich gemeindeübergreifend über Forstflächen in Kottgeisering und Moorenweis. Die Projektflächen wurden von den jeweiligen Gemeinden mit Mehrheitsbeschluss im Gemeinderat ausgewählt und ein entsprechendes Ausschreibungsverfahren wurde bei den bayerischen Staatsforsten (BaySF) eingeleitet. 

Ein entscheidendes Auswahlkriterium im Ausschreibungsverfahren der BaySF ist die Planung mit einer waldschonenden Bauweise. Das Betreiberkonsortium hat einen Zuschlag für die Flächen in beiden Gemeinden erhalten. Die Planung wird in Abstimmung mit den BaySF fortlaufend optimiert, um eine möglichst eingriffsminimierende Planung zu realisieren. 

Die Bürgerinnen und Bürger werden in allen Planungsphasen eingebunden:  

  • Laufende Berichterstattung im Mitteilungsblatt der Gemeinde und in den Bürgerversammlungen bzw. Gemeinderatssitzungen in Abstimmung mit der Standortgemeinde; 
  • Vorstellung der Planung mittels Informationsveranstaltungen in Abstimmung mit der Standortgemeinden; 
  • Förmliche Öffentlichkeitsbeteiligung im Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG); 
  • Angebot über die finanzielle Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger: Die finale Struktur der Bürgerbeteiligung wird bekannt gegeben, sobald das Projekt die umfassende Genehmigung erhalten hat und die Rahmenbedingungen, wie z.B. die Kosten, ausreichend sicher sind. 

Die prognostizierte jährliche Stromproduktion basiert auf Simulationen der planenden Unternehmen. Unter der Verwendung von Höhenstrukturen (Orografiedaten), Rauigkeit des Geländes sowie den tatsächlichen Höhen des Waldes sind anhand öffentlicher Datensätze Windstatistiken erstellt worden. Die Prognose entspricht einer P75 Überschreitungswahrscheinlichkeit. Dieser Wert sagt aus, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 75 % der prognostizierte langjährig mittlere Jahresenergieertrag nicht unterschritten wird.