Kaufering

Wärmepumpe und PV im Reihenhaus

Das Reihenhaus aus den 1970er Jahren wurde 1998 teilsaniert. Im Jahr 2023 wurde die bestehende Ölheizung durch eine Luft-Wärmepumpe inklusive eines 400 Liter Pufferspeichers ersetzt.  Dank der Wärmepumpe können 1600 Liter Heizöl pro Jahr durch eine klimafreundliche Wärmeerzeugung ersetzt werden.

  • Gebäudedaten

    Reihenhaus
    Baujahr 1971
    Altbau, teilsaniert


  • Wärmetechnologie

    Heizart alt: Ölheizung
    Heizart neu: Wärmepumpe (2023)


    Energiequelle alt: Heizöl
    Energiequelle neu: Außenluft


    Energieverbrauch vorher: 1600 l Heizöl/a
    Energieverbrauch nachher: wird nachgereicht


    Maßnahmen im Heizsystem:
    – Pufferspeicher 400 I (2023)


    Umsetzungsdauer: 3 Monate


    Datum der Inbetriebnahme: 01.10.2023

  • Stromerzeugungsanlage

    Art der Energieerzeugungsanlage:
    Dachflächen PV (2021)


    Leistung (kW): 5,5


    Netzbezug vorher (kWh/a): 5000
    Netzbezug nachher (kWh/a): zunächst 1440 kWh (2021: Ölheizung und PV), später 2360 kWh (2023: Wärmepumpe und PV)


    Eigenerzeugung vorher (kWh/a): 6280 (im Jahr 2022, Wärmepumpe noch nicht installiert)
    Eigenerzeugung (kWh/a): 5530 (im Jahr 2024, Wärmepumpe ganzjährig in Betrieb)


    Energieverbrauch vorher (kWh/a): 4260 (im Jahr 2022, Wärmepumpe noch nicht installiert)
    Energieverbrauch nachher (kWh/a): 7910 (im Jahr 2024, Wärmepumpe ganzjährig in Betrieb)


    Eigennutzung: ja
    Stromspeicher: ja


    Einspeiseleistung (kW): 2.092 kWh (Jahr der Inbetriebnahme, ab Mai)
    3.320 kWh (2022), 2.928 kWh (2023: Wärmepumpe ab 10/23)

    Speicherkapazität (kWh): 7,7


  • Kosten

    Wärmepumpe: 42 000 € (inkl. Fundament, Ausbau der Ölheizung etc.), zu 45 % gefördert
    Photovoltaikanlage: 18 000 € (inkl. Speicher, 2021)


  • Energieeinsparung

    Einsparung durch die Wärmeumstellung:


  • Kooperationen und mitwirkende Handwerksbetriebe

    Wärmepumpe: Belschner e. K., Inh. Reinhold Bürgle, Kaufering


Zusätzliche Informationen und Notizen:

Allgemeine Gebäudedaten:
Das Reihenhaus aus den 1970er Jahren wurde 1998 teilsaniert. Im Zuge der Sanierung wurde im Erdgeschoss der bestehende Wohn-Essbereich um einen ganzjährig nutzbaren Wintergarten erweitert. Hierbei wurde auch eine Fußbodenheizung im Erdgeschoss mitverlegt und ein umfassender Fenstertausch vorgenommen. Durch den Bau einer Schleppgaube wurde außerdem das Obergeschoss räumlich vergrößert.

Wärmetechnologie:
Im Jahr 2023 wurde die bestehende Ölheizung durch eine Luft-Wärmepumpe inklusive eines 400 Liter Pufferspeichers ersetzt. Große Differenzen im Wärmeverbrauch zeigte sich vor den Wintermonaten noch nicht, jedoch konnten bereits Unterschiede bei der Handhabung der Temperaturregelung festgestellt werden. Die gut eingestellten Temperaturanpassungen der Wärmepumpe erleichtert die früher schwierige Temperaturregelung der Ölheizung. Sie reguliert die Einstellungen, ohne viele Eingriffe selbst und sorgt für eine angenehme Wohlfühltemperatur im Wohnraum. Zudem konnten durch den Einsatz der Wärmepumpe 1600 Liter Heizöl pro Jahr durch eine klimafreundliche Wärmeerzeugung ersetzt werden.

Stromerzeugungsanlage(n):
Bereits vor der Luft-Wärmepumpe wurde 2021 eine Photovoltaik-Anlage (PV) mit einer Leistung von 5,5 kWp installiert. Hierbei stand nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern auch der eigene Beitrag zur Energiewende an vorderer Stelle. Jährlich werden so rund 5000 kWh erzeugt, wovon der Großteil selbst genutzt wird. Der überschüssige Strom wird vorrangig zum Betrieb der Wärmepumpe genutzt, bevor er ins Netz eingespeist wird. Im ersten vollständigen Jahr mit der Photovoltaikanlage wurden rund 3320 kWh ins Netz eingespeist. Aufgrund der geringen Einspeisevergütung von 8,1 Cent je Kilowattstunde sollte eine vermehrte Eigennutzung und die Erhöhung der unabhängigen Energieversorgung verbessert werden. Seit der Installation der Luft-Wärmepumpe im Oktober 2023 wurde die Netzeinspeisung des erzeugten Stroms auf … kWh reduziert. *Anpassung Oktober/November 2024

Planungsvorgang und Herausforderungen:
Während des Planungsvorgangs wurde der Fokus auf die Beschäftigung lokaler Handwerksbetriebe gelegt, da eine zügige Koordination vor Ort und im persönlichen Gespräch im Vordergrund stehen sollten. Dabei erwies sich die Installation der Wärmpumpe teilweise als Herausforderung, da zum Zeitpunkt der Installation nicht immer ausreichend Erfahrung in der Wärmepumpeninstallation vorgewiesen werden konnte. Dies konnte jedoch durch ausreichenden Austausch abgefedert werden und führte zu einer erfolgreichen Umstellung von der Ölheizung auf die Wärmepumpe. Zudem wurde die Kommunikation von Wärmepumpe und der PV-Anlage aufgrund unterschiedlicher Hersteller zum Hindernis. Dies konnte durch eine Relaistrennung gelöst werden, erforderte jedoch technisches Fachwissen.

Tipp:
Im Zuge des Übergangs von Ölheizung auf Wärmepumpe, bietet es sich an, die alte Heizung während des Prozesses mit Hilfe eines Ölkanisters laufen zu lassen. Nach der Installation der Wärmepumpe kann der verbliebene Teil der Ölheizung vollständig ausgebaut werden. Dies garantiert die Wärmeversorgung während des Umbaus und ermöglicht eine nahtlose Übergabe.