Presseinformation: Großer Andrang auf Türkenfelder Heizungskeller
Knapp 30 Interessierte besichtigen bei Rundgang Wärmepumpen im Betrieb
Zum Abschluss der Kommunalen Wärmeplanung hat die Gemeinde Türkenfeld zu einem Wärmepumpen-Rundgang eingeladen. Hintergrund ist, dass die Gemeinde keine Wärmenetzgebiete im Wärmeplan ausweist, sodass Hauseigentümer auf dezentrale Heizungslösungen wie zum Beispiel Wärmepumpen setzen müssen, um künftig klimaneutral zu heizen.
Drei verschiedene Wärmepumpen-Typen
Gemeinsam mit KLIMA³ hatte die Gemeinde bereits verschiedene Infoveranstaltungen über dezentrale Heizungslösungen angeboten, der Wärmepumpen-Rundgang hat nun den Abschluss gebildet. Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger war entsprechend groß: Fast 30 Interessierte sind der Einladung zum Blick in die Heizungskeller gefolgt. Nach einem kurzen Impulsvortrag in den Räumen der Energieagentur ging es zu insgesamt fünf ausgewählten Stationen mit unterschiedlichen Typen von Wärmepumpen. Darunter waren drei Luft-Wärmepumpen, eine Sole-Wasser-Wärmepumpe sowie eine Sonderlösung mit sogenannten Erdkörben. „Da sieht und hört man gar nichts,“ staunten die Teilnehmenden.
Neben der grundsätzlichen Eignung des Gebäudes, der effizienten Einstellung sowie Fragen der vorbereitenden Sanierung wurden Details wie Lärmentwicklung, Abstand zur Nachbarschaft, Größe des Pufferspeichers sowie die Legionellen-Hygiene thematisiert.
Kühlen mit der Wärmepumpe
Dass sich Wärmepumpen auch zum Kühlen im Hochsommer eignen, sorgte für einen Aha-Effekt und ist insbesondere für Eigentümer von Interesse, deren Wohnräume sich stark aufheizen oder deren Schlafzimmer unter dem Dach liegen. Im konkreten Fall ergänzte der Hauseigentümer allerdings, dass bei ihm ein zusätzlicher Pufferspeicher sowie eine Flächenheizung nötig seien, „sonst geht das nicht.“
Daneben wurde auch über die Kombination von Wärmepumpe und Photovoltaik gesprochen. Eine Hausbesitzerin berichtete von ihren Erfahrungen mit dynamischen Stromtarifen: Durch diese ließen sich die Stromkosten im Betrieb optimieren.
Der Rundgang wurde gemeinsam von der Gemeinde Türkenfeld, dem AK Energie, der Energieagentur KLIMA3 und der VHS Stadt-Land-Bruck angeboten.



